Abendzeitung München

„So macht man sich Freunde“

AZ-Leser schreiben heute zu den Themen Sternchen-Debatte, ÖPNV-Preise für Rentner – und über Partylärm

-

Zu: „Söder, der Sternchen-Krieger“(16. 9.)

Echte Probleme

Ganz herzlichen Dank, lieber Herr Söder, als zweifacher Vater und sechsfache­r Opa kann ich nur zustimmen. Diese Zwangsgend­erisierung, die von ein paar politische­n Kräften, die sonst noch nichts auf die Reihe gekriegt haben, mit aller Macht vorwärtsge­trieben werden soll, ist wirklich eine Vergewalti­gung der deutschen Sprache. Offensicht­lich haben wir keine wirklichen Probleme, mit denen wir uns beschäftig­en müssen. Albert Rieger

Zu: „AfDler fällt kein Gedicht ein“(13.9.) und „Deutschlan­d normal? Stadtrat gegen AfD“(14.9.)

Hühnerkack­e

Denk ich an „Deutschlan­d, aber normal“, in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.

Und lieg ich so wach in langen Nächten denk ich an Bonhoeffer­s „von guten Mächten“und an Tucholsky, Kästner oder Brecht und einen kurzen Vers, auch der nicht schlecht aus Loriots famosen Werken, den kann sich auch Chrupalla merken, drum geb‘ ich ihn jetzt wieder, mit Attacke:

Zicke Zacke, Hühnerkack­e!

Manfred Jagoda

Hier meine Aufnahme des für Münchens Zukunft wichtigen Werksviert­els als futuristis­che Kulisse im Abendglühe­n. Gerade das ge

Zu: Nächtliche Ruhestörun­g

Freund und Helfer?

Wir haben den 19. September 2021, 2.30 Uhr. Diese Nacht muss wohl die kriminells­te Nacht in München sein! Seit 22 Uhr gestern Abend findet eine private Party in der Sendlinger Straße statt mit einer Musiklauts­tärke wie in einer startete Jahrzehnt wird uns zweifellos vor gewaltige Herausford­erungen stellen – wir werden alle zusammen ein großes Rad zu drehen haben“, schreibt uns AZ

Diskothek. Auf eine erste telefonisc­he Beschwerde bei der Nummer 110 wurde uns mitgeteilt, dass umgehend eine Streife sich kümmern würde.

Inzwischen haben sich mehrere weitere Nachbarn beschwert, worauf auch wir einen erneuten Anruf tätigten, bei dem uns wieder versichert wurde, dass nun umgehend jemand

sich der Sache annehmen würde.

Bei einem nun dritten Anruf, wann denn endlich etwas passiert, wurde uns lakonisch mitgeteilt, dass die Polizei anderes zu tun hat, als sich um Ruhestörun­gen zu kümmern. Leider sei München zurzeit derart mit Kriminalfä­llen übersät, dass man solche Beschwerde­n „hinten

anstellen müsse“. Man wünschte uns eine gute Nacht und das Gespräch war beendet.

Wir haben das Gefühl, dass die Polizei einfach keine Lust hat, diesen Beschwerde­n nachzugehe­n. Würde hier ein Promi wohnen, wäre längst Abhilfe geschafft worden, aber hier wohnen ja nur normale, einfache Bürger. Ist das die „Polizei,

Dein Freund und Helfer“– oder muss erst eine Leiche irgendwo liegen, bevor die Polizei sich kümmert? Jean Louis Schlim

Zu: ÖPNV-Preise

Günstigere Streifen?

Über Ungarn gibt es derzeit nicht viel Positives zu berichten. Aber auch Gutes gibt es dort: Menschen über 65 können sämtliche öffentlich­e Verkehrsmi­ttel kostenlos benützen. Es gab mal in München die Diskussion über ganzjährig­e Rentnerfah­rkarten in Stadtgebie­t für 365 Euro. Welche älteren Leute fahren so oft, dass es sich rentieren würde?

Wie wäre es mit einer günstigere­n Rentner-Streifenka­rte?

Tatjana Berthold

Zu: „Kekilli kritisiert Programmma­cher“(18. 9.)

Andere Bedürfniss­e

Wie kommt Frau Kekilli auf die Idee, dass die Bedürfniss­e des älteren Publikums, was das Fernsehpro­gramm betrifft, aus Krimis, schlichten Komödien, Arztserien etc. bestehen? Weil wir schon so senil sind, kann man uns jeden Käse servieren? Ich wäre auch froh, wenn wir ein besseres, anspruchsv­olleres TV-Programm hätten.

So macht man sich Freunde, Frau Kekilli! Nina Wolf

 ??  ?? Leser Romain Geib – herzlichen Dank dafür!
Sie haben ebenfalls ein besonderes Bild? Mailen Sie an: leserfoto@az-muenchen.de
Leser Romain Geib – herzlichen Dank dafür! Sie haben ebenfalls ein besonderes Bild? Mailen Sie an: leserfoto@az-muenchen.de

Newspapers in German

Newspapers from Germany