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An­dy Zahr­ad­nik ist seit 20 Jah­ren Hit­pa­ra­den-Ex­per­te, ar­bei­tet als Au­tor für Fern­seh­sen­der, schreibt Live-Büh­nen­pro­gram­me und Bü­cher über Mu­sik.

Schla­ger ist nicht gleich Schla­ger, son­dern auch ei­ne Fra­ge der Ge­ne­ra­tio­nen. Ein ge­nau­er Blick in die Charts zeigt, wie sich der Schla­ger in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ver­jüngt hat.

Die Su­per­stars sind die Su­per­stars. In Deutsch­land eben­so wie in Ös­ter­reich lau­fen in bei­den Län­dern ih­re CDs seit Jah­ren gut und fin­den sich kon­ti­nu­ier­lich in den Hit­pa­ra­den wie­der. Ab­so­lu­te Dau­er­läu­fer sind die Ka­s­tel­ru­ther Spat­zen. Ih­re Kar­rie­re läuft nun mitt­ler­wei­le seit 42 Jah­ren un­ge­bro­chen und je­des neue Al­bum der Süd­ti­ro­ler Mu­si­kan­ten fin­det sei­nen Weg zu den Fans und bi­lan­ziert am En­de mit Gold oder Pla­tin. Nicht un­ähn­lich die Kar­rie­re des Nock­alm Quin­tetts aus Kärn­ten. Die fünf ‚No­ckis‘, wie sie von ih­ren Fans ger­ne ge­nannt wer­den, sind seit den frü­hen 80er Jah­ren mu­si­ka­lisch ak­tiv und ih­re Gold- und Pla­t­in­bi­lanz kann sich eben­so se­hen las­sen. Was die No­ckis stets wun­der­bar be­herrscht ha­ben, ist, sich auch text­lich mu­si­ka­lisch wan­deln zu kön­nen. Ti­tel wie ‚Zieh dich an und geh‘, ‚Ei­ner von uns lügt‘ oder ‚Du warst der geils­te Feh­ler mei­nes Le­bens‘ ha­ben der Band viel jun­ges Pu­bli­kum ge­bracht und ei­ne Brü­cke zwi­schen den Ge­ne­ra­tio­nen ge­schla­gen.

Je jün­ger die Bands, Künst­le­rIn­nen, Fans, um­so mehr ver­mi­schen sich die mu­si­ka­li­schen Gen­res. Was vor 20 Jah­ren noch un­denk­bar war, steht heu­te au­ßer Fra­ge. Volks-Rock’n’Rol­ler Andre­as Ga­ba­lier ist das wohl pro­mi­nen­tes­te Bei­spiel, wie die Gen­re­gren­zen auf­ge­ho­ben wer­den und das Pu­bli­kum dar­auf re­agiert. Nicht viel an­ders die ‚Drauf­gän­ger‘. Sie sind die jüngs­ten Shoo­ting-Stars in Ös­ter­reich. Die Zel­te bei den Fes­ten plat­zen aus al­len Näh­ten, wenn die stei­ri­sche Band auf­tritt. Da­bei gilt die Re­gel ‚Par­ty oh­ne En­de‘ und der Spaß-Fak­tor steht ab­so­lut im Vor­der­grund.

Ben Zu­cker, Eloy de Jong, Kers­tin Ott und na­tür­lich Mai­te Kel­ly – al­le­samt er­folg­rei­che Bei­spie­le für den mu­si­ka­li­schen Wan­del in der Sze­ne. Pop, Rock, Dan­ce-Sounds, da­zu deut­sche Tex­te… das ist ein Teil der Schla­ger-Sze­ne des 21. Jahr­hun­derts. Schön zu be­ob­ach­ten ist da­bei, wie ‚alt‘ und ‚jung‘ sich er­gän­zen und ein gu­tes Ge­samt­bild ab­ge­ben. ‚Was für ei­ne gei­le Zeit – das sind un­se­re Jah­re. Ganz egal was noch kommt, was für ei­ne gei­le Zeit!‘ singt Ben Zu­cker und trifft da­mit den Na­gel auf den Kopf.

Mit hit­ver­däch­ti­gen Grü­ßen, Ihr und Eu­er An­dy Zahr­ad­nik

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