KOLUMNE & CD-TIPPS

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“Die Er­in­ne­rung ist al­les, was mir blieb“, sang Mel Jer­sey 1986. In jüngs­ter Zeit muss­ten wir uns von un­zäh­li­gen Mu­sik­le­gen­den ver­ab­schie­den, die uns im Lau­fe der Jah­re (größ­ten­teils so­gar der Jahr­zehn­te) ans Herz ge­wach­sen sind, als ge­hör­ten sie zum engs­ten Ver­wandt­schafts­kreis: Der viel zu frü­he Tod von Andrea Jür­gens schmerzt noch im­mer. Des Wei­te­ren gab es in den letz­ten Mo­na­ten noch das Ab­le­ben von Gun­ter Ga­b­ri­el, Joy Fle­ming, Chris Ro­berts, Da­liah La­vi, Abi Ofa­rim, Bernd Spier, Ul­la Nor­den und Jür­gen Mar­cus zu be­trau­ern. Im Au­gust ließ der Tod von Dieter Tho­mas Heck, dem Gott­va­ter des Schla­gers, die Un­ter­hal­tungs­welt den Atem an­hal­ten. Es ist so tra­gisch, dass er das 50-jäh­ri­ge Jubiläum sei­ner „Hit­pa­ra­de im ZDF“im Ja­nu­ar 2019 nun lei­der nicht mehr mit­er­le­ben kann. Im Sep­tem­ber folg­te dann die trau­ri­ge Mel­dung über den ver­meint­li­chen Frei­tod von Da­ni­el Küb­lböck. Der Schwei­zer Sän­ger Leo­nard mein­te da­zu: „Es ist ein­fach nur trau­rig, dass sich ein jun­ger Mensch der­ma­ßen in die En­ge ge­trie­ben fühlt, dass er kei­nen an­de­ren Aus­weg sieht, als sich von ei­nem Kreuz­fahrt­schiff zu stür­zen.“

Das Schick­sal hat uns vie­le gro­ße Na­men ge­raubt. Al­ler­dings le­ben sie dank ih­rer Mu­sik in den Her­zen der Men­schen wei­ter. Be­reits Ber­tolt Brecht wuss­te: „Der Mensch ist erst wirk­lich tot, wenn nie­mand mehr an ihn denkt.“Was uns bleibt, ist die Er­in­ne­rung ...

Schil­lern­de Fi­gur, tra­gi­sches En­de: Da­ni­el Küb­lbock stürz­te am 9. Sep­tem­ber vom Deck ei­nes Kreuz­fahrt­schif­fes

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