Wie­ner Tref­fen mit hef­ti­gem Wort­ge­fecht

Bei der Kon­fe­renz zur Mi­gra­ti­on ge­rie­ten Mi­nis­ter an­ein­an­der.

Salzburger Nachrichten - - WELTPOLITIK - SN, APA

Im Mit­tel­punkt der Kon­fe­renz zu Mi­gra­ti­on und Si­cher­heit in Wi­en soll­te ei­ne gu­te Zu­sam­men­ar­beit der EU mit Dritt­staa­ten auf dem West­bal­kan und in Nord­afri­ka ste­hen. Doch es ha­per­te am Frei­tag schon bei der Zu­sam­men­ar­beit der EU-Mi­nis­ter. Ita­li­ens In­nen­mi­nis­ter Mat­teo Sal­vi­ni und Lu­xem­burgs Mi­gra­ti­ons­mi­nis­ter Je­an As­sel­born lie­fer­ten sich ein hef­ti­ges Wort­ge­fecht. Sal­vi­ni wi­der­sprach As­sel­borns Aus­sa­ge, wo­nach die al­tern­de Be­völ­ke­rung Eu­ro­pas Zu­wan­de­rung brau­che. „Ich ar­bei­te lie­ber da­für, dass ita­lie­ni­sche und eu­ro­päi­sche Ju­gend­li­che mehr Kin­der in die Welt set­zen, weil ich kei­ne neu­en Skla­ven will“, sag­te Sal­vi­ni. As­sel­born ge­riet ob die­ses Sei­ten­hiebs in Ra­ge, un­ter­brach Sal­vi­ni und wies dar­auf hin, dass in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten zahl­rei­che ita­lie­ni­sche Mi­gran­ten nach Lu­xem­burg ge­kom­men sei­en, „weil ihr nicht für eu­re Kin­der sor­gen konn­tet in Ita­li­en“. Dar­auf­hin warf der Po­li­ti­ker sei­nen Kopf­hö­rer auf den Kon­fe­renz­tisch und rief: „Mer­de alors“(Schei­ße noch ein­mal).

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