Da­ten & Fak­ten Wie läuft so ein Gip­fel ab?

Salzburger Nachrichten - - THEMA EU-GIPFEL -

Be­vor ein EU-Gip­fel star­tet, gibt es ein wich­ti­ges Ri­tu­al: die „Door­steps“. Das sind län­ge­re oder kür­ze­re State­ments, die die Staats- und Re­gie­rungs­chefs bei ih­rer An­kunft den Hun­der­ten war­ten­den Jour­na­lis­ten in die Mi­kro­fo­ne spre­chen, be­vor sie noch ei­ni­ge Fra­gen be­ant­wor­ten. Die­se Wort­mel­dun­gen sind vor Sit­zungs­be­ginn meist das ein­zi­ge Kon­kre­te, das es für Me­di­en gibt. Die Ar­beits­sit­zun­gen fin­den hin­ter ver­schlos­se­nen Tü­ren statt. Ne­ben den „Chefs“sind noch ein oder zwei Be­ra­ter da­bei, die mit Rat und Un­ter­la­gen aus­hel­fen, wenn es Fra­gen gibt. Bei den Mit­tag- und Abend­es­sen, die da­zwi­schen ein­ge­baut wer­den, sind die Staats- und Re­gie­rungs­chefs über­haupt un­ter sich. Am En­de ei­nes Gip­fels tre­ten die EU-Chefs vor die Me­di­en, al­ler­dings nicht ge­mein­sam, son­dern je­der in ei­nem ei­ge­nen Raum. Sie er­zäh­len den Jour­na­lis­ten aus ih­rem Land in der ei­ge­nen Spra­che, was in den Sit­zun­gen be­spro­chen wur­de. Die Er­zäh­lun­gen sind nicht sel­ten un­ter­schied­lich, je nach­dem, wel­ches The­ma dem je­wei­li­gen Re­gie­rungs­chef be­son­ders wich­tig ist. Par­al­lel da­zu ge­ben EU-Rats­prä­si­dent Do­nald Tusk, Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Je­an-Clau­de Juncker und der am­tie­ren­de Rats­vor­sit­zen­de, in dem Fall Kanz­ler Se­bas­ti­an Kurz, ge­mein­sam ei­ne Pres­se­kon­fe­renz.

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