PRO­JEKT TRAUMVILLA

Das Haus von Annelie und Dan be­tört mit schö­ner Schwe­den-Ro­man­tik

20 Private Wohntraeume - - INHALT - TEXT: ISA­BEL­LE OLANDER / MICHAE­LA RICH­TER FO­TOS: CHRISTER TILLE

Annelie Rön­ners­ten ist in Teil­zeit als Kran­ken­schwes­ter in der De­menz­pfle­ge tä­tig. Da­ne­ben ar­bei­tet sie in ei­nem Mö­bel­ge­schäft. Ihr Mann Dan, ein Bus­fah­rer, hat den größ­ten Teil sei­nes Le­bens als Pas­tor ge­ar­bei­tet, da er gern Leu­te trifft und gut zu­hö­ren kann. Bei­de füh­ren ei­nen ak­ti­ven Le­bens­stil. So joggt Annelie sehr viel – hat in­zwi­schen so­gar ein klei­nes Pro­blem mit ih­ren Kni­en – und sie in­ter­es­siert sich für In­te­ri­or De­sign. Ihr Mann liebt es, in der Ga­ra­ge an sei­nem Mo­tor­rad zu bas­teln, und er hät­te gern wie­der mehr Zeit, um öf­ter an­geln und lau­fen zu ge­hen. Der All­tag hat das Paar gut im Griff, so­dass es ir­gend­wann nach ei­nem Pro­jekt such­te, bei dem es ent­span­nen konn­te. Sie fan­den es in ei­nem Haus im schwe­di­schen Skil­lin­ga­ryd. „Es mag ko­misch klin­gen, bei all dem Auf­wand, den wir mit der Re­no­vie­rung hat­ten, aber wir ha­ben mal et­was für uns ge­tan und als Team zu- sam­men­ge­ar­bei­tet“, er­zählt Annelie. In­zwi­schen hat sich das Ge­bäu­de, das in den frü­hen 1900er-Jah­ren er­baut wur­de, in ei­ne ech­te Wohn­per­le mit miet­ba­rem B&B-Apart­ment ver­wan­delt. Annelie er­in­nert sich: „Be­vor wir uns an die Ar­beit mach­ten, ha­ben wir mei­nen Sch­wa­ger um Rat ge­fragt, da das Haus auf den ers­ten Blick in schlech­tem Zu­stand war und er ei­ne Bau­fir­ma lei­tet. Er er­kann­te das Po­ten­zi­al des Ge­bäu­des so­fort und mach­te

ei­nen Kos­ten­vor­an­schlag.“Im Erd­ge­schoss traf man vor al­lem auf Stil­mit­tel der 40er-und 50er-Jah­re, im Ober­ge­schoss herrsch­te 70er-Jah­re-Flair. „Man kann sa­gen, dass wir heu­te in ei­nem neu­en Haus mit al­ter Scha­le woh­nen“, lä­chelt Dan, „denn wir ha­ben fast al­les er­neu­ert: das Heiz­sys­tem, die Was­ser­roh­re, die Elek­trik und die Sa­ni­tär­aus­stat­tung.“Der ur­sprüng­li­che Charme der Vil­la soll­te je­doch un­be­dingt er­hal­ten blei­ben. „So ein al­tes Ge­bäu­de hat na­tür­lich auch Vor­tei­le“, er­klärt der Haus­herr, „zum Bei­spiel die so­li­den Ma­te­ria­li­en, aus de­nen es be­steht. Da­durch lie­ßen sich Ve­rän­de­run­gen leich­ter vor­neh­men.“Und der Auf­wand hat sich ge­lohnt! Heu­te ver­brei­tet je­der Raum Har­mo­nie und Wohl­ge­fühl. „Man kann sich zum Bei­spiel mit ei­ner Tas­se Kaf­fee ins obe­re Turm­zim­mer zu­rück­zie­hen und die Aus­sicht ge­nie­ßen“, schwärmt Annelie. Oder man plau­dert mit­ein­an­der in der neu­en, ge­müt­li­chen Land­haus-Kü­che. Über­all herrscht Ruhe und Frie­den.

HELL & LUF­TIG Ho­he De­cken ver­mit­teln im Wohn­be­reich das Ge­fühl von Wei­te. Gro­ße Fens­ter las­sen je­de Men­ge Licht her­ein, wäh­rend wei­ße Bo­den­die­len förm­lich strah­len.

AN­WE­SEN Wei­ße Fas­sa­de, rot­brau­nes Dach – das an­mu­ti­ge Ge­bäu­de wur­de um 1900 er­baut und weist zahl­rei­che his­to­ri­sche De­tails auf.

EI­GEN­TÜ­MER Annelie Rön­ners­ten und ihr Mann Dan ha­ben viel Zeit in die auf­wän­di­ge Sa­nie­rung des Hau­ses ge­steckt. Heu­te wird ein Apart­ment als B&B an Gäs­te ver­mie­tet.

DETAILLIEBE Ob bei den Ma­te­ria­li­en oder den Mö­beln, al­les wur­de sehr be­hut­sam aus­ge­sucht.

BA­DE­ZIM­MER Auch im neu ge­stal­te­ten Bad setzt sich der Wohn­stil kon­se­quent fort. Shab­by Chic-Mö­bel for­mu­lie­ren klas­si­sche Läs­sig­keit.

NA­TÜR­LICH Wei­ße Land­haus-Mö­bel tref­fen ba­ro­ckes So­fa – der rich­ti­ge Stil-Mix schafft Ab­wechs­lung. Die Farb­pa­let­te be­schränkt sich auf de­zen­te Tö­ne.

OB­JEKT-MIX Da Annelie selbst in ei­nem Mö­bel­ge­schäft ar­bei­tet, kennt sie sich mit Ar­ran­ge­ments bes­tens aus.

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