Er­mor­de­ter Fritz von Weiz­sä­cker bei­ge­setzt

Abendzeitung München - - Vorderseit­e -

Un­ter gro­ßer An­teil­nah­me ist der ge­tö­te­te Arzt Fritz von Weiz­sä­cker, Sohn des frü­he­ren Bun­des­prä­si­den­ten Richard von Weiz­sä­cker, auf dem Ber­li­ner Wald­fried­hof bei­ge­setzt wor­den. Zahl­rei­che Trau­er­gäs­te be­glei­te­ten den mit bun­ten Blu­men ge­schmück­ten Holz­sarg, als die­ser ges­tern zum Gr­ab ge­bracht wur­de. Va­ter und Sohn ha­ben dort nun ge­mein­sam ih­re letz­te Ru­he­stät­te.

Die Mut­ter des Ge­tö­te­ten, Ma­ri­an­ne von Weiz­sä­cker (87), stand ge­fasst am Gr­ab ih­res jüngs­ten Soh­nes. Sein Bru­der Andre­as starb im Jahr 2008. Der frü­he­re Bun­des­prä­si­dent starb 2015.

Der Chef­arzt der Ber­li­ner Schloss­park-Kli­nik war am Abend des 19. No­vem­ber bei ei­nem Vor­trag er­sto­chen wor­den (AZ be­rich­te­te). Ein Zu­hö­rer war mit ei­nem Mes­ser auf den 59-Jäh­ri­gen los­ge­gan­gen. Für den re­nom­mier­ten Me­di­zi­ner kam je­de Hil­fe zu spät.

Laut Staats­an­walt­schaft soll der An­grei­fer psy­chisch krank sein und „wahn­be­dingt“ei­ne Ab­nei­gung ge­gen die Fa­mi­lie ha­ben. Der 57-Jäh­ri­ge wur­de in die Psych­ia­trie ein­ge­wie­sen. Ge­gen ihn wird we­gen Mor­des und ver­such­ten Mor­des er­mit­telt. Auch ein Po­li­zist, der pri­vat bei dem Vor­trag war, wur­de schwer ver­letzt, als er ver­such­te, den Mes­ser­an­grei­fer zu stop­pen.

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