Abendzeitung München

Grün vom Topf bis zu den Sneakers – der neue Käfer

Heute eröffnet einen Steinwurf vom Stammhaus entfernt das erste vegetarisc­h-vegane Käfer-Restaurant Green Beetle

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In Sachen Nachhaltig­keit ist der grüne Käfer von Anfang bis Ende durchdacht. Heute eröffnet das erste Käfer-Lokal mit ausschließ­lich vegetarisc­her und veganer Küche. Aber auch abseits der Kochtöpfe setzt das „Green Beetle“sein neues klimaschon­endes Konzept konsequent um.

Und Michael Käfer ist mit dem Ergebnis zufrieden. „Man kann noch einiges weiterentw­ickeln oder verbessern, aber wir haben wirklich viel getan“, sagt der Unternehme­r gestern bei der Vor-Eröffnungs­feier.

Seine Frau Clarissa Käfer hat die Nachhaltig­keits-Initiative „Käfer goes green“ins Leben gerufen, denn in Zukunft möchte das Familienun­ternehmen

Käfer sogar komplett klimaneutr­al werden.

Mit dem Green Beetle ist nun ein Anfang gemacht. Für das Lokal haben die Käfers ein komplett neues Team ausgesucht. Restaurant­leiter ist Andreas Weber, Chefkoch ist Felix Adebahr. Sein Mentor Bobby Bräuer steht ihm beratend zur Seite.

Design und Einrichtun­g stammen vom Architekte­nund Interiorde­signerduo Mang

Mauritz. Alle Materialie­n von den Lampen bis zu den Sitzkissen, von der Wandfarbe bis zu den Fliesen sind aus recycelten oder natürliche­n Materialie­n. Die Elektrik ist energiespa­rend.

Insgesamt 20 Mitarbeite­r arbeiten im Green Beetle. „Und jeder davon trägt zwei Quadratmet­er Meeresmüll am Leib“, erzählt Andreas Weber. Denn ihre Kochjacken, Hemden und Hosen bestehen zum Teil aus recyceltem Plastik. Sogar

die Schuhe sind aus veganem Ersatz-Leder aus Traubentre­ster – den festen Resten aus der Weinherste­llung.

„In der Küche machen wir alles so, wie alle anderen auch. Wir lassen nur Fisch und Fleisch weg“, erklärt Käfer die Speisekart­e. Soll heißen, der Gast soll hier genießen und nichts vermissen. Die Zutaten bezieht Chefkoch Felix Adebahr so regional wie möglich, schaut aber auch in andere Ecken Europas. Von der bretonisch­en Artischock­e mit Resina-Bohnen, Cashewnuss und Brunnenkre­sse (20,50 Euro) bis zum Mangold mit Polenta, bayerische­n Shiitake-Pilzen, Eigelb und Wasabi-Rucola (20,50 Euro), die Küche legt sich ins Zeug und lässt tatsächlic­h keinerlei Fleisch oder Fisch vermissen. Ruth Frömmer

Schumannst­raße 9

☎ 0176-1416 8023

Mo-Sa: 17.30 bis 1 Uhr ab 2. Oktober:

Sa-So: Brunch von 10 bis 16 Uhr

 ??  ?? An der Bar gibt’s Spirituose­n aus der Region und biozertifi­zierte Weine.
Fotos: Sigi Müller
An der Bar gibt’s Spirituose­n aus der Region und biozertifi­zierte Weine. Fotos: Sigi Müller
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So schön bunt ist vegetarisc­hes Essen, hier ein salziger Germknödel.

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