Abendzeitung München

Europas Nummer 1

Der FC Bayern ist unter Trainer Julian Nagelsmann das formstärks­te Team in den europäisch­en Topligen. Andere Giganten wie Juventus oder der FC Barcelona schwächeln. Und Paris hat den ersten Messi-Zoff

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Die wankenden Giganten. Während der FC Bayern unter seinem neuen Trainer Julian Nagelsmann scheinbar mühelos durch die Bundesliga und Champions League marschiert, haben andere europäisch­e Großmächte zum Saisonstar­t erhebliche Probleme. Besonders schlimm erwischt es derzeit Juventus Turin. Die „Alte Dame“, zwischen 2012 und 2020 immerhin neunmal in Folge italienisc­her Meister, ehe Inter Mailand dieses Jahr die Serie unterbrach, rangiert aktuell in der Abstiegszo­ne. Platz 18 nach dem 1:1 gegen den AC Mailand, ein Fiasko. „Juve im Keller“, kommentier­te die „Gazzetta dello Sport“.

Während Cristiano Ronaldo Juve Richtung Manchester United verließ und wie gewohnt in jeder Partie trifft, schloss sich Lionel Messi, der andere Weltstar des vergangene­n Jahrzehnts, Paris Saint-Germain an. Ideal läuft es für PSG freilich noch nicht, Messis Ex-Klub, dem FC Barcelona, geht es aber deutlich schlechter.

Die Katalanen wurden in der Champions League vom FC Bayern nach Belieben dominiert, das 0:3 offenbarte Barças Absturz in die internatio­nale Zweitklass­igkeit. In der spanischen Liga dümpelt Messis früheres Team im Mittelfeld herum. „Dieses Barcelona von Ronald Koeman ist Lichtjahre entfernt sowohl von Bayern, wieder einmal der Henker, als auch von den anderen Mannschaft­en des europäisch­en Bürgertums“, schrieb „El Mundo“zuletzt treffend. Einziger Trost: Da steht Barcelona aktuell nicht alleine da.

Die AZ listet die europäisch­en Top 10 auf.

10. Inter Mailand: Italiens Meister verlor in der Königsklas­se zwar mit 0:1 gegen Real Madrid, in der Serie A liegt das Team von Trainer Simone Inzaghi aber schon wieder an der Spitze. Der frühere Wolfsburge­r Edin Dzeko sorgt im Sturm für die Tore, traf schon dreimal.

9. Ajax Amsterdam: Die Niederländ­er treffen sogar noch häufiger als der FC Bayern. Dem 5:1 in der Champions League gegen Sporting Lissabon ließ

Ajax ein 9:0 in der Liga gegen Aufsteiger Cambuur Leeuwarden folgen. Wie so oft hat Ajax ein junges, interessan­tes Team zusammen, das auch internatio­nal überrasche­n kann.

8. Paris Saint-Germain: Beim 2:1-Sieg gegen Lyon um ExBayern-Star Jérôme Boateng gab es den ersten MessiKnats­ch (siehe auch S. 19). Nach seiner Auswechslu­ng war der argentinis­che Neuzugang sauer – und kassierte einen Rüffel von Trainer Mauricio Pocchetino: „Wir sind hier, um Entscheidu­ngen zu treffen. Ob es den Leuten gefällt oder nicht“, sagte der Trainer. PSG ist eine Ansammlung von Weltstars wie Messi, Neymar, Kylian Mbappé, Sergio Ramos oder Gianluigi Donnarumma – aber noch kein gefestigte­s Team wie der FC Bayern. Ob Paris diese Entwicklun­g gelingt? 7. Manchester City: Pep Guardiola hat mit City noch immer nicht den großen ChampionsL­eague-Traum erfüllen können – trotz Transfers-Ausgaben in Milliarden­höhe. In der

Premier League gab es nur ein 0:0 gegen Southampto­n, in der Königsklas­se ein 6:3 gegen Leipzig. 6. Manchester United: Neuzugang Ronaldo traf in seinen ersten drei Spielen seit der Rückkehr viermal, auch beim 2:1-Sieg gegen West Ham. United liegt punktgleic­h mit Liverpool und Chelsea an der Tabellensp­itze. Für große Erfolge braucht es aber mehr Unterstütz­ung für Ronaldo.

5. Borussia Dortmund: „Airling“Erling Haaland erzielte beim 4:2 gegen Union zwei herrliche Treffer, einen per Kopf und einen per Lupfer. Der 21-jährige Ausnahmest­ürmer sorgt beinahe im Alleingang dafür, dass Borussia Dortmund national und internatio­nal auf eine TopSaison hoffen darf. Aber: Defensiv muss der BVB deutlich stabiler werden.

Klopps Mannschaft ist nach einer schwächere­n Saison wieder auf dem Vormarsch. Ungeschlag­en in der Liga, Auftaktsie­g in der Champions League – die Reds sind einer der heißen Titelkandi­daten. Nur Ex-Bayer Thiago muss sich endlich zu einer Stammkraft entwickeln.

3. Real Madrid: Die Königliche­n sind eines der gefährlich­sten Teams Europas – weil sie regelmäßig auch schwächere Spiele noch gewinnen. Wie am Wochenende beim 2:1-Erfolg in Valencia. Coach Carlo Ancelotti und Abwehrass David Alaba führen die spanische Liga an.

2. FC Chelsea: Mit Stürmer Romelu Lukaku hat sich das Team von Thomas Tuchel exzellent verstärkt. In der Breite ist wohl keine Mannschaft so stark besetzt wie der amtierende Champions-League-Sieger.

1. FC Bayern: Die Münchner liegen im Fünfjahres-Ranking der Uefa an der Spitze. Und sie sind auch das formstärks­te Team der bisherigen Saison. Acht Spiele unter Nagelsmann, sieben Siege, ein Remis, 38:5 Tore. Bayern sei „eine Ausnahmema­nnschaft, einer der Favoriten in der Champions League“, analysiert­e Sky-Experte Lothar Matthäus. Aktuell sogar der Top-Favorit.

Maximilian Koch

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Die derzeit drei stärksten Teams in Europa (v.l.): Chelsea mit Kai Havertz und Coach Thomas Tuchel, die Bayern-Stars Thomas Müller und Manuel Neuer sowie David Alaba und Gareth Bale von Real Madrid.
Fotos: imago
4. FC Liverpool: Jürgen Die derzeit drei stärksten Teams in Europa (v.l.): Chelsea mit Kai Havertz und Coach Thomas Tuchel, die Bayern-Stars Thomas Müller und Manuel Neuer sowie David Alaba und Gareth Bale von Real Madrid. Fotos: imago
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Lebensvers­icherung von Manchester United: Cristiano Ronaldo (M.), der in drei Spielen vier Tore erzielt hat. Foto: dpa

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