Im In­ter­view: Li­ver­pool-Trai­ner Klopp hat gro­ßen Re­spekt vor Salz­burg

Wie sich Li­ver­pool-Trai­ner Jür­gen Klopp auf Grup­pen­geg­ner Salz­burg vor­be­rei­tet.

Salzburger Nachrichten - - VORDERSEIT­E - GER­HARD KUNTSCHIK RICHARD OBERNDORFE­R

Die SN tra­fen mit Jür­gen Klopp den wohl er­folg­reichs­ten Fuß­ball­trai­ner der Welt bei der In­ter­na­tio­na­len Au­to­mo­bil-Aus­stel­lung (IAA) in Frank­furt. Mit dem FC Li­ver­pool ge­wann der 52-jäh­ri­ge Deut­sche die­ses Jahr die Cham­pi­ons Le­ague. In der kom­men­den Sai­son spielt der bri­ti­sche Top­club in ei­ner Grup­pe mit dem FC Salz­burg. „Ihr Spiel macht es für je­den Geg­ner un­an­ge­nehm. Wir müs­sen mit al­ler­höchs­tem Re­spekt in die­se Auf­ga­be ge­hen“, so Klopp. Mit Sa­dio Ma­né und Na­by Keï­ta ste­hen zwei Spie­ler im Auf­ge­bot von Li­ver­pool, die ih­re Kar­rie­re in Salz­burg ge­star­tet hat­ten.

Jür­gen Klopp ist wohl der­zeit der er­folg­reichs­te Club­trai­ner der Welt. Erst im Mai ge­wann der Deut­sche mit dem FC Li­ver­pool die Cham­pi­ons Le­ague nach ei­nem 2:0-Sieg ge­gen Li­ga­ri­va­len Tot­ten­ham. Es war für den 52-Jäh­ri­gen der ers­te gro­ße in­ter­na­tio­na­le Ti­tel. In der kom­men­den Cham­pi­ons-Le­agueSai­son trifft Klopp in der Grup­pen­pha­se auf den SSC Nea­pel, den KRC Genk – und auf FC Salz­burg. Auf der Frank­fur­ter Au­to­mo­bil-Aus­stel­lung (IAA) tra­fen die SN den Er­folgs­trai­ner – als Te­sti­mo­ni­al für Opel im Ein­satz – zum ex­klu­si­ven In­ter­view. Nach SN-In­for­ma­tio­nen wä­re Klopp 2008 nach sei­nem Aus in Mainz fast als Trai­ner in Salz­burg ge­lan­det. Nach ei­nem Ge­spräch mit Red-Bull-Boss Dietrich Ma­te­schitz wur­de man sich nicht ei­nig. SN: Wie re­agier­ten Sie auf die Grup­pen­aus­lo­sung mit den Geg­nern Nea­pel, Salz­burg und Genk? Jür­gen Klopp: Da mein­ten vie­le, es sei ei­ne kla­re Sa­che für uns und Nea­pel, auf­zu­stei­gen, aber so se­he ich das kei­nes­wegs. Ich weiß über Salz­burg ei­ni­ges, weil ich mit Mar­co Ro­se eng be­freun­det bin und wir in Kon­takt ste­hen. Ich ha­be sei­ne Ar­beit im letz­ten Jahr ge­nau ver­folgt. Ich kann den neu­en Chef­trai­ner Jes­se Marsch noch nicht ein­schät­zen, aber ich weiß, dass er ein Höl­len­pres­sing spielt, das es für je­den Geg­ner un­an­ge­nehm macht. Au­ßer­dem: Wir kön­nen ein­schät­zen, wel­che Ar­beit in Salz­burg ge­leis­tet wird, nach­dem ja zwei tol­le Spie­ler von dort den Weg zu uns fan­den. Wir kön­nen al­so nur mit dem al­ler­höchs­ten Re­spekt in die Be­geg­nun­gen mit Red Bull Salz­burg ge­hen. Es wird in je­dem Fall ei­ne in­ter­es­san­te und schwie­ri­ge Auf­ga­be. SN: Den­noch: Wird nur der Kampf um den zwei­ten Auf­stiegs­platz hin­ter Li­ver­pool span­nend? Die Grup­pe ist span­nend. Wir spiel­ten in der Vor­be­rei­tung ge­gen Na­po­li, Re­spekt, ei­ne sehr er­fah­re­ne Mann­schaft! Wir ka­men letz­te Sai­son nur mit Ach und Krach ge­gen die Ita­lie­ner wei­ter. Und wir fan­gen dort mit ei­nem Aus­wärts­spiel an. Genk hat­te ei­ne fan­tas­ti­sche letz­te Sai­son, das ist ei­ne jun­ge, hung­ri­ge Trup­pe. Da kann man ge­gen je­den Geg­ner auf die Schnau­ze fal­len! Ge­gen Na­po­li spiel­te ich schon ein paar Mal, ge­gen Salz­burg und Genk noch nie, das ist für mich auch Neu­land. Es ist schön, wenn man in der Cham­pi­ons Le­ague ei­ne neue Her­aus­for­de­rung be­kommt. SN: Konn­ten Sie sich schon durch Vi­deo­ma­te­ri­al über Salz­burg in­for­mie­ren? Wir ha­ben be­stimmt schon Ma­te­ri­al, aber wir müs­sen es erst ana­ly­sie­ren. Zu­erst kommt ein­mal der Trip nach Nea­pel. Jür­gen Klopp (52) Nach sei­ner Kar­rie­re als Spie­ler un­ter an­de­rem bei Mainz 05 wech­sel­te der frü­he­re Stür­mer ins Trai­ner­ge­schäft. Seit 2015 ar­bei­tet der ge­bür­ti­ge Stutt­gar­ter beim FC Li­ver­pool, mit dem er 2019 die Cham­pi­ons Le­ague hol­te. Zu­vor gab es Sta­tio­nen bei Mainz 05 und Bo­rus­sia Dort­mund (2011 und 2012 deut­scher Meis­ter). Mit den Dort­mun­dern ver­lor Klopp das Cham­pi­ons-Le­ague-Fi­na­le 2013 ge­gen Bay­ern Mün­chen (0:1).

BILD: SN/APA/PICTUREDES­K.COM

Jür­gen Klopp herzt sei­nen Su­per­star: Der Ex-Salz­bur­ger Sa­dio Ma­né kehrt am 10. De­zem­ber in die Fest­spiel­stadt zu­rück.

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