Aalener Nachrichten

Kleb­stoff, Win­ne­tou und Pe­ter Maf­fay

Tho­mas Gott­schalks Blick auf ein ver­korks­tes Jahr

- Von Jo­nas-Erik Schmidt Celebrities · Coronavirus (COVID-19) · Peter Maffay · Karlsruhe · Sture · Tokyo · Ministry of Health of Germany · Jens Spahn · Robbie Williams · Kaspar Hauser · Boblingen · Offenburg · ARD · Thomas Gottschalk · Karlsruhe Zoo · David Garrett

(dpa) - Man kann nicht sa­gen, dass das Jahr 2020 er­eig­nis­los an Tho­mas Gott­schalk vor­bei­ge­zo­gen ist. Der Mann ist Voll­blut-En­ter­tai­ner und dem­ent­spre­chend ist auch ir­gend­wie im­mer et­was los. Im Mai fei­er­te er live in sei­nen 70. Ge­burts­tag rein, im Ju­li er­klär­te er sei­nen Ein­stieg in das Wein-Ge­schäft. Und im Ok­to­ber wur­de be­kannt, dass er die Pa­ten­schaft für den Na­sen­bär „Thom­my“im Zoo Karls­ru­he über­nimmt. Eben das, was man tut, wenn man be­rühmt ist.

An­de­ren, we­ni­ger be­rühm­ten Men­schen wa­ren der­art be­son­de­re Mo­men­te eher nicht ver­gönnt. Schuld war die Co­ro­na-Pan­de­mie. Rau­schen­de Hoch­zei­ten wur­den ab­ge­sagt, Olym­pia ver­scho­ben, Kon­zer­te ge­stri­chen. In „2020 – Gott­schalk holt’s nach“sol­len sich am Mon­tag im Ers­ten nun bei­de Sphä­ren tref­fen: Die des ewi­gen Show­mas­ters und die der Leu­te, de­nen es 2020 die gro­ßen Plä­ne ver­ha­gelt hat. Im bes­ten Fall be­kom­men sie nach­träg­lich die paar Mi­nu­ten Ruhm, die ih­nen zu­ste­hen. Die Idee: In der Gott­schalk-Show wird nach­ge­holt, was 2020 aus­ge­fal­len ist.

Zwei Skate­boar­der zei­gen ih­re Kür, die sie bei Olym­pia in Tokio nicht zei­gen konn­ten – die Sport­art wä­re erst­mals olym­pisch ge­we­sen. Zwei Schü­ler, die beim Wett­be­werb „Ju­gend forscht“nicht mit ih­rem ei­ge­nen Bio­kleb­stoff auf­trump­fen konn­ten, dür­fen ihn nun dem Bio­che­mi­ker Alex­an­der Ke­ku­lé vor­stel­len, der gleich­wohl ein sehr er­eig­nis­rei­ches Co­ro­na-Jahr hat­te. Ein Va­terToch­ter-Duo lernt Sän­ger Pe­ter Maf­fay (71) ken­nen, des­sen Kon­zer­te 2020 aus­fie­len.

„Es ist mein Ver­such, den Leu­ten an­ders na­he zu kom­men, als sie mich ken­nen“, sagt Gott­schalk der Deut­schen Pres­se-Agen­tur. „Nicht mit der gro­ßen Show, son­dern auf der emo­tio­na­len Ebe­ne. Die Bot­schaft ist: Mir geht es ähn­lich wie euch.“Die Er­fah­run­gen sei­ner Gäs­te sei­en ver­gleich­bar mit de­nen von Künst­lern, die in Co­ro­na-Zei­ten nicht auf­tre­ten konn­ten und statt­des­sen vor ei­nem Lap­top im Wohn­zim­mer Gi­tar­re spiel­ten. „So stel­le ich mich in die­se Show und ma­che Men­schen, die hei­ra­ten woll­ten, aber nicht konn­ten, ei­ne klei­ne Freu­de“, ver­spricht Gott­schalk.

Per Vi­deo zu­ge­schal­tet wird auch Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens

Spahn (CDU), um Fra­gen von Bür­gern zur Pan­de­mie zu klä­ren. Ei­ne Aus­wahl wei­te­rer Pro­mis in der Sen­dung: Top­mo­del To­ni Garrn (28), Fern­seh­koch Jo­hann La­fer (63), Gei­ger

Da­vid Gar­rett (40). Pop­star Rob­bie Wil­li­ams (46) soll eben­falls zu­ge­schal­tet wer­den und sein Lied „Can’t Stop Christ­mas“sin­gen.

Auch Gott­schalk schont sich nicht. Schon vor Wo­chen kur­sier­te ein Foto, das ihn im Wes­tern-Look als Old Shat­ter­hand zeigt. „Un­ter­hal­tung hat ih­ren Stel­len­wert ge­ra­de in Zei­ten, in de­nen der Ge­gen­wind bläst. Da­her ver­ste­cke ich mich nicht. Son­dern ich ver­su­che, das zu ma­chen, was auch jetzt noch geht“, sagt er. „Wenn ein Mäd­chen nicht zu Win­ne­tou kom­men kann, dann brin­ge ich Win­ne­tou zum Mäd­chen.“

Das be­deu­tet: Die Show dürf­te deut­lich in­ti­mer und zugleich auch et­was dis­tan­zier­ter wer­den, als das, was man von Gott­schalk ge­wohnt war, als er noch für „Wet­ten, dass ..?“die gro­ßen Hal­len von Bö­blin­gen bis Of­fen­burg be­spiel­te. Apro­pos „Wet­ten, dass..?“: Da ist auch Gott­schalk et­was weg­ge­bro­chen. Die für 2020 ge­plan­te Son­der­aus­ga­be des Quo­ten­hits wur­de we­gen Co­ro­na ins nächs­te Jahr ver­scho­ben. Das Ers­te zeigt „2020 – Gott­schalk holt’s nach“am Mon­tag, 21. De­zem­ber, um 20.15 Uhr.

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FOTO: STE­FAN GREGOROWIU­S/DPA In Tho­mas Gott­schalks ak­tu­el­ler Show sol­len Ge­schich­ten von Men­schen er­zählt wer­den, de­nen die Co­ro­naPan­de­mie ei­nen di­cken Strich durch die Jah­res­pla­nung ge­macht hat.

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