„Die Lo­ka­len sind das Ge­sicht der Stadt“

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Preis­über­ga­be im Por­sche­zen­trum (von links): Diet­mar Tu­ro­cha (Prä­si­dent Mar­ke­ting Club München), Dr. Bernd Hoch­ber­ger (Vor­stands­mit­glied Stadt­spar­kas­se), Frank Troch (Ge­schäfts­füh­rer Hir­mer), Jo­han­nes Sp­an­nagl (Vi­ze­prä­si­dent Mar­ke­ting Club).

Der Mar­ke­ting Club München zeich­net das Tra­di­ti­ons­haus Hir­mer für sei­ne Ak­ti­on „Kauf lo­kal“aus – ein State­ment für den Ein­zel­han­del

Hir­mer trägt mit ,Kauf lo­kal’ da­zu bei, das char­man­te Ge­sicht Mün­chens, für das die Stadt welt­be­kannt ist, zu stär­ken“, sagt Diet­mar Tu­ro­cha. In sei­ner Funk­ti­on als Prä­si­dent des Mar­ke­ting Club Mün­chens hat er am Don­ners­tag­abend den Münch­ner Mar­ke­ting­preis 2018 an Hir­mer-Ge­schäfts­füh­rer Frank Troch über­ge­ben.

Mit der Mar­ke­ting-Ko­ope­ra­ti­on „Kauf lo­kal“mit jähr­lich bis zu 50 Münch­ner Start-ups aus Mo­de, Li­fe­style, Hand­werk und Ge­nuss set­ze sich das Mo­de­haus Hir­mer für die Er­hal­tung des ein­zig­ar­ti­gen Stadt­bil­des und ge­gen die Uni­for­mi­tät der Münch­ner In­nen­stadt ein. „,Kauf lo­kal’ macht nicht nur Hir­mer in­ter­es­san­ter, son­dern un­ter­stützt klei­ne Münch­ner Un­ter­neh­men. Denn wir al­le fin­den ja ein Stadt­bild in­ter­es­san­ter, das nicht nur durch in­ter­na­tio­na­le Fi­lia­lis­ten ge­prägt ist, son­dern durch die At­trak­ti­vi­tät ein­zig­ar­ti­ger An­ge­bo­te, die nur Mün- Mit über 50 Start-ups ar­bei­tet Hir­mer bei „Kauf lo­kal“zu­sam­men. chen bie­tet“, so Tu­ro­cha. Im März 2019 star­tet be­reits die vier­te Aus­ga­be von „Kauf lo­kal“bei Hir­mer. Vier Wo­chen lang kön­nen Be­su­cher im Stamm­haus in der Kau­fin­ger­stra­ße auf lo­ka­le Ent­de­ckungs­rei­se durch hoch­wer­ti­ge Pro­duk­te „ma­de in München“ge­hen.

Gin, Tracht, Bier, Brot, Bril­len, T-Shirts und vie­le wei­te­re ein­zig­ar­ti­ge Ar­ti­kel stel­len lo­ka­le Mar­ken mit in­no­va­ti­ven Kon­zep­ten auf al­len sechs Stock­wer­ken aus. Aus-, anund über­haupt pro­bie­ren ist wäh­rend der vier Wo­chen aus­drück­lich er­wünscht.

„Als alt­ein­ge­ses­se­nes Münch­ner Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men wol­len wir uns da­für ein­set­zen, die Münch­ne­rin­nen und Münch­ner auf die Viel­falt an ein­zig­ar­ti­gen lo­ka­len Mar­ken auf­merk­sam zu ma­chen“, so Hir­mer-Ge­schäfts­füh­rer Frank Troch.

„Kauf lo­kal“-Initiator Da­vid Tho­mas er­klärt, wie Hir­mer sich für den lo­ka­len Ein­zel­han­del stark­ma­chen will

Pro­mi­nen­te Ver­kaufs­flä­che: „Kauf lo­kal“fin­det im Hir­mer-Stamm­haus statt.

