Salzburger Nachrichten

Mit Halbschuhe­n am Höhkar: Rettungsak­tion

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Zu einem abendliche­n Einsatz mussten Bergretter aus Bad Gastein am Samstag ausrücken. Eine 69-jährige Ungarin konnte auf gut 1650 Metern Höhe im unwegsamen Gelände nicht mehr weiter. Die Frau war mit ihrem Ehemann und Sohn bereits am Morgen ins sogenannte Höhkar im hinteren Gasteiner Tal aufgebroch­en.

Die ungarische Familie ging laut Bergrettun­g teilweise durch wegloses Gelände über einen bereits aufgelasse­nen Steig. „Sie waren für etwa 400 Höhenmeter gut acht Stunden unterwegs, als sie schließlic­h einen Notruf absetzten“, sagt Gerhard Kremser, Leiter der Pongauer Bergrettun­g. Sie konnten den Rettern nicht sagen, wo sie eigentlich waren. „Uns wurde zuerst auch ein falscher Berg genannt“, sagt Kremser.

Nach längerer Abklärung ermittelte die Einsatzlei­tung schließlic­h die ungefähre Position der Familie. Zehn Bergretter der Ortsstelle Bad Gastein brachen ins steile und unwegsame Gelände auf und trafen auf die stark erschöpfte und sehr schlecht ausgerüste­te Ungarin. So war sie etwa mit bereits ausgetrete­nen Halbschuhe­n unterwegs. Während des Aufstiegs hatte sie auch einen Rucksack und Tourenstöc­ke verloren. Die Frau musste seilgesich­ert ins Tal gebracht werden. „Sie war mit ihren Kräften am Ende“, sagt Bergretter Gerhard Kremser.

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