„Den Halb­ma­ra­thon ha­ben wir schon hin­ter uns“

Abendzeitung München - - SPORT -

Ha­chings Trai­ner über das Top­spiel ge­gen Mag­de­burg und sein Lu­xus­pro­blem

AZ: Fro­he Os­tern, Herr Schromm! Was liegt bei Ih­nen am Sonn­tag im Os­ter­nest? CLAUS SCHROMM: Ein Fuß­ball­fest mit sehr, sehr vie­len Mag­de­bur­ger und Ha­chin­ger Fans. Sie ha­ben die drei Punk­te ver­ges­sen! Die wol­len wir im­mer. Und dass es ge­gen Mag­de­burg ge­lin­gen kann, ha­ben wir ge­zeigt. Wir sind heiß und hof­fen, dass am Os­ter­sonn­tag die be­rühm­ten drei Eier bei uns im Nest lie­gen wer­den. Sie spra­chen ge­ra­de das Hin­spiel in Mag­de­burg an – Ha­ching ge­wann mit 3:0. Im Hin­spiel ha­ben wir ih­nen ein Bein ge­stellt. Das war ei­ne ein­ma­li­ge Er­fah­rung: für die Spie­ler, für das Trai­ner­team. 15 Mi­nu­ten nach dem Spiel hat die gan­ze Mag­de­bur­ger Wand noch im­mer ih­re Mann­schaft ge­fei­ert, als hät­ten sie 3:0 ge­won­nen. Mag­de­burg ist ak­tu­ell Ta­bel­len­drit­ter, hat drei Punk­te we­ni­ger als der Pri­mus Pa­der­born – al­ler­dings auch ein Spiel we­ni­ger ab­sol­viert. Wor­auf stel­len Sie Ih­re Mann­schaft ein? Mag­de­burg ist ein sehr ag­gres­si­ver, sehr zwei­kampf­star­ker Geg­ner. Sie ha­ben uns im Hin­spiel to­tal hoch an­ge­presst. Da ha­ben wir uns sehr gut her­aus­lö­sen kön­nen, ha­ben da­nach ge­fähr­li­che Kon­ter ge­fah­ren. Und dar­auf wird es auch am Sonn­tag an­kom­men. In Ball­be­sitz müs­sen wir Ru­he und Cool­ness aus­strah­len. Sie setz­ten die­se Sai­son mit ei­nem Halb­ma­ra­thon gleich.

Das wä­re der Klas­sen­er­halt. Ei­nen Ma­ra­thon kön­ne die Mann­schaft nach dem Auf­stieg noch nicht lau­fen, sag­ten Sie. Um im Bild zu blei­ben: Wie vie­le Ki­lo­me­ter hat Ihr Team bis jetzt ab­sol­viert und wie vie­le Ki­lo­me­ter wer­den es am En­de der Sai­son sein? Wir ha­ben un­se­ren Halb­ma­ra­thon schon hin­ter uns ge­bracht – spä­tes­tens durch die Nie­der­la­ge am Di­ens­tag von Chem­nitz (1:4 ge­gen We­hen Wiesbaden; Anm. Red.). Den Ma­ra­thon wer­den wir aber nicht mehr pa­cken. Jetzt geht es dar­um, noch so weit zu lau­fen, wie wir eben kön­nen. Bei al­ler Zuf­rie­den­heit. Für Ihr Team geht es in die­ser Sai­son um nichts mehr. Wie viel Luft ist schon raus? Un­ser Ziel war der Klas­sen­er­halt. Für uns ist das al­so eher ein Lu­xus­pro­blem. Wenn man die Jungs im Trai­ning be­ob­ach­tet, dann sieht und spürt man, dass sie sich stets ent­wi­ckeln wol­len. Um Chan­cen auf den Auf­stieg in Li­ga zwei zu ha­ben, müss­ten die De­fen­siv­schwä­chen be­ho­ben wer­den. Ihr Team hat be­reits 45 Ge­gen­to­re kas­siert, die siebt­meis­ten der Li­ga. Das ist ei­ne der gro­ßen Leh­ren, die wir aus die­ser Sai­son mit­neh­men. Die De­fen­siv­ar­beit ist bei uns seit län­ge­rer Zeit der Schwer­punkt im Trai­ning. Und

dar­auf wer­den wir den Fo­kus auch in der kom­men­den Sai­son rich­ten. Die Jungs sind äu­ßerst lern­wil­lig. Trotz der gro­ßen Am­bi­tio­nen schau­en Sie auch nach hin­ten in die Re­gio­nal­li­ga – auf den TSV 1860. Wie in­ten­siv ver­fol­gen Sie die Sai­son der Lö­wen? Ich drü­cke ih­nen schwer die Dau­men und glau­be fest an den Auf­stieg. Ich freue mich schon jetzt auf zwei über­ra­gen­de Der­bys. In­ter­view: Mo­ritz Schei­del

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