LE­BEN MIT DER NA­TUR

Ei­ne ein­fa­che Hüt­te wünsch­te sich der Geo­lo­ge Scott Young für sich und sei­ne Fa­mi­lie. Ent­stan­den ist ein ar­chi­tek­to­ni­sches Meis­ter­werk.

20 Private Wohntraeume - - NORWEGEN / JEVNAKER - TEXT: SYBILLE FÖLL FO­TOS: BRU­CE DAMONTE/MORK-ULNES AR­CHI­TECTS

S anf­te Hü­gel und ho­he Pi­ni­en­wäl­der um­ge­ben das Haus, an­ge­schmiegt an die Hän­ge er­streckt sich der Myl­la-See weit in die nor­we­gi­sche Wild­nis. So wie die in­ein­an­der flie­ßen­de Land­schaft kon­zi­pier­ten die preis­ge­krön­ten ‘Mork-Ulnes Ar­chi­tects’ auch das Haus von Scott und sei­ner Frau Chris­ti­ne: Die ver­schie­de­nen Wohn­be­rei­che ge­hen fast naht­los in­ein­an­der über, zu­sam­men­ge­hal­ten von ei­nem wind­rad­för­mi­gen Sat­tel­dach, des­sen Hö­he zwi­schen 2,4 und 4,3 Me­tern va­ri­iert. Den­noch bie­tet die Hüt­te dank der ver­win­kel­ten Bau­wei­se ge­nü­gend Rück­zugs­mög­lich­kei­ten – und auf 84 Qua­drat­me­tern Wohn­flä­che nicht nur Platz für die Youngs mit ih­ren zwei Kin­dern. Bis zu zehn Leu­te kön­nen hier schla­fen! Gäs­te be­her­ber­gen zu kön­nen, war der Fa­mi­lie, die vor sie­ben Jah­ren aus den USA nach Os­lo zog, wich­tig, als sie die Mor­kUl­nes Ar­chi­tects mit der Pla­nung ei­ner ‘nor­we­gi­schen Hüt­te’ be­auf­trag­ten. „Als Nicht-Nor­we­ger hat­ten wir kei­ne Ah­nung, wie so et­was aus­se­hen muss“, er­zählt Chris­ti­ne la­chend. So be­stand die Auf­ga­be der Pla­ner da­rin, das tra­di­tio­nel­le, sim­ple Holz­haus, meist oh­ne flie­ßen­des Was­ser und sehr be­engt, an die Be­dürf­nis­se der Youngs an­zu­pas­sen. Ent­stan­den ist ein kom­for­ta­bles Do­mi­zil mit drei Schlaf­zim­mern, zwei Ba­de­zim­mern, ei­nem Koch-, Ess- und Wohn­be­reich so­wie ei­ner Spiel­ecke für die Kin­der über ei­nem der Ba­de­zim­mer. Mul­ti­funk­tio­nell, kom­pakt und

den­noch hell und weitläufig, mit ei­ner fan­tas­ti­schen Aus­sicht. „Wenn man durch die gro­ßen Fens­ter blickt, hat man das Ge­fühl, drau­ßen zu sein“, schwärmt Scott. Durch die ver­setz­ten Gie­bel er­ga­ben sich zu­dem zwei wind­ge­schütz­te Ter­ras­sen, auf de­nen die Fa­mi­lie im Som­mer ent­we­der die Mor­genoder die Abend­son­ne ge­nie­ßen kann. Der Stand­ort ist per­fekt ge­wählt: Nach Os­lo in die Haupt­woh­nung ist es nicht weit, und die Youngs kön­nen ih­re Frei­zeit mit An­geln, Ka­jak­fah­ren, Rad­tou­ren und Ba­den oder im Win­ter mit Ski­tou­ren ge­nie­ßen. „An­schlie­ßend wär­men wir uns in der Sau­na im klei­nen Ne­ben­ge­bäu­de auf, wo auch die Skier und Fahr­rä­der un­ter­ge­bracht sind“, so Scott. Ein Traum.

NA­TÜR­LICH Auf ei­nem Hü­gel thront ‘Myl­la’, ganz im Ein­klang mit der Na­tur. Die Hüt­te aus Pi­ni­en­holz wird bald wie der Schnee sil­bern in der Son­ne glit­zern.

GE­MÜT­LICH Al­le Wand­ver­klei­dun­gen und Mö­bel sind aus ge­laug­tem und weiß ge­öl­tem Pi­ni­en-Sperr­holz ge­fer­tigt. Das Grün des So­f­a­be­zugs spie­gelt den Wald wi­der.

IN­TE­GRIERT Raum­tei­ler die­nen als Stau­raum, so ist je­der Zen­ti­me­ter ge­nutzt.

TRAUM­HAFT Schon beim Auf­wa­chen bie­tet sich durch das gro­ße Pan­ora­ma­fens­ter ein mär­chen­haf­ter Aus­blick auf den Wald – der­zeit ‘Win­ter­won­der­land’.

KOM­PAKT Die Ba­de­zim­mer sind klein, aber mit al­lem Kom­fort aus­ge­stat­tet.

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