Mit „Emi­lie“das Me­dal Race im Vi­sier

EM ist zu­gleich WM-Ge­ne­ral­pro­be für Se­gel­duo Bar­gehr/Mähr.

Vorarlberger Nachrichten - - Sport -

BRE­GENZ Nach der erst­ma­li­gen Wahl zur Mann­schaft des Jah­res 2017 in Vor­arl­berg war­tet auf das Se­gel­duo Da­vid Bar­gehr (28) und des­sen zehn Mo­na­te jün­ge­ren Vor­scho­ter Lu­kas Mähr nun die Rei­fe­prü­fung auf dem Was­ser. In Bur­gas an der bul­ga­ri­schen Schwarz­meer­küs­te wird ab Sams­tag bis Don­ners­tag die Eu­ro­pa­meis­ter­schaft in der olym­pi­schen 470er-Klas­se aus­ge­tra­gen. In fünf Qua­li­fi­ka­ti­ons­läu­fen geht es am Wo­che­n­en­de dar­um, sich für die sechs Fi­nal­wett­fahr­ten und schließ­lich für das ab­schlie­ßen­de Me­dal Race (Top Ten) zu qua­li­fi­zie­ren.

Blick nach vor­ne ge­rich­tet

Nach ei­ner von den Plat­zie­run­gen nicht wirk­lich schlech­ten, aber hin­ter den ei­ge­nen An­sprü­chen lie­gen­den ers­te Sai­son­hälf­te ha­ben die Ge­samt­zwei­ten im 2017-Welt­cup und WM-Drit­ten des letz­ten Jah­res die Är­mel or­dent­lich hoch­ge­krem­pelt und ei­ne in­ten­si­ve Ana­ly­se be­trie­ben. „Es wä­re falsch, die Rän­ge zwölf (Gama­go­ri), 13 (Mia­mi) bzw. 18 vor we­ni­gen Ta­gen in Hyè­res, als schlech­te Aus­beu­te zu be­zeich­nen. Doch so rich­tig, wie wir es uns vor­stel­len, sind wir noch nicht in Fahrt ge­kom­men. Doch was war, kann man nicht mehr än­dern. Wir ha­ben un­se­ren Blick nach vor­ne ge­rich­tet und wol­len bei der EM den ers­ten Schritt zu­rück in die ab­so­lu­te Welt­spit­ze ma­chen“, be­tont Lu­kas Mähr. Die bei­den HLSZ-Sport­sol­da­ten tre­ten in Bur­gas mit ih­rem neu get­auf­ten Boot Emi­lie an. Es ist das „Ge­schwis­ter-Schiff“ih­res eben­so im ver­gan­ge­nen Herbst er­hal­te­nen Boo­tes Ame­lie. „Durch den An­kauf, des­sen Fi­nan­zie­rung dank des Sport­mi­nis­te­ri­ums mög­lich war, wird das Hand­ling zwi­schen den ein­zel­nen Re­gat­ten et­was ein­fa­cher. Es han­delt sich um zwei ident glei­che Schif­fe und so kön­nen wir oh­ne gro­ße Um­stel­lun­gen vom ei­nen zum an­de­ren Boot wech­seln“, er­klärt Mähr.

Ins­ge­samt sind 46 Boo­te aus 24 Na­tio­nen bei der of­fen aus­ge­schrie­be­nen Eu­ro­pa­meis­ter­schaft ge­mel­det und die aktuell als dritt­bes­tes eu­ro­päi­sches Team in der Welt­rang­lis­te auf Po­si­ti­on sechs ge­reih­te Equi­pe des YC Bre­genz hat sich als ers­tes Etap­pen­ziel den Ein­zug in das Me­dal Race (Top Ten) zum Ziel ge­setzt. „Um dies zu er­rei­chen, darf man sich kei­ne gro­ßen Aus­rei­ßer er­lau­ben. Doch wir sind gut drauf und se­geln voll auf An­griff “, be­tont Steu­er­mann Bar­gehr.

Ob die Bre­gen­zer im An­schluss an die EM noch am Welt­cup­fi­na­le in Mar­seil­le (ab 3. Ju­ni) teil­neh­men, oder di­rekt nach Aar­hus rei­sen, ist noch of­fen. „Theo­re­tisch wä­ren wir für Mar­seil­le qua­li­fi­ziert. Doch der Rei­se­stress wä­re enorm und es kann sein, dass wir dar­auf ver­zich­ten und uns in Dä­ne­mark auf die WM (30. Ju­li bis 12. Au­gust) vor­be­rei­ten“, er­klärt Mähr.

„Wir sind gut drauf und se­geln voll auf An­griff. Ziel ist ei­ne Top-TenPlat­zie­rung.“

JO­CHEN DÜN­SER

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