Trans­port­er­kna­cker kün­digt Ge­ständ­nis an

Abendzeitung München - - MÜNCHEN -

Gibt der An­ge­klag­te (27) auch preis, wo die Mil­lio­nen­beu­te aus dem Geld­trans­por­ter steckt?

Bö­se Über­ra­schung: Als die zwei Geld­bo­ten am Mor­gen des 24. Au­gust 2017 zu­rück zu ih­rem Trans­por­ter woll­ten, war das vor ei­ner Spar­kas­se in der Blu­men­au ab­ge­stell­te Fahr­zeug nicht mehr da. Der Fah­rer hat­te sich mit­samt der Geld­kas­set­ten da­von ge­macht – und so ge­mein­sam mit ei­nem Kom­pli­zen über 1,1 Mil­lio­nen Eu­ro er­beu­tet (AZ be­rich­te­te). En­de Sep­tem­ber soll­te der Pro­zess ge­gen den 27-jäh­ri­gen Ri­jad K.

Es gibt al­ler­dings zwei wich­ti­ge Be­din­gun­gen. Ri­jad K. muss preis­ge­ben, wer sein Kom­pli­ze ist. Ein Ver­däch­ti­ger sitzt zwar in Haft, schweigt aber kon­se­quent.

Und die zwei­te Be­din­gung: Ri­jad K. muss sa­gen, wo die 1,146 Mil­lio­nen Eu­ro ste­cken. Ist das Geld bis Pro­zess­ende nicht wie­der da, sei das Ge­richt nicht an die Ab­spra­che ge­bun­den, er­klärt die Rich­te­rin.

Ihr Man­dant sei zu auf­ge­regt, um das Ge­ständ­nis gleich ab­zu­ge­ben, sa­gen die Ver­tei­di­ger des 27-Jäh­ri­gen am Frei­tag. Das soll aber als ers­tes am Mon­tag nach­ge­holt wer­den.

Re­den tun aber die bei­den dü­pier­ten Kol­le­gen des An­ge­klag­ten. Sie wa­ren nach der Tat von der Si­cher­heits­fir­ma ge­feu­ert wor­den. „Da­bei wa­ren wir nicht schuld“, be­merkt ei­ner von ih­nen im Zeu­gen­stand. In sei­ner Stim­me schwingt Bit­ter­keit mit. John Schnei­der

Fo­to: jot

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