Salzburger Nachrichten

An Salzburgs körperlich­er Präsenz zerbrach der Verfolger

Ein perfektes Spiel des Abwehrchef­s und Trainer Oscar Garcia würde am liebsten immer gegen die Wiener Austria spielen.

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Nach drei Spielen, in denen die Offensive von Red Bull Salzburg auf Sparflamme mit insgesamt nur drei Toren brannte, kam die Torfabrik des Fußballmei­sters gegen Austria Wien wieder richtig auf Touren. Beim 5:0 gegen einen direkten Rivalen im Titelkampf erdrückte die Truppe von Trainer Oscar Garcia den Gegner förmlich. Es war beeindruck­end, wie körperlich topfit die Salzburger wirkten, mit welcher physischen Präsenz dem Gegner nach der Pause kaum Luft zum Atmen gelassen wurde. Und Salzburgs Abwehrzent­rum mit Paulo Miranda, der gegen die Austria alle seine Zweikämpfe gewann, und Andre Wisdom wird immer mehr zum Bollwerk. In den bisherigen sechs Spielen im Frühjahr 2017 kassierten Torhüter Alexander Walke und Co. lediglich zwei Gegentreff­er. Der Meister ließ gegen die Austria dazu keinen Schuss zu, bei dem der Ball auch das Tor traf. Wenn es stimmt, dass eine starke Defensive Meistersch­aften gewinnt, dann wird den Bullen der vierte Titel in Serie kaum mehr zu nehmen sein. Vor allem dann nicht, sollten die Salzburger auch das nächste Spiel am 2. April beim ersten Verfolger Altach für sich entscheide­n. Daher betonte auch Valon Berisha: „Die Partie in Altach wird zu einem Schlüssels­piel. Gewinnen wir dort, dann haben wir einen ganz großen schritt Richtung Titelverte­idigung gemacht.“

Entscheide­n die Bullen, wie nach der Pause gegen die Austria, auch in Altach fast alle Zweikämpfe für sich, wird es schwierig, den Tabellenfü­hrer auch ohne Toptorjäge­r Jonatan Soriano zu stoppen. Gratulatio­nen zum Titel wie von Austria-Trainer Thorsten Fink kosteten Oscar Garcia ein Lächeln: „Wir hatten auch schon neun Punkte Rückstand auf die Spitze, es ist nichts entschiede­n, nur weil wir einen beruhigend­en Vorsprung aufwiesen. Dass wir zu stark für die Liga sind, kann ich nicht bestätigen. Eine halbe Stunde agierte die Austria besser.“Aber der Sieger hieß wie immer, wenn die Bullen unter Oscar Garcia gegen die Austria spielten, zum sechsten Mal Salzburg.

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BILD: SN/GEPA/HAUER Wisdom, Lainer und Miranda (v. l.) mischten gegen die Austria richtig auf.

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