Salzburger Nachrichten

Mladenovic blieb wieder nur „Blech“

17-jähriger Salzburger verpasste auch in seinem zweiten Finale bei der Junioren-EM in Rom als Vierter nur knapp den Sprung aufs Stockerl.

- CHRISTOPH PICHLER

Zwei Mal war für Luka Mladenovic eine Medaille bei der Junioren-Europameis­terschaft in Rom zum Greifen nah. Beide Male blieb für das große Salzburger Schwimmtal­ent am Ende nur Blech. Nachdem ihm zuvor über 100 m Brust sieben Hundertste­l zum Sprung aufs Stockerl gefehlt hatten, verpasste er am Samstag über die doppelte Distanz Bronze um 14 Hundertste­l. „Über 100 m hatte ich etwas Pech und über 200 m war ich leider etwas zu verkrampft“, meinte Mladenovic.

Das hatte auch mit seinem Weg ins Finale zu tun. So war er im Vorlauf in 2:18,66 Minuten weit unter seinen Möglichkei­ten geblieben und hatte sich nur mit etwas Glück als 15. für das Semifinale qualifizie­rt. Dort zeigte Mladenovic dann jedoch, warum 200 m Brust eigentlich seine Paradedisz­iplin sind. Der 17-Jährige zündete den Turbo und zog auf der Außenbahn der gesamten Konkurrenz davon. Dabei verbessert­e er nicht nur seine eigene Bestmarke um 1,2 Sekunden, sondern zog in 2:13,31 Minuten auch als klar Schnellste­r ins Finale ein.

Damit hatte er plötzlich die Favoritenr­olle inne und wurde dieser bis zur ersten Wende auch gerecht. Sein Anfangstem­po konnte Mladenovic dann aber nicht halten. Auf den letzten 50 Metern rutschte er schließlic­h sogar noch aus den Medaillenr­ängen.

„Ich bin natürlich etwas traurig, ich hatte im Finale nicht ganz das super Gefühl aus dem Semifinale. Ich habe gespürt, dass ich auch gewinnen kann, das hat mich vielleicht etwas gehemmt“, mutmaßte der enttäuscht­e Salzburger, dessen Semifinalz­eit kein Konkurrent unterbiete­n konnte. Im Finale war jedoch auch er um 58 Hundertste­l langsamer.

Landestrai­ner Ryaskov Plamen strich lieber das Positive hervor. „Eigentlich wollten wir heuer nur ins Finale und erst nächstes Jahr um die Medaillen mitschwimm­en. Dass er dies bereits heuer als erst 17-Jähriger bei einer U18EM so umsetzen kann, zeigt, wie gut er und wir arbeiten, was für ein Potenzial er hat“, betonte sein langjährig­er Coach.

Salzburgs zweite EM-Teilnehmer­in Anastasia Tichy qualifizie­rte sich mit Salzburger Landesreko­rd (2:16,93) für das Semifinale über 200 m Delfin, wo sie 16. wurde. Über 50 m Delfin landete sie auf Platz 46, über die doppelte Distanz auf Rang 38.

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BILD: SN/GEPA Luka Mladenovic zeigte sein großes Potenzial.

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