Aalener Nachrichten

Auch beim Weih­nachts­schmuck gibt es Gren­zen

- Auch · German Tenant Organisation · Berlin · Essen-Werden

Nicht nur die Woh­nun­gen, auch Bal­ko­ne, Haus­fas­sa­den oder Trep­pen­häu­ser wer­den in der Vor­weih­nachts­zeit oft üp­pig ge­schmückt. Hier sind aber Gren­zen zu be­ach­ten, er­klärt der Deut­sche Mie­ter­bund (DMB). So kön­nen Mie­ter Ad­vents­krän­ze an ih­rer Woh­nungs­tür be­fes­ti­gen. Die Nach­barn müs­sen da­mit le­ben. Nicht hin­neh­men müs­sen Mit­mie­ter es aber, wenn das ge­sam­te Trep­pen­haus nach den Vor­stel­lun­gen ei­ner Miet­par­tei de­ko­riert wird, ent­schied das Amts­ge­richt Müns­ter.

Lich­ter­ket­ten und Weih­nachts­schmuck am Bal­kon sind hin­ge­gen er­laubt, wenn sie si­cher in­stal­liert sind. Die Haus­fas­sa­de darf da­bei aber nicht be­schä­digt wer­den. Es ist ver­brei­te­te Sit­te, in der Weih­nachts­zeit Fens­ter und Bal­ko­ne mit Be­leuch­tung zu schmü­cken, be­fand das Land­ge­richt Berlin.

Aber: Die vor­weih­nacht­li­che Il­lu­mi­na­ti­on darf die Nach­barn nicht über­mä­ßig stö­ren. Wer­den die Nach­bar­woh­nun­gen hier­durch die gan­ze Nacht über zwangs­be­leuch­tet, kön­nen Nach­barn ver­lan­gen, dass die Lich­ter ab 22 Uhr aus­ge­schal­tet wer­den.

Fängt ein Ad­vents­kranz Feu­er und ent­steht ein be­trächt­li­cher Scha­den in der Woh­nung, muss die Ge­bäu­de­ver­si­che­rung des Ver­mie­ters für den Scha­den auf­kom­men. Das gilt zu­min­dest dann, wenn den Mie­tern nur ein­fa­che Fahr­läs­sig­keit vor­zu­wer­fen ist. Die Ver­si­che­rung kann kei­nen Re­gress von den Mie­tern for­dern, sie kann auch nicht ver­lan­gen, die Mie­ter müss­ten ih­re Haft­pflicht­ver­si­che­rung ein­schal­ten, ent­schied der Bun­des­ge­richts­hof.

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FOTO: SOEREN STACHE/DPA Was für den ei­nen schön aus­sieht, ist für den an­de­ren är­ger­lich.

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