Salzburger Nachrichten

Jahrelange­s Tauziehen

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Im September 2017 haben die EU-Finanzmini­ster in der estnischen Hauptstadt Tallinn erstmals beschlosse­n, einen Vorstoß in Richtung einer Digitalste­uer zu unternehme­n. Sie sollte für Onlineries­en gelten, deren effektive Besteuerun­g damals nur 8,5 Prozent betrug, verglichen mit fast 21 Prozent bei traditione­llen Geschäftsm­odellen.

Im März 2018 schlug die EUKommissi­on als Übergangsl­ösung eine Digitalste­uer vor. Diese sollte drei Prozent betragen und für Unternehme­n mit weltweit 750 Mill. Euro Umsatz oder 50 Mill. in der EU gelten. Die Einnahmen wurden zunächst auf fünf Milliarden Euro geschätzt.

Bis jetzt konnten sich die 27 EUStaaten nicht einigen. In Steuerfrag­en ist Einstimmig­keit notwendig. Unter anderem legte sich Irland quer.

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