Gol­di ans an StA, wir moch’n heut a Raz­zia!

Am An­fang stand ei­ne Be­las­tungs­zeu­gin, de­ren zen­tra­ler Vor­wurf war, dass beim BVT zu laut Ra­dio ge­spielt wur­de. Der Rest ist (bald) Kri­mi­nal­ge­schich­te.

Salzburger Nachrichten - - INNENPOLITIK - Hel­mut Schlies­sel­ber­ger

Ir­gend­wie hat Rain­hard Fend­rich al­les schon vor­aus­bli­ckend be­sun­gen – al­so bei­na­he. Der Lied­text zu „Raz­zia“war da­mals ge­heim­dienst­lich co­diert („Gus­tav ans an Gus­tav zwa“): Wir brin­gen die de­chif­frier­te BVT-Ori­gi­nal­ver­si­on.

Kickl ans an Kickl zwa, wir moch’n heut a Raz­zia. Bit­te hal­tet euch be­reit, beim BVT is es so weit. Frau P., die al­les siecht und hört, hat sich hier im Res­sort be­schwert, weil aus dem Ra­dio es lärmt, die Da­me war schon ganz ver­härmt. Und auch ein weit’res Zeu­gen­paar brach­te ei­ne Be­schwer­de vor. Dann gab’s ein Ak­ten-Kon­vo­lut, und so was ist halt nie­mals gut, do is be­stimmt was il­le­gal, der Ge­ne­ral hält’s für fa­tal.

Kickl ans an Gold­gru­ba, wir moch’n heut a Raz­zia. Wenn uns Gridling net bald ver­lässt, zer­stör’n wir dort sein schwar­zes Nest. Was sich VP-Agen­ten heut er­laub’n, des sollt ma wirk­lich gar net glaub’n. In an FPÖ-Res­sort kann’s des net geb’n, na de wer’n heu­er was er­leb’n. Es g’hört, dass die Mi­nis­ter­faust auf das Ges­in­del nie­der­saust, für so was ham wir ja gott­lob! un­se­ren (FPÖ-na­hen) Eli­te­trupp (zur Be­kämp­fung der Stra­ßen­kri­mi­na­li­tät).

Kickl ans an StA, wir moch’n heut a Raz­zia. Bit­te seids a bis­serl vif, im U-Aus­schuss geht grad all’s schief. Der Aus­schuss ist für uns ein Flop, die war’n zum Gol­di ziem­lich grob, ob­wohl wir al­les wohl­durch­dacht, wie das Vilims­ky im­mer macht. Wir ham den Gridling hart be­drängt, der ziem­lich an sei’m Pos­ten hängt, – er ist nicht grad ein Schlan­ker und trägt no im­mer den Di­enst­jan­ker.

Ka Pro­zess für ihn – er war nur ganz kurz hin. Ka Pro­zess für ihn – er war nur ganz kurz hin. Kickl ans an Gol­di zwa, wir moch’n heut a Raz­zia. Al­la­nich mit Psy­cho­lo­gie ver­nicht’ ma d’ schwar­zen Gfras­ter nie. Und kommt ein BVT­ler her, der glaubt, er is da ir­gend­wer, da flia­gt er ge­gen d’ Mi­nis­te­ri­umstür, da köm­ma lei­der nix da­für. Und wird er dann noch ra­bi­at, is er bald hackn­stad. Das BVT bleibt lei­der g’stört, weil ka Aus­lands­dienst mehr nach uns röhrt.

Aus­schuss zwa an Aus­schuss ans, wir ham da ei­ne Dis­kre­panz. Wos G. und G. da­zähl’n, deckt si net ganz − was ma­chen die mit uns für (BV)Tanz? Mir ver­hö­ren schon die hal­be Stadt, mit ei­nem Mord­strum Au(sschuss)fge­bot, ihr wisst’s, bei so was sam­ma schnell, hun­dert Man­da­tar’ und kein Be­fehl. Doch als wir dor­ten nach­ge­schaut, da war das Amt gar nicht ver­saut, wir ham den Au­gen nicht ge­traut, es war nur Ra­dio Nie­der­ös­ter­reich zu laut.

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