„Der Hoch­fre­quenz­han­del ver­schärf­te die Kri­se“

Stren­ge­re Ban­ken­re­geln wa­ren nütz­lich, fin­det Ex-Bör­se­vor­stand Hein­rich Schal­ler.

Salzburger Nachrichten - - WIRTSCHAFT - Hwk

„Es war ein Schock für al­le“, er­in­nert sich Hein­rich Schal­ler. Der Chef der Raiff­ei­sen Lan­des­bank Ober­ös­ter­reich war da­mals Vor­stand der Wie­ner Bör­se. Auch ihn ha­be die Leh­man-Plei­te über­rascht, „vie­le wa­ren der Mei­nung, dass es un­sink­ba­re Schif­fe gibt“. An der Wie­ner Bör­se stürz­te der Ak­ti­en­in­dex ATX ab, nach Re­kord­stän­den im Jahr da­vor. Wi­en war aber we­ni­ger be­trof­fen als an­de­re. „Wir ha­ben größ­ten Wert auf ak­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on ge­legt, um An­le­gern die Si­tua­ti­on zu ver­deut­li­chen“, sagt Schal­ler, sonst sei­en die Mög­lich­kei­ten ei­nes Bör­se­be­trei­bers ge­ring. Die Qua­li­tät der Un­ter­neh­men sei nie zur Dis­kus­si­on ge­stan­den. Dass stren­ge­re Re­geln für die Fi­nanz­welt ge­schaf­fen wur­den, hält der Ex-Bör­se­chef für rich­tig. Man­che In­sti­tu­te hät­ten Grund­sät­ze des Li­qui­di­täts­ma­nage­ments miss­ach­tet. Seit­her sei­en die Ban­ken si­che­rer ge­wor­den, et­wa durch hö­he­re Kern­ka­pi­tal­quo­ten. Es wur­de aber zu we­nig un­ter­schie­den zwi­schen Ban­ken, die es ab­zu­wi­ckeln galt, und je­nen, die sich rich­tig ver­hiel­ten. Grund­sätz­lich pro­ble­ma­tisch ist für Schal­ler der com­pu­ter­ge­trie­be­ne Hoch­fre­quenz­han­del.

BILD: SN/APA

Hein­rich Schal­ler, Chef der RLB OÖ, lei­te­te 2008 die Wie­ner Bör­se.

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