SCAN­DI-DE­SIGN

Be­ruf­lich und pri­vat schätzt Micha­el Schön­wie­se Wohn­ge­stal­tung mit aus­ge­such­ten De­si­gn­klas­si­kern.

20 Private Wohntraeume - - DÄNEMARK / KOPENHAGEN - TEXT MICHAE­LA RICH­TER FO­TOS: AN­DERS HVIID

G ebo­ren ist Micha­el Schön­wie­se (40), PR & So­ci­al Me­dia Ma­na­ger von Fre­de­ri­cia Fur­ni­tu­re, in Flens­burg, doch 1998 zog es ihn zum Stu­di­um nach Dä­ne­mark. Seit sei­nem Ab­schluss im Jahr 2004 war er für ver­schie­de­ne De­sign-Fir­men tä­tig: Er be­gann bei Vipp, ar­bei­te­te bei Di­ne­sen und stellt nun bei Fre­de­ri­cia Fur­ni­tu­re sein Know-how un­ter Be­weis. Sein ei­ge­nes Zu­hau­se, ei­ne Woh­nung mit 56 Qua­drat­me­tern Wohn­flä­che, pro­fi­tiert von die­sen Er­fah­run­gen. Das Apart­ment mit Wohn­zim­mer, Schlaf­zim­mer, Kü­che, Bad und Flur be­fin­det sich in ei­nem denk­mal­ge­schütz­ten Ge­bäu­de, das 1916 er­baut und im Jahr 2016 kom­plett re­no­viert wur­de. Das Haus auf der In­sel Ama­ger, ei­nem süd­li­chen Teil von Ko­pen­ha­gen, liegt na­he am Strand, da­bei aber nur et­wa drei Ki­lo­me­ter vom Stadt­zen­trum ent­fernt. Künst­ler und jun­ge Fa­mi­li­en prä­gen die Nach­bar­schaft eben­so wie zahl­rei­che Ca­fés, Re­stau­rants und Ga­le­ri­en. Micha­els Woh­nung ist nicht groß, be­sitzt da­für aber be­ein­dru­cken­de De­tails, zum Bei­spiel ikonische Dan­ne­brog-Fens­ter mit Holz­rah­men, die in dä­ni­schen Wohn­ge­bäu­den zwi­schen 1900 und 1930 sehr be­liebt wa­ren. „Wenn der Platz be­grenzt ist, muss je­der ein­zel­ne Zen­ti­me­ter op­ti­mal ge­nutzt wer­den“, sagt Micha­el. „Das wur­de zum Bei­spiel er­reicht, in­dem ei­ne Wand ver­setzt wur­de. Der Flur wur­de ver­klei­nert, um

dem Ba­de­zim­mer mehr Platz zu­zu­ge­ste­hen.“Der Klei­der­schrank im Schlaf­zim­mer wur­de von ei­nem Tisch­ler maß­ge­fer­tigt, um den Stau­raum vom Bo­den bis zur De­cke best­mög­lich aus­zu­nut­zen. Aus­ge­such­te Mö­bel, De­sign­stü­cke und Kunst­wer­ke be­stim­men das Am­bi­en­te. Sie wir­ken als ge­lun­ge­ner Mix aus Re­tro-Ob­jek­ten und mo­der­nem Look aus Dä­ne­mark und der gan­zen Welt. Das „No. 1“-So­fa, das Bør­ge Mo­gen­sen 1950 für Fre­de­ri­cia schuf, zählt zu Micha­els Lieb­lings­stü­cken, weil es schick und multifunktional ist. Es dient gleich­sam als So­fa so­wie als Gäs­te­bett. Von ei­nem äl­te­ren Paar, das lei­der von ei­nem grö­ße­ren Haus in ein klei­ne­res um­zie­hen muss­te, kauf­te er den Tisch „A825“, den De­si­gner Ar­ne Ja­cob­sen für Fritz Han­sen ent­warf. „Aber ehr­lich ge­sagt, ha­be ich so vie­le Lieb­lings­stü­cke, dass man sie gar nicht al­le auf­zäh­len kann“, lä­chelt Micha­el. Fa­zit: Die Mi­schung macht’s!

EX­PRES­SIV Ge­mäl­de „Last days in Bris­tol“von Jep­pe Eber­lein, 2006. In­fos: www. eber­lein.dk

Micha­el ist als Ma­na­ger bei Fre­de­ri­cia Fur­ni­tu­re tä­tig. Mo­der­ne Kü­che­nu­ten­si­li­en wur­den wohn­lich kom­bi­niert. GE­MIXT KNOW-HOW

„J39“-Stüh­le von Fre­de­ri­cia um­run­den den Ess­tisch. Die Kü­che stammt von Tvis Køk­ke­ner, www.tvis.com ESS­ZIM­MER SCHÖN HELL

Micha­el am Tisch „A825“von Ar­ne Ja­cob­sen. Stuhl „Søborg“, ge­räu­cher­te Ei­che, von Fre­de­ri­cia. KURZ NO­TIERT FORM­SCHÖN

Tisch, www.usm.com; Leuch­te „PH 3/2“, Lou­is Poul­sen. Blau, Weiß, Beige und Grau strah­len Har­mo­nie aus. SCHICK BE­RU­HIGT

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