„Der FC Bay­ern – mein klei­nes Trau­ma“

Abendzeitung München - - SPORT -

BVB-Fan und Tän­ze­rin Fer­nan­da Bran­dão spricht in der AZ über ih­re Lie­be zum Fuß­ball

AZ: Frau Bran­dão, an die­sem Sams­tag trifft der FC Bay­ern auf Ih­ren Lieb­lings­klub Bo­rus­sia Dort­mund und könn­te be­reits Deut­scher Meis­ter wer­den. Trau­en Sie dem BVB ei­nen Über­ra­schungs­sieg zu? FER­NAN­DA BRAN­DÃO: Ich hof­fe es so sehr, ich wür­de es dem BVB von Her­zen wün­schen! Lei­der ha­be ich im­mer nur Nie­der­la­gen ge­gen Bay­ern im Sta­di­on ge­se­hen – mein klei­nes Trau­ma. Sie ha­ben nach Ih­rer Kind­heit in Bra­si­li­en in Ham­burg ge­lebt. War­um sind Sie nicht Fan

des HSV ge­wor­den, son­dern des BVB? Bei­de Ver­ei­ne sind sehr stark mit ih­ren Fans ver­bun­den, das fin­de ich toll. Durch mei­nen per­sön­li­chen Be­zug ha­be ich ei­ne stär­ke­re Sym­pa­thie zum BVB und kann mich bes­ser mit dem Ver­ein iden­ti­fi­zie­ren. Wie hat das an­ge­fan­gen mit Ih­nen und Dort­mund? Über un­se­ren ge­mein­sa­men Spon­sor Pu­ma ha­be ich die Spie­ler und den Ver­ein ken­nen und lie­ben ge­lernt. Und wann wa­ren Sie zu­letzt im Dort­mun­der Sta­di­on? Es ist lei­der lan­ge her, dass ich dort war, da ich mo­men­tan viel un­ter­wegs bin und kaum Zeit da­für fin­de. Die­ses Jahr wer­de ich mir de­fi­ni­tiv ein Spiel im Sta­di­on an­schau­en, das ha­be ich mir fest vor­ge­nom­men! Gibt es ei­gent­lich auch Bay­ernSpie­ler, die Ih­nen ge­fal­len? Mats Hum­mels oder Ja­vi Mar­tí­nez sind se­xy. Sie sind ja nicht nur als Mu­si­ke­rin und Mo­de­ra­to­rin, son­dern auch als Tän­ze­rin be­kannt. Wel­chem Bay­ern-Spie­ler trau­en Sie auf der Tanz­flä­che denn am meis­ten zu? Ich könn­te mir vor­stel­len, dass Jé­rô­me Boateng mit Si­cher­heit mehr Rhyth­mus im Blut hat als Tho­mas Mül­ler (lacht). Sie sind in Be­lo Ho­ri­zon­te ge­bo­ren, an dem Ort, an dem Deutsch­land Bra­si­li­en bei der WM 2014 mit 7:1 be­sieg­te. Wel­che Er­in­ne­run­gen ha­ben Sie noch an die­ses Spiel? Es war ein gro­ßer Schock, un­se­re Se­leção in die­ser La­ge zu se­hen. Viel­leicht war die Er­war­tungs­hal­tung zu hoch, vie­le Emo­tio­nen wa­ren im Spiel und we­nig Struk­tur. Die deut­sche Mann­schaft hat ei­ne gu­te WM ge­spielt und sie sind sehr höf­lich mit dem Spiel­stand um­ge­gan­gen. We­nigs­tens ha­ben sie Ar­gen­ti­ni­en im Fi­na­le ge­schla­gen, ei­ne Ge­nug­tu­ung für die Bra­si­lia­ner. Wird es bei der WM 2018 in Russ­land er­folg­rei­cher für Bra­si­li­en? Gu­te Fra­ge. Ich hof­fe, sie spie­len we­nigs­tens ei­ne wür­di­ge WM. Ist Ney­mar Ihr bra­si­lia­ni­scher Fuß­ball­held? Ney­mar, aber auch äl­te­re, tol­le Spie­ler wie Dun­ga, Ca­fu, Ro­ma­rio, Be­be­to. 1994 – das war ei­ne der stärks­ten Mann­schaf­ten. Wo­her kommt Ih­re Fuß­ball­be­geis­te­rung ei­gent­lich? Als Bra­si­lia­ner lebt man den Fuß­ball von klein auf. Er ist ein gro­ßer Teil un­se­rer Kul­tur und Frei­zeit. Mein On­kel und Cou­sin sind ver­rückt nach Fuß­ball. Ha­ben Sie als Kind auch mal selbst ge­spielt? Nein. Ich ha­be lie­ber ge­tanzt. In­ter­view: M. Koch

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