Aalener Nachrichten

Die Wohn­qua­li­tät er­hö­hen

Die Com­merz­bank hat ei­ne Um­fra­ge ver­öf­fent­licht, wie sich die An­sprü­che wäh­rend der Co­ro­na-Kri­se ver­än­dert ha­ben

- Von Vik­tor Tu­rad Ecology · Real Estate · Business · Aalen · Nordlingen · Baden-Württemberg · Baden-Württemberg · Heidenheim

- „Durch die Co­ro­na-Kri­se und die zu Hau­se ver­brach­te Zeit ha­ben sich die An­sprü­che an die ei­ge­ne Wohn­si­tua­ti­on ver­än­dert“, sagt Mir­ja­na Bay. Sie ist Markt­be­reichs­lei­te­rin bei der Com­merz­bank und ver­ant­wort­lich für die Fi­lia­len des Kre­dit­in­sti­tuts in Aa­len, Hei­den­heim und Nörd­lin­gen. Sie ver­weist auf die Er­geb­nis­se ei­ner re­prä­sen­ta­ti­ven Um­fra­ge des Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tuts You­gov im Auf­trag der Com­merz­bank. Für die­se Stu­die wur­den in Ba­den-Würt­tem­berg 227 Per­so­nen be­fragt, bun­des­weit 3000 im Al­ter ab 18 Jah­ren.

Dem­nach ist in der Kri­se der Wunsch ge­wach­sen, die ei­ge­ne Wohn­si­tua­ti­on zu ver­än­dern. Je­der Drit­te (33 Pro­zent) wür­de ger­ne ein Haus oder ei­ne Woh­nung kau­fen und sie selbst nut­zen. In der Al­ters­grup­pe der 18- bis 54-Jäh­ri­gen wün­schen sich so­gar 37 Pro­zent ein ei­ge­nes Heim. Ei­ne wei­te­re Fol­ge von Co­ro­na: Städ­ter zieht es ver­stärkt aufs Land. 29 Pro­zent der Be­frag­ten ge­ben an, ins Grü­ne um­zie­hen zu wol­len. Je­der Vier­te wünscht sich ei­ne grö­ße­re Miet­woh­nung mit Bal­kon oder Gar­ten.

Der Stu­die nach ist für knapp die Hälf­te (45 Pro­zent) ei­ne hö­he­re Wohn­qua­li­tät der aus­schlag­ge­ben­de Aspekt für den Er­werb ei­ner Im­mo­bi­lie. Knapp je­der Drit­te (30 Pro­zent) möch­te mehr Platz und sich ver­grö­ßern. Be­vor­zugt wird von mehr als je­dem Zwei­ten (54 Pro­zent) ein frei­ste­hen­des Ein­fa­mi­li­en­haus, je­der Drit­te wünscht sich ei­ne Ei­gen­tums­woh­nung. 41 Pro­zent se­hen im Er­werb ei­ner Im­mo­bi­lie aber auch ei­ne si­che­re Al­ters­vor­sor­ge oder Ver­mö­gens­an­la­ge.

„Der Er­werb von Im­mo­bi­li­en­ei­gen­tum bleibt mit Blick auf das an­hal­tend nied­ri­ge Zins­ni­veau ein at­trak­ti­ver Baustein in der Vor­sor­geo­der An­la­ge­pla­nung“, un­ter­streicht Mir­ja­na Bay. Da die Im­mo­bi­li­en­nach­fra­ge das An­ge­bot nach wie vor über­stei­ge, wer­de man zwar wei­ter mit stei­gen­den Kauf­prei­sen in der Re­gi­on rech­nen müs­sen. Dem stün­den aber die wei­ter­hin sehr nied­ri­gen Fi­nan­zie­rungs­zin­sen ge­gen­über.

„Das Kli­ma- und Um­welt­be­wusst­sein im Im­mo­bi­li­en­be­reich steigt, zu­mal ge­ra­de hier ein gro­ßer He­bel zur CO2-Re­du­zie­rung liegt. Da­her för­dern wir kli­ma­schüt­zen­de und nach­hal­ti­ge In­ves­ti­tio­nen auch mit un­se­rer grü­nen Bau­fi­nan­zie­rung, die ei­nen Zins­ra­batt für Ener­gie-Ef­fi­zi­enz ein­räumt“, sagt die Ban­ke­rin wei­ter. Die Stu­die stützt die­se Aus­sa­ge, denn den Be­frag­ten sind beim Er­werb von Immobilien nach­hal­ti­ge Aspek­te wich­tig. So ge­ben 72 Pro­zent an, dass sie auf die Ener­gie-Ef­fi­zi­enz ei­nes Hau­ses ach­ten. Wei­te­re 58 Pro­zent be­to­nen, dass sie öko­lo­gi­sche Bau­maß­nah­men be­vor­zu­gen. Rund ein Drit­tel (39 Pro­zent) will zu­gleich Smart-Ho­me-Maß­nah­men um­set­zen.

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FO­TO: ANDREA WARNECKE/DPA Je­der Drit­te wür­de ger­ne ein Haus oder ei­ne Woh­nung kau­fen und selbst nut­zen.

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