Oper wie im Rausch: Ros­si­nis „Er­mio­ne“in Erl

Aalener Nachrichten - - KULTUR - FO­TO: FES­TI­VAL ERL

Es ist ein selt­sa­mes Stück, die­se Oper „Er­mio­ne“von Gioa­chi­no Ros­si­ni. Die Urauf­füh­rung 1819 in Nea­pel war ein De­ba­kel. Kei­ne Büh­ne rund um den Glo­bus war fort­an an den Her­zens­wir­ren der Über­le­ben­den des Un­ter­gangs Tro­jas in­ter­es­siert. Erst das Ros­si­ni-Fes­ti­val Pesa­ro 1987 weck­te „Er­mio­ne“aus dem Ar­chiv­schlaf. Auch da­mals hat Gus­tav Kuhn das Werk auf­ge­führt. Nun er­öff­ne­te er mit die­sem Werk die Som­mer­fest­spie­le in Erl in Ti­rol. Auch wenn das Werk dra­ma­tur­gisch trotz Mord und Selbst­mord we­nig an­rührt, das my­tho­lo­gi­sche Ele­ment weit ent­fernt ist vom heu­ti­gen All­tag, fes­selt die mu­si­ka­li­sche Gestal­tung in je­der Se­kun­de. Das Tem­pe­ra­ment­bün­del Gus­tav Kuhn am Pult kos­tet mit sei­nen Künst­lern die rei­che Par­ti­tur aus. Ma­ria Ra­de­va (Mit­te) meis­tert mit be­tö­ren­der Ly­rik und mü­he­lo­ser Ko­lo­ra­tur die Ti­tel­rol­le. Pau­schal­lob ge­bührt dem fa­bel­haf­ten En­sem­ble mit den zu­kunfts­träch­ti­gen Stim­men von Fer­di­nand von Both­mer (rechts) in der Rol­le des Pir­ro, Iu­rie Cio­ba­no und Hui Jin. Re­gie führ­te das Kol­lek­tiv Fu­ro­re di Mon­te­gral. Die aus­führ­li­che Be­spre­chung auf www.schwa­ebi­sche.de/ er­mio­ne. (adam)

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