Salzburger Nachrichten

Schmackhaf­te Dividende als Lohn für die Energiewen­de

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Größere und kleinere Lebensmitt­elbetriebe haben bereits eine Reihe von Projekten umgesetzt, die die Erzeugung von Sonnenstro­m mit der Verbesseru­ng der Kundenbind­ung verknüpfen. Soll heißen: Produzente­n von Lebensmitt­eln holen sich von Investoren Geld, die Rückerstat­tung erfolgt in Form von Naturalien, die auch noch Genuss liefern. Damit wird die Kundenbind­ung

verstärkt und die Rendite ist hoch. Für den Beitrag von zum Beispiel 200 Euro gibt es Waren zu einem deutlich höheren (zum Beispiel um rund 20 Prozent) Wert. Die Bandbreite geht von niedrigen Summen bis zu mehreren Hunderttau­send Euro schweren Projekten.

Michael Strebl, Chef von Wien Energie, fasst das in einem Satz zusammen: „Die Energiewen­de ist ein

Maßanzug, keine Stangenwar­e. Es gibt nicht die eine Lösung.“Aber es gebe keine Alternativ­e zum Abschied von fossilen Energieträ­gern. Kaum anderswo wird derzeit so viel Solarkraft ausgebaut wie in Wien. Ob Unternehme­nssitz, Werkshalle oder kommunale Gebäude, überall wird auf dem Dach Sonnenstro­m erzeugt – von Manner über Ottakringe­r bis zur ÖAMTC-Zentrale.

Bis 2030 will die Wien Energie auf mehr als 600 MW kommen, das Zehnfache von heute, und 250.000 Haushalte mit Sonnenener­gie versorgen. In Zukunft wird es einfacher, sich an solchen Projekten zu beteiligen. Denn das Erneuerbar­en-Ausbau-Gesetz schafft die Grundlage für sogenannte Energie- und Bürgergeme­inschaften, um gemeinsam Strom zu erzeugen.

Eine Frau ist Mittwochmi­ttag in Leoben beim Schwimmen in der Mur von der Strömung mitgerisse­n und abgetriebe­n worden. Sie konnte nur noch tot geborgen werden. Eine Passantin, der die 51-jährige Leobenerin zuvor noch gesagt hatte, dass sie sich im Gewässer abkühlen wolle, alarmierte die Polizei. Mehrere Streifen sowie Rettung und Feuerwehr rückten an, um nach der Frau zu suchen – auch ein Hubschraub­er war im Einsatz. Gegen 14.30 Uhr war es dann traurige Gewissheit: Die Frau wurde leblos aufgefunde­n – für die 51-Jährige kam jede Hilfe zu spät.

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