Ju­gend­stil­haus in neu­em Glanz

Abendzeitung München - - MÜNCHEN -

Schau­en, sich in­for­mie­ren und Ter­mi­ne ver­ein­ba­ren – das al­les konn­ten die Be­su­cher auf der MIM.

Aus­zeich­nung mit dem Münch­ner Fas­sa­den­preis

Ein von der Roh­rer Haus­ver­wal­tung Mün­chen be­treu­tes Ju­gend­stil­ge­bäu­de hat den Fas­sa­den­preis der Stadt Mün­chen er­hal­ten. Ins­ge­samt wa­ren beim 45. Fas­sa­den­wett­be­werb 72 Be­wer­bun­gen für 97 An­we­sen ein­ge­gan­gen.

Ei­ne eh­ren­amt­li­che Gut­ach­ter­kom­mis­si­on prüf­te die Zu­schrif­ten nach den Kri­te­ri­en Ori­gi­na­li­tät, Reich­tum und Er­hal­tungs­auf­wand der Fas­sa­de, farb­li­che Gestal­tung, stadt­ge­stal­te­ri­sche Be­deu­tung so­wie künst­le­ri­sche und hand­werk­li­che Qua­li­tät der Aus­füh­rung. Ge­wür­digt wur­den mus­ter­gül­ti­ge Re­no­vie­run­gen von Stuck­fas­sa­den der Grün­der­zeit und des Ju­gend­stils so­wie vor­bild­li­che Fas­sa­den­ma­le­rei­en. Seit Wett­be­werbs­grün­dung im Jahr 1969 wur­den ins­ge­samt 885 his­to­ri­sche Münch­ner An­we­sen mit dem Fas­sa­den­preis aus­ge­zeich­net.

Das Wohn­haus in der Al­ram­stra­ße 31 wur­de 1906/07 er­baut, und ist das ein­zi­ge noch ori­gi­nal er­hal­te­ne Ju­gend­stil­ge­bäu­de mit flo­ra­len Stuck­mo­ti­ven in Mün­chen-Un­ter­send­ling. Die auf­wen­dig ge­stal­te­te Fas­sa­de zeig­te vor der Sa­nie­rung ein er­heb­li­ches Scha­dens­bild an den Stuck­or­na­men­ten und den waag- so­wie senk- recht ge­zo­ge­nen Kalk­put­zen der Fas­sa­den­rück­la­gen. Et­wa 80 Pro­zent der Or­na­ment­tei­le la­gen hohl und droh­ten ab­zu­stür­zen.

Fe­lix Nuss, Ge­schäfts­füh­rer der Roh­rer Haus­ver­wal­tung: „Un­se­re Auf­ga­be bei der Fas­sa­den­in­stand­set­zung be­stand im Be­reich Pla­nung, Aus­schrei­bung, Ver­ga­be und Über­wa­chung der Bau­leis­tun­gen, den be­son­de­ren An­for­de­run­gen an ei­ne Ori­gi­nal­fas­sa­de ent­spre­chend. Wir freu­en uns sehr, dass das Ob­jekt den Fas­sa­den­preis er­hal­ten hat. Die Wie­der­her­stel­lung der Stru­ck­ele­men­te und des Rück­la­gen­put­zes in Kamm­zug­tech­nik so­wie die Rück­ver­an­ke­rung von stuckier­ten Guss­plat­ten er­for­der­te höchs­tes hand­werk­li­ches Kön­nen der aus­füh­ren­den Fir­ma Au­gust Böhm.“Die his­to­ri­schen Kas­ten­fens­ter und das Haus­tor wur­den au­ßer­dem in­stand ge­setzt. Ur­sprüng­lich ver­füg­te das Wohn­haus über ei­nen Kal­kan­strich. Des­we­gen wur­de beim Neu­an­strich auf ei­nen in La­s­ur­tech­nik aus­ge­führ­ten Fas­sa­den­an­strich und so­mit auf die Be­to­nung der ur­sprüng­li­chen Ma­te­ri­al­sich­tig­keit Wert ge­legt.

„Wich­tig ist, dass kei­ner der Mie­ter auf­grund die­ser Maß­nah­me ei­ne Miet­erhö­hung er­hal­ten hat. Die Fas­sa­den­in­stand­set­zung wur­de über Rück­la­gen und den lau­fen­den Er­trag fi­nan­ziert“, so Nuss ab­schlie­ßend.

In den Zu­stand des Ori­gi­nals ver­set­zen

-gue-

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen: www.roh­rer-im­mo­bi­li­en.de

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