Aalener Nachrichten

Sen­der schei­tern in Karls­ru­he mit Eil­an­trag zum Rund­funk­bei­trag

- Karlsruhe · ARD (broadcaster) · ZDF · Federal Constitutional Court · Reiner Haseloff · Alternative for Germany · Parliament of Georgia · ARD · Tom Buhrow

KARLS­RU­HE (epd/dpa) - ARD, ZDF und Deutsch­land­ra­dio sind mit dem Ver­such ge­schei­tert, die Er­hö­hung des Rund­funk­bei­trags zum 1. Ja­nu­ar per Eil­an­trag durch­zu­set­zen. Die Sen­der hät­ten nicht dar­ge­legt, dass ih­nen schwe­re Nach­tei­le dro­hen, wenn sie die Ent­schei­dung in der Haupt­sa­che ab­war­ten müss­ten, teil­te das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt am Di­ens­tag in Karls­ru­he mit. Ei­ne in­halt­li­cheEnt schei­dung wur­de nicht ge­fällt. Der Rund­funk bei­trag bleibt da­mit vor­läu­fig bei 17,50 Eu­ro, vor­ge­se­hen war ei­ne Er­hö­hung um 86 Cent. Die öf­fent­lich recht­li­chen Rund­funk an­stal­ten hat­ten sich mit ih­rem Eil­an­trag ge­gen die Blo­cka­de der Bei­trags­er­hö­hung durch das Land Sach­sen-An­halt ge­wehrt. Nach ak­tu­el­ler Rechts­la­ge müs­sen me­di­en­recht­li­che Staats­ver­trä­ge von al­len Lan­des par­la­men­ten ra­ti­fi­ziert wer­den, um in Kraft tre­ten zu kön­nen. Sach­sen-An­halts Mi­nis­ter­prä­si­dent Rei­ner Ha­seloff (CDU) hat­te je­doch am 8. De­zem­ber die Vor­la­ge für den Land­tag zu­rück­ge­zo­gen, die die Ra­ti­fi­zie­rung des Me­di­en än­de­rungs­staatsv er­trags vor­sah. Die­ser re­gelt un­ter an­de­rem die Er­hö­hung des Rund­funk­bei­trags ab der kom­men­den Bei­trags­pe­ri­ode (2021 bis 2024). Durch den Rück­zug der Vor­la ge­ret­te­te Ha­seloffs ei­ne zer­strit­te­ne Re­gie­rungs ko­ali­ti­on mit SPD und Grü­nen und ver­hin­der­te ei­ne ge­mein­sa­me Ab­stim­mung von CDU und AfD im Par­la­ment. Die ARD hat nach der Ent­schei­dung von Di­ens­tag Aus­wir­kun­gen auf das Pro­gramm an­ge­kün­digt. Der ARD-Vor­sit­zen­de Tom Buhrow teil­te mit: „Wir müs­sen nun un­se­re Fi­nanz­pla­nun­gen an­pas­sen. Ein Aus­blei­ben­der Bei­trags an­pas­sung wird gra­vie­ren­de Maß­nah­men er­for­dern, die man im Pro­gramm se­hen und hö­ren wird.“

 ?? FO­TO: DPA ?? Der Rund­funk­bei­trag be­trägt wei­ter­hin 17,50 Eu­ro.
FO­TO: DPA Der Rund­funk­bei­trag be­trägt wei­ter­hin 17,50 Eu­ro.

Newspapers in German

Newspapers from Germany