Du darfst da sein und du sollst da sein

Salzburger Nachrichten - - LEBEN GEIST & WELT - Mat­thi­as Beck: „Was uns frei macht. Für ei­ne Spi­ri­tua­li­tät der Ent­fal­tung“, 158 S., geb. 20 €, STYRIABOOKS.AT 2018.

Zwei Be­grif­fe schal­tet der Moral­theo­lo­ge Mat­thi­as Beck sei­nem Buch vor: Du darfst und du sollst. Es ist die je­dem Ge­bot vor­aus­ge­hen­de Zu­sa­ge an den Men­schen, dass er in die­ser Welt ge­wollt ist. Die Auf­ga­be des Men­schen sei es, die Ta­len­te und Fä­hig­kei­ten, die in ihm an­ge­legt sei­en, zur Ent­fal­tung zu brin­gen – und da­mit die vie­len Schrit­te vom gu­ten zum bes­se­ren, zum er­füll­ten Le­ben zu ge­hen. So wie Franz von As­si­si. „Für ihn wä­re es gut ge­we­sen, das Ge­schäft des Va­ters zu über­neh­men. Aber das Bes­se­re war, auf al­les zu ver­zich­ten“, meint der Theo­lo­ge und er­gänzt: „Hät­te er bei­des wäh­len kön­nen? Nein, wenn sich das Bes­se­re zeigt, muss er das Bes­se­re wäh­len, weil er sonst hin­ter sei­nen Mög­lich­kei­ten zu­rück­bleibt.“Beck grenzt sich von je­der Selbst­op­ti­mie­rung ab und meint, dass der Mensch nicht al­les selbst ma­chen muss, nur dar­auf ach­ten muss, dass er das, was sich von selbst ent­fal­ten will, nicht blo­ckiert.

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