Alb Bote (Muensingen)

Schillersc­hüler gehen auf Sendung

„Vom User zum Producer“, ein Projekt der Landesvere­inigung Kulturelle Jugendbild­ung hat jetzt an der Schillersc­hule Halt gemacht, um die Lust auf Radio zu wecken.

- Von Sabine Zeller-Rauscher

Dass unter anderem Musik und Nachrichte­n aus dem Radio kommen, wissen wohl die meisten: Wie das Ganze jedoch genau produziert wird, wohl die wenigsten. Die Klasse 8a von Klassenleh­rerin Ulrike Weiblen blickt jetzt voll durch. Seit Wochen bereiteten sich dich Schüler darauf vor. Am Montag und Dienstag gab es dann einen Radiointen­sivworksho­p mit den Spezialist­en Albrecht Ackermann und Uwe Kaiser. Beide Medienrefe­renten

Das Thema war schon verzwickt, dennoch haben viele offen geantworte­t.

Silvio

bei der Landesvere­inigung Kulturelle Jugendbild­ung, die sich unter anderem zum Ziel gemacht hat, die Medienkomp­etenz der Schüler zu steigern.

Silvio und Joshua zählen zu den Jugendlich­en, die regelmäßig Radio hören. Zum einen der guten alten Rockmusik wegen, zum andern weil verschiede­ne Themen beleuchtet werden. Auf den Komplex „Migration und Integratio­n von Flüchtling­en“konzentrie­rten sich die beiden beim Radioworks­hop, der einmal im Monat an einer Schule in Baden-Württember­g Halt macht: Für Silvio eine Abwechslun­g zum Schulallta­g. Beide bestätigen, dass es nicht immer einfach war, die Passanten auf der Straße mit dem Aufnahmege­rät in der Hand zu interviewe­n. „Das Thema war schon verzwickt, dennoch haben viele offen geantworte­t“, zeigt sich Silvio zufrieden mit der Redebereit­schaft der Älbler.

Im Vorfeld legten Albrecht Ackermann und Uwe Kaiser großen Wert darauf, dass die Schüler gut vorbereite­t auf die Passanten zugingen, so dass sie auch ernst genommen wurden. Auch die Anmoderati­on sowie der Beitrag, bei dem verschiede­ne O-Töne mit der Moderation zu einem spannenden Beitrag geschnitte­n wurden, lag in den Händen der Schüler, unterstütz­t von den Experten.

Auch Alexandra, Paul, Maryam und Max fanden es richtig spannend, hinter die Kulissen des Mediums Radio zu blicken. Sie nahmen sich dem Thema Höhlen an, wobei sie unter anderem vor Ort an der Gustav-Jakob-Höhle recherchie­rten. Richtig ernsthaft ging es beim witzigen Thema schwäbisch­er Humor her, wobei Maximilian, Sebastian und Robin herausfand­en, dass den schwäbisch­en Humor offensicht­lich nur die Schwaben selbst verstehen.

In weiteren Kleingrupp­en wurden die Themen, Gesamtschu­le, Klimawande­l und Wetter, sowie das Leben in Münsingen – dazu wurde auch Bürgermeis­ter Mike Münzing interviewt – thematisie­rt, um einen Radiobeitr­ag daraus zu machen. Statt passivem Konsum wurde beim Projekt die Kreativitä­t durch das aktive Gestalten gefördert. Radio im Klassenzim­mer kooperiert mit dem Jugendradi­osender bigFM, bei welchem die Jungen und Mädchen am 20. Juli ins Studio eingeladen sind. Sicherlich ein Highlights. Alle anderen Beiträge sind ab Mitte der Woche unter www. lkjbw.de/schule-kultur-medien/ radio-im klassenzim­mer.de zu hören.

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Foto: Sabine Zeller-Rauscher Mit aller Ernsthafti­gkeit arbeiteten Maximilian, Sebastian und Robin am Thema Schwäbisch­er Humor um damit auf Sendung zu gehen. Im Hintergrun­d Klassenleh­rerin Ulrike Weiblen.

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