Sie ha­ben es wie­der ge­tan!

Ei­gent­lich hat­ten Ro­land Kai­ser und Mai­te Kel­ly gar kein zwei­tes Du­ett ge­plant. Doch dann über­rasch­ten uns die bei­den mit ei­nem klei­nen mu­si­ka­li­schen Weih­nachts-Wun­der

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STADLPOST: Lie­ber Herr Kai­ser, Sie ha­ben ge­ra­de für Ihr ak­tu­el­les Al­bum ei­ne „Gol­de­ne“ver­lie­hen be­kom­men … RO­LAND KAI­SER: Dar­über war ich sehr glück­lich. Es ist heut­zu­ta­ge schwie­ri­ger denn je, die er­for­der­li­chen Ver­kaufs­zah­len zu schaf­fen. Wenn man be­denkt, wie lange ich da­bei bin, das sind 45 Jah­re, und wie es im­mer noch klappt. Auch im­mer wie­der mit den letz­ten Al­ben – das ist schon ei­ne gro­ße Sym­pa­thie­be­kun­dung des Pu­bli­kums, für die ich sehr dank­bar bin.

STADLPOST: Kern­stück der De­lu­xe-Edi­ti­on des ak­tu­el­len Al­bums ist ja das neue Du­ett mit Mai­te Kel­ly. Das Ver­rück­te ist ja, Sie bei­de ha­ben es gar nicht dar­auf an­ge­legt, ein neu­es Du­ett ma­chen zu wol­len ... RO­LAND KAI­SER: Der Text­dich­ter Ru­di Müs­sig hat mich an­ge­spro­chen. Der hat mir er­zählt, dass es ein Lied aus Schwe­den ge­be, das Ben­ny und Björn von AB­BA ge­schrie­ben hät­ten. Er sag­te, er ha­be die Idee ge­habt, das auf Deutsch zu ma­chen und ha­be die bei­den an­ge­spro­chen. Die fan­den die Idee groß­ar­tig. Das Lied kennt in Schwe­den je­des Kind. Ich ha­be es mir an­ge­hört und dach­te mir, das muss man hier so auf­neh­men, dass es auch für uns pas­send ist. Dann kam die Idee: Vi­el­leicht kann man das als Du­ett ma­chen. Lo­gi­scher­wei­se ist mir Mai­te Kel­ly ein­ge­fal­len. Un­se­re Stim­men har­mo­nie­ren wirk­lich gut. Ich ha­be sie an­ge­spro­chen. Sie war so­fort be­geis­tert. Wir ha­ben es auf­ge­nom­men. Björn und Ben­ny sind mit der Auf­nah­me sehr zu­frie­den und wir hof­fen, dass wir nun auch die Men­schen in Deutsch­land für die­ses Lied be­geis­tern kön­nen – pas­send zur Weih­nachts­zeit.

STADLPOST: Es ist ja fast ein folk­lo­ris­tisch an­ge­hauch­ter Ti­tel. Glau­ben Sie den­noch, dass der Song auf dem deut­schen Markt Chan­cen hat?

RO­LAND KAI­SER: Ich fin­de, uns ist da ei­ne gu­te Mi­schung ge­lun­gen. Na­tür­lich hört man in dem Lied auch folk­lo­ris­ti­sche

Ele­men­te her­aus. Das Lied ist emo­tio­nal sehr an­spre­chend. Ich glau­be, dass das Pu­bli­kum das Lied mö­gen wird. Ob es dann so kommt, ent­schei­den die Men­schen selbst. Wo­bei man manch­mal auch Din­ge tun muss, die au­ßer­ge­wöhn­lich sind – das ha­ben wir mit die­ser Auf­nah­me si­cher­lich ge­tan. Mit nor­ma­lem Main­stream fällt man heu­te kaum noch auf.

STADLPOST: Sind Sie ei­gent­lich selbst auch AB­BA-Fan?

RO­LAND KAI­SER: Ich fand ih­re Mu­sik im­mer gut, sie ha­ben für Ab­wechs­lung ge­sorgt. Man war nie si­cher, was als nächs­tes kom­men wird. Die­se ab­wechs­lungs­rei­che Form der Un­ter­hal­tung hat AB­BA aus­ge­macht. Ich ha­be die Grup­pe da­für be­wun­dert. Das sind groß­ar­ti­ge Mu­si­ker und Stra­te­gen.

STADLPOST: Gibt es ei­nen per­sön­li­chen Lieb­lings­ti­tel von AB­BA? RO­LAND KAI­SER: Es gibt zwei Songs, die mir ganz be­son­ders ge­fal­len: „The Win­ner Ta­kes It All“und „Thank You

For The Mu­sic“. Das sind bei­des ganz groß­ar­ti­ge Songs, kei­ne Fra­ge.

