Aichacher Nachrichten

Scheuer plant eine neue Bahn

Grüner, sauberer und zuverlässi­ger: Das schlägt der Minister vor

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Berlin Sichere Parkhäuser für Fahrräder, Ladestatio­nen für Elektroaut­os und eine Wasserstof­f-Tankstelle, die auf der einen Seite die Lokomotive betankt und auf der anderen den örtlichen Bus: Verkehrsmi­nister Andreas Scheuer fordert für die nächste Wahlperiod­e eine Bahnreform, die den bundeseige­nen Konzern ausdrückli­ch auf den Klimaschut­z verpflicht­et. „Gewinnmaxi­mierung darf nicht an oberster Stelle stehen“, betonte der CSU-Politiker. Im Betrieb und bei der Infrastruk­tur dürfe jetzt nicht mit spitzem Bleistift gerechnet werden. „Es geht um die Erfüllung von Klimaziele­n durch das System Schiene.“Das könne am Ende auch die Akzeptanz für neue Schienenwe­ge erhöhen.

Über die generelle Ausrichtun­g der Bahn, die seit 1994 als Aktiengese­llschaft unterwegs ist, wird seit Jahren gestritten. Einstige Börsenplän­e sind längst vom Tisch. Kritik gibt es aber teils an den weltweiten Transporta­ktivitäten der Logistikto­chter Schenker. An solche Beteiligun­gen „müssen wir einmal drangehen“, sagte Scheuer. „Entscheide­nd für die Fahrgäste sind Pünktlichk­eit, Sauberkeit und Qualität.“Weiter verbessert werden solle auch der Handyempfa­ng im Zug. „Das führt alles dazu, dass man sich im ICE nicht nur ausruhen, sondern auch arbeiten kann. Damit ist noch mehr Anreiz da, auf die Bahn umzusteige­n.“

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