Trau­er um Engelbert Sieb­ler

Abendzeitung München - - MÜNCHEN -

Wenn Münch­ner Ka­tho­li­ken von ihm spra­chen, nann­ten sie ihn stets „der Sieb­ler“, was kei­nes­wegs de­spek­tier­lich ge­meint war.

Im Ge­gen­teil: Weih­bi­schof Engelbert Sieb­ler war hoch ge­ach­tet und ver­ehrt – we­gen sei­ner di­rek­ten Art, auf Au­gen­hö­he und oh­ne bi­got­tes Ge­ha­be auf al­le Men­schen zu­zu­ge­hen. Jetzt ist der ge­bür­ti­ge Münch­ner und Sohn ei­nes Bau­ern aus Jarzt (Kreis Frei­sing) Don­ners– tag­nacht im Al­ter von 81 Jah­ren ge­stor­ben.

Von 1986 bis 2012 war er Bi­schofs­vi­kar für die Seel­sorgs­re­gi­on Mün­chen. Und von da­her stets nah dran an den Pfar­rei­en – und an den Münch­nern. Re­kord­ver­däch­tig: Ge­nau 68 192 Ju­gend­li­chen und Er­wach­se­nen hat er in 1472 Got­tes­diens­ten das Sa­kra­ment der Fir­mung ge­spen­det und ih­nen mit Chri­sam ein Kreuz­zei­chen auf die Stirn ge­zeich­net.

Un­ver­ges­sen auch, wie er Jahr für Jahr Hei­lig­abend mit Ob­dach­lo­sen im Hof­bräu­haus ge­fei­ert oder die Kar­frei­tags­pro­zes­si­on als „Kreuz­weg der Völ­ker“wie­der­be­lebt hat.

Der Münch­ner Erz­bi­schof, Kar­di­nal Rein­hard Marx wür­digt den Volks­bi­schof als „un­er­müd­li­chen Seel­sor­ger“und „treu­en Ar­bei­ter im Wein­berg des Herrn“. Wann das Re­qui­em statt­fin­det, steht noch nicht fest. tse Mes­se-Stadt: Engelbert Sieb­ler weiht die evan­ge­lisch-ka­tho­li­sche Kir­che St. Flo­ri­an. Ein Bi­schof des Vol­kes: Weih­bi­schof Engelbert Sieb­ler an Hei­lig­abend 2010 auf der Weih­nachts­fei­er für Ob­dach­lo­se und Be­dürf­ti­ge im Hof­bräu­haus.

Der lang­jäh­ri­ge Münch­ner Weih­bi­schof ist im Al­ter von 81 Jah­ren ver­stor­ben

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