STADLPOST: Hat­ten Sie ei­ne Prä­fe­renz: Ag­ne­tha oder An­ni-Frid? RO­LAND KAI­SER: (schmun­zelt) – Nein, die hat­te ich nicht. Au­ßer­dem wa­ren ja bei­de Da­men auch „be­setzt“.

STADLPOST: Am 13. März kommt die neue Tour. Steht das Pro­gramm denn schon ge­nau fest?

RO­LAND KAI­SER: Zu 80 Pro­zent, ja. Und wenn ich da­mit fer­tig bin, muss ich für den Som­mer ja schon wie­der ein neu­es Pro­gramm fer­tig­stel­len.

STADLPOST: Lie­be Mai­te, warst und bist du selbst auch AB­BA-Fan?

MAI­TE KEL­LY: Ich ha­be AB­BA im­mer sehr ver­ehrt. Ei­ne groß­ar­ti­ge Band, die die Pop-Mu­sik ent­schei­dend ge­prägt hat..

STADLPOST: Gibt es ei­nen Lieb­lings­ti­tel von AB­BA?

MAI­TE KEL­LY: Nicht ei­nen, vie­le! Her­aus­ra­gend „The Win­ner Ta­kes It All“und „The Day Be­fo­re You Ca­me“.

STADLPOST: Stich­wort „Wa­ter­loo“: Könn­test du dir selbst ei­ne Teil­nah­me beim Eu­ro­vi­si­on Song Con­test vor­stel­len? MAI­TE KEL­LY: Dar­über ha­be ich noch nie nach­ge­dacht. Ernst­haft nicht. Es wä­re vi­el­leicht ei­ne tol­le Her­aus­for­de­rung.

STADLPOST: Wenn du die Wahl ge­habt hät­test – wer wä­re eher dein Män­ner-Typ ge­we­sen? (Ben­ny oder Björn?)

MAI­TE KEL­LY: Bei­de zu­sam­men – vor al­lem ih­re bei­den Ge­nies, groß­ar­ti­ge Mu­sik zu kom­po­nie­ren und wun­der­ba­re Tex­te zu schrei­ben.

STADLPOST: Dei­ne Fans müs­sen sich auf ei­ne län­ge­re Tour­nee-Pau­se ein­stel­len, bis es am 26.09.2020 end­lich wie­der los geht. Wie ge­stal­ten sich dei­ne be­ruf­li­chen Plä­ne bis da­hin?

MAI­TE KEL­LY: Es ist ja ei­ne Zu­satz­tour­nee, in der wir die Show von die­sem Jahr noch mal spie­len wer­den. Im Kopf ar­bei­te ich schon an Über­ra­schun­gen für die­se Kon­zert­rei­he. Na­tür­lich sol­len die Fans, die nun noch mal kom­men, auch ein paar tol­le Ex­tras be­kom­men.

Ich ha­be noch vie­le Fern­seh-Ter­mi­ne und wer­de na­tür­lich wei­ter an neu­en Songs schrei­ben. Das ma­che ich ja oh­ne­hin stän­dig (lacht).

STADLPOST: Dei­nen Auf­tritt im „Son­nen­hof“muss­test du – er­käl­tungs­be­dingt – ab­sa­gen. Kei­ne Ge­rin­ge­re als Andrea Berg höchst­selbst ist für dich ein­ge­sprun­gen. Es gibt sie al­so doch – ech­te Freund­schaf­ten un­ter Kol­le­gin­nen? MAI­TE KEL­LY: Die gibt es tat­säch­lich, ja. Ich bin Andrea da sehr dank­bar. Sich um­ein­an­der zu küm­mern und zu be­mü­hen, lohnt sich im­mer.

STADLPOST: Hast du mo­men­tan den Kopf frei, um wei­te­re neue Songs für dein drit­tes Schla­geral­bum zu schrei­ben?. MAI­TE KEL­LY: Ab­so­lut. Er muss da nicht un­be­dingt „frei“sein, neue Ide­en sprin­gen im­mer dar­in her­um. Mu­sik schrei­ben, zu tex­ten, ist et­was ganz Wun­der­ba­res. Es ist sehr har­te Ar­beit, aber auch ein Ge­schenk.

Mit „Klin­get hell ihr Glo­cken“be­schenkt uns Ro­land Kai­ser mit ei­nem be­sinn­lich-tra­di­tio­nel­len Weih­nachts-Ti­tel aus Schwe­den. Und kei­ne passt stimm­lich bes­ser zu sei­ner tie­fen, so­no­ren Stim­me als die sprit­zi­ge Mai­te. Ein ech­ter mu­si­ka­li­scher Voll­tref­fer!

Vier Mu­sik­gi­gan­ten: AB­BA ist nach den Beat­les die er­folg­reichs­te Pop-Band al­ler Zei­ten

JE­DER Auf­tritt von Mai­te Kel­ly kommt ei­ner per­fek­ten Ins­ze­nie­rung gleich. Doch Mai­te ver­langt nicht nur ih­ren Tän­zern, son­dern auch sich selbst viel ab

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