Be­reits zum vier­ten Mal bie­tet das Tra­di­ti­ons­haus Hir­mer rund 50 Münch­ner Nach­wuchs­un­ter­neh­men mit „Kauf lo­kal“ei­ne re­nom­mier­te Aus­stel­lungs­platt­form. Ei­ne Idee, die Münch­ner Start-ups zu­sam­men­schwei­ßen soll. Hir­mer-Ab­tei­lungs­lei­ter Da­vid Tho­mas, der Kopf hin­ter der Ak­ti­on, er­klärt im AZ-In­ter­view, war­um es wich­tig ist, ge­gen die Ver­ein­heit­li­chung der In­nen­städ­te zu kämp­fen. AZ: Zu­nächst ein­mal herz­li­chen Glück­wunsch zum Ge­winn des Mar­ke­ting­prei­ses 2018. Als Sie vor ein paar Jah­ren mit der Idee “Kauf lo­kal“ums Eck ka­men, ha­ben Sie da auch da­mit ge­rech­net, dass das Kon­zept ein Mar­ke­tin­gCoup für Hir­mer wird? Die Ur­sprungs­idee zu „Kauf lo­kal“war es, den Münch­nern mal zu zei­gen, wel­che Un­ter­neh­men über­haupt lo­kal sind. Dass das Kon­zept für das Image von Hir­mer nun auch so po­si­tiv wahr­ge­nom­men wird, das freut mich na­tür­lich um­so mehr. Wel­che Ab­sich­ten ste­cken noch hin­ter der Ak­ti­on „Kauf lo­kal“? Wir wol­len da­mit auch der krea­ti­ven Sze­ne der Stadt ei­ne Flä­che bie­ten, wo sie sich zei­gen kann. Die Start-ups sol­len au­ßer­dem die Mög­lich­keit ha­ben, sich un­ter­ein­an­der zu ver­net­zen. Gleich­zei­tig will Hir­mer aber auch auf die Ver­ein­heit­li­chung der In­nen­städ­te auf­merk­sam ma­chen. Denn ver­ti­ka­le Un­ter­neh­men und in­ter­na­tio­na­li­sier­te Mar­ken Da­vid Tho­mas ist Ab­tei­lungs­lei­ter von Hir­mer De­sign und der krea­ti­ve Kopf hin­ter der Ak­ti­on „Kauf lo­kal“. wie H&M und App­le ver­drän­gen zu­neh­mend die lo­ka­len Ge­schäf­te, die das Ge­sicht ei­ner Stadt aus­ma­chen. Was macht für Sie das char­man­te Ge­sicht Mün­chens aus? München ist ein gro­ßes Dorf! Auch bei 1,3 Mil­lio­nen Ein­woh­nern hat die Stadt ei­nen an­ge­neh­men, sym­pa­thi­schen Cha­rak­ter. Man hat im­mer noch das Ge­fühl, dass sich die Leu­te hier ken­nen – und dass sie auch ih­ren Bä­cker um die Ecke per­sön­lich ken­nen. Die Mi­schung aus ei­ner­seits schon in die Mo­der­ne den­ken, aber sich an­de­rer­seits auch auf tra­di­tio­nel­le Wer­te be­sin­nen, das ist das char­man­te Ge­sicht Mün­chens – und da ge­hö­ren jun­ge lo­ka­le Un­ter­neh­men da­zu. Was ver­schan­delt ei­ne In­nen­stadt? Die glei­che So­ße. Egal ob Lon­don, Pa­ris oder Mai­land, je­de In­nen­stadt bie­tet die glei­chen Pro­duk­te. Es pas­siert kaum noch et­was Über­ra­schen­des. Über­all fin­det man die glei­chen Mar­ken und es gibt kaum Ab­wechs­lung. Da­durch ver­lie­ren In­nen­städ­te an Cha­rak­ter. Die „Kauf lo­kal“-Part­ner sind jun­ge Münch­ner Start-ups, die mit ih­ren Pro­duk­ten wie zum Bei­spiel Brot, Craft-Beer oder ei­ner Fuß­ball-App so gar nicht ins Hir­mer-Sor­ti­ment pas­sen. Hir­mer ist ein Tra­di­ti­ons­haus und mit der Stadt München schon im­mer eng ver­bun­den. Des­halb ging es uns von An­fang an dar­um, ei­nen Qu­er­schnitt durch die lo­ka­len Un­ter­neh­men zu zei­gen. Ich war selbst er­staunt, was München un­ter­neh­me­risch al­les zu bie­ten hat – egal in wel­cher Bran­che. Wie wäh­len Sie die Part­ner aus? Es gibt kei­nen Auf­nah­me­pro­zess nach ei­nem Kri­te­ri­en­ka­ta­log oder Ähn­li­ches. Hir­mer sieht sich eher als Ku­ra­tor, der ein sinn­vol­les Ab­bild jun­ger Un­ter­neh­mer aus al­len Bran­chen zu­sam­men­brin­gen möch­te. Ent­we­der schi­cken uns In­ter­es­sen­ten ih­re Be­wer­bung oder manch­mal ge­hen wir auch di­rekt auf span­nen­de Un­ter­neh­men zu und la­den sie ein, da­bei zu sein. Müs­sen Ih­re Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner so et­was wie ei­ne Stand­ge­bühr zah­len? Nein, auf kei­nen Fall. Ha­ben Sie das Port­fo­lio für 2019 schon fer­tig­ge­stellt? Das steht schon fest. Ich möch­te noch nicht zu viel ver­ra­ten, aber im Ver­gleich zum Vor­jahr wird sich „Kauf lo­kal“deut­lich ver­grö­ßern. Dar­auf kön­nen sich die Münch­ne­rin­nen und Münch­ner schon mal freu­en.

In­ter­view: Micha­el Bur­ner

Fo­to: Micha­el Kuhlmann

Fo­to: Kuhlmann

300 Gäs­te fei­ern den dies­jäh­ri­gen Preis­trä­ger für sein in­no­va­ti­ves Mar­ke­ting­kon­zept.

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