UR­SPRUNG BUAM 25-JAH­RE-JU­BI­LÄ­UM

Wenn der Groß­va­ter wie­sel­flink Ti­ro­ler Wei­sen fie­del­te, hör­ten ihm drei klei­ne Fa­mi­li­en­mit­glie­der be­son­ders auf­merk­sam zu

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Kaum zu glau­ben: Be­reits seit ei­nem Vier­tel­jahr­hun­dert ma­chen die Ur­sprung Buam er­folg­reich Mu­sik! Die drei Mu­si­kan­ten aus dem Zil­ler­tal prä­gen die Sze­ne auf ih­re Wei­se, und die steht – in der Tat – für sich selbst. Die Brü­der Mar­tin und Andre­as Brug­ger ste­hen ge­mein­sam mit ih­rem Cou­sin Man­fred Höll­warth seit 25 Jah­ren in un­ver­än­der­ter Be­set­zung auf der Büh­ne. Da gibt’s nix, was die drei tren­nen könn­te. Was passt, das passt und bleibt zu­sam­men. Die Ur­sprung Buam sind so et­was wie ei­ne Bo­je im wil­den Was­ser der volks­tüm­li­chen Mu­sik­sze­ne. Geht’s links und rechts rund, ver­än­dern sich die Be­set­zun­gen, wer­den Grup­pen ge­grün­det und ver­schwin­den wie­der, wech­selt der Mu­sik­stil – al­les egal. Mar­tin, Andre­as und Man­fred juckt das nicht. Zi­acha, Fie­del, Gi­tar­re und die Har­fe, da­zu Mar­tins ein­präg­sa­me Stim­me – mehr braucht’s nicht, um bis heu­te je­den Saal, je­des Fest­zelt bin­nen Mi­nu­ten zum Ko­chen zu brin­gen.

Die Ur­sprung Buam sind das Pa­ra­de­bei­spiel da­für, dass die Re­du­zie­rung aufs We­sent­li­che nie falsch sein kann. Der Ur­sprung des Gan­zen fin­det sich ja be­reits im Na­men des Tri­os. Er er­in­nert an die Wur­zeln des Zil­ler­ta­ler Mu­si­kan­ten­tums, an das Hin­aus­zie­hen in die Welt, an die fah­ren­den Händ­ler, die die be­gehr­ten Wa­ren schon vor 200 Jah­ren auf Wo­chen­märk­ten ver­kauf­ten und die Mu­sik gleich mit da­zu lie­fer­ten. Und wie im­mer sind es eher die ein­fa­chen Ge­schich­ten, bei de­nen sich erst spä­ter zeigt, dass was Gro­ßes draus wer­den

kann. Der Opa Lois war’s, der den drei­en die Fie­del ans Herz leg­te und zeig­te, was man mit dem In­stru­ment al­les ma­chen kann! Und die drei Jungs schau­ten ihm bei Fa­mi­li­en­fes­ten und Hüt­ten­aben­den da­bei ganz ge­nau zu und lern­ten schnell, die Gei­ge so gut zu be­herr­schen wie ihr „Ta­ti“– so wur­de Lois von sei­ner Toch­ter und al­len an­de­ren Fa­mi­li­en­mit­glie­dern lie­be­voll ge­nannt. Und mit der Gei­ge ging es los, aber kei­ne Mu­si oh­ne Pu­bli­kum. Und so kam es, dass die Brü­der Mar­tin und Andre­as in der Sil­ves­ter­nacht 1992 erst­mals ei­nem grö­ße­ren Pu­bli­kum auf­geig­ten und noch be­vor die ers­ten Ra­ke­ten den Him­mel über dem Zil­ler­tal er­leuch­te­ten, ge­sell­te sich Cou­sin Man­fred zu ih­nen. So war das da­mals als mit dem Ur­sprung der Ur­sprung Buam!

Weit über 30 Al­ben ha­ben die drei Mu­si­kan­ten seit­dem ver­öf­fent­licht. Und ihr 25-Jäh­ri­ges krö­nen sie na­tür­lich mit ei­nem ganz be­son­de­ren Ju­bi­lä­ums-Al­bum. Und zum gro­ßen Ju­bi­lä­ums­fest „25 Jah­re Ur­sprung Buam“vom 19. bis 22. Ju­li geht’s nach May­r­ho­fen. Die Be­su­cher er­war­ten drei Ta­ge aus­ge­las­se­ne Zelt­fest­stim­mung mit ab­so­lu­ten Stars der Volks­mu­sik. Auch mit da­bei sind zum Bei­spiel die Pfunds­ker­le, Oesch’s die Drit­ten, die Zell­berg Buam und Me­lis­sa Na­schen­weng. Hin­ge­hen und mit­fei­ern!

Sie tra­gen die Mu­sik des Zil­ler­tals in die Welt hin­aus

Ein bis­serl Frei­zeit muss schon sein! Mar­tin ent­spannt sich am liebs­ten beim Flie­gen­fi­schen

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