Face­book hat Är­ger

Aichacher Nachrichten - - Feuilleton -

Wer im In­ter­net zum Bei­spiel ein coo­les Vi­deo ent­deckt, fin­det dar­un­ter oft ein be­kann­tes Zei­chen: den Face­book-Dau­men. Wenn je­mand bei Face­book an­ge­mel­det ist, kann er auf das Zei­chen kli­cken und da­mit sa­gen: Das Vi­deo ge­fällt mir! Die­ser „Ge­fällt mir“-Knopf steht aber nicht nur auf den Sei­ten von Face­book, son­dern auch auf an­de­ren Sei­ten. Da­mit sam­melt Face­book Da­ten über sei­ne Nut­zer. Doch was Face­book mit den In­fos macht, stört Fach­leu­te, die in Deutsch­land Fir­men kon­trol­lie­ren. Denn Face­book ver­bin­det die In­fos. Und zwar die von an­de­ren Sei­ten mit de­nen, die Nut­zer di­rekt auf Face­book über sich ver­ra­ten. So er­fährt Face­book, was den Nut­zern ge­fällt und zeigt dann et­wa pas­sen­de Wer­bung an. Die Fach­leu­te fin­den das nicht gut. Sie sa­gen: Face­book ist für vie­le Leute in Deutsch­land sehr wich­tig. Und es gibt kaum ei­nen An­bie­ter, der et­was Ähn­li­ches macht. Wer nicht ganz dar­auf ver­zich­ten will, hat al­so kei­ne an­de­re Mög­lich­keit, als dem Da­ten­sam­meln durch Face­book zu­zu­stim­men. Da­durch wird Face­book noch wich­ti­ger. Nun sag­ten die Fach­leu­te: Face­book darf nicht mehr die Da­ten von an­de­ren Sei­ten mit den bei sich ge­sam­mel­ten In­fos ver­knüp­fen. Ein Jahr lang hat die Fir­ma Zeit das zu än­dern. Sie kann aber auch die Ent­schei­dung vor Ge­richt an­fech­ten.

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