Spe­zia­li­sier­te Zen­tren

Alb Bote (Münsingen) - - BLICK IN DIE WELT - Zen­tren gibt es an vie­len Kli­ni­ken. ih Chris­ti­ne Lu­de­wig auf die Zeit im

Am Te­le­fon wa­ren

der Vis­zer­al­chir­urg Chris­ti­an Bi­al­as (Wei­ßen­horn), der Uro­lo­ge Karl von Dob­schütz (Ulm) so­wie der Gy­nä­ko­lo­ge Andre­as Reich. Sie ar­bei­ten im Kon­ti­nenz- und Be­cken­bo­den­zen­trum der Kreis­spi­tal­stif­tung Wei­ßen­horn zu­sam­men. Sol­che spe­zia­li­sier­ten

Wer sich im In­ter­net

in­for­mie­ren möch­te oder ei­nen The­ra­peu­ten sucht, kann auf fol­gen­den Sei­ten fün­dig wer­den: www.kon­ti­nenz­ge­sell­schaft.de; www. agub.de (Ar­beits­ge­mein­schaft für Uro­gy­nä­ko­lo­gie und re­kon­struk­ti­ve Be­cken­bo­den­chir­ur­gie); www.ag-ggup.de (Ar­beits­ge­mein­schaft Gy­nä­ko­lo­gie-Ge­burts­hil­fe-Uro­lo­gie-Prok­to­lo­gie); www.uro­lo­gen por­tal.de (Deut­sche Ge­sell­schaft für Uro­lo­gie); www.ko­lo­prok­to­lo­gie. org (Dt. Ge­sell­schaft für Ko­lo­prok­to­lo­gie). sich die Mus­ku­la­tur und die Harn­bla­se kann mehr Urin über ei­nen län­ge­ren Zei­t­raum spei­chern.

Ich ha­be meh­re­re Ope­ra­tio­nen im Be­cken­be­reich hin­ter mir, teils bin ich in­kon­ti­nent, teils ha­be ich Ver­stop­fung, aber im­mer star­ke Schmer­zen beim Stuhl­gang. Ich kann das Haus prak­tisch nicht mehr ver­las­sen.

Soll­ten al­le The­ra­pie­optio­nen aus­ge­schöpft sein, muss in solch ex­tre­men Fäl­len auch über die An­la­ge ei­nes künst­li­chen Darm­aus­gangs nach­ge­dacht wer­den – zu­min­dest vor­über­ge­hend, um ein­fach mal zur Ru­he zu kom­men. Mit ei­nem künst­li­chen Darm­aus­gang kann man am öf­fent­li­chen Le­ben wie­der teil­neh­men. Es gibt auch Selbst­hil­fe­grup­pen, die mit Rat und Tat zur Sei­te ste­hen. Auch wenn es ra­di­kal klingt – manch­mal ist es die bes­se­re Lö­sung, vor der man kei­ne Angst ha­ben muss.

Ich ha­be ei­ne Bla­sen­sen­kung. Muss die Ge­bär­mut­ter ent­fernt wer­den?

Das hat man frü­her ge­macht. Wenn die Ge­bär­mut­ter ge­sund ist, wird sie heu­te nor­ma­ler­wei­se mit Fä­den oder Kunst­stoff­bän­dern fi­xiert. Das kann durch die Schei­de oder bei jün­ge­ren Frau­en mit­tels ei­ner Bauch­spie­ge­lung ge­macht wer­den.

Ich bin beim Sport nur „ver­packt“un­ter­wegs. Mei­ne Kas­se bie­tet Be­cken­bo­den­gym­nas­tik-Prä­ven­ti­ons­kur­se an. Ist das sinn­voll?

Sinn­voll ist Be­cken­bo­den­gym­nas­tik als vor­beu­gen­de oder the­ra­peu­ti­sche Maß­nah­me. Ef­fek­ti­ver als Grup­pen­un­ter­richt ist je­doch die An­lei­tung durch ei­ne spe­zia­li­sier­te Phy­sio­the­ra­peu­tin. Das Re­zept kann Ihr Haus­arzt oder Frau­en­arzt aus­stel­len. Ver­mut­lich ha­ben Sie ei­ne Be­las­tungs­in­kon­ti­nenz, al­so ei­ne Schwä­che der Harn­röh­re.

Was kann man au­ßer der Gym­nas­tik da­ge­gen tun?

Es gibt Spe­zi­al­tam­pons und Gum­mi­rin­ge, aber auch ei­ne klei­ne­re Ope­ra­ti­on, bei der ein Kunst­stoff­bänd­chen U-för­mig um die Harn­röh­re ge­legt wird. Die­se Me­tho­de hat üb­ri­gens ei­ne 85-pro­zen­ti­ge Er­folgs­quo­te.

Ich le­be mit Win­deln, ha­be schon al­le mög­li­chen The­ra­pi­en hin­ter mir, kann aber den Urin ein­fach nicht mehr hal­ten.

Es gibt noch die Mög­lich­keit, ei­nen Bla­sen­schritt­ma­cher im Ge­säß­be­reich ein­zu­set­zen. Das wird aber nicht an je­der Kli­nik ge­macht. Fra­gen Sie Ih­ren be­han­deln­den Arzt da­nach.

Ich ha­be ei­ne Reiz­bla­se und au­ßer­dem Stuhlin­kon­ti­nenz. Die Me­di­ka­men­te da­ge­gen ver­tra­ge ich nicht, mir wird schwind­lig und mein Mund ist stän­dig aus­ge­trock­net. Gibt es Al­ter­na­ti­ven?

Ei­ne Reiz­stromthe­ra­pie kann durch un­ter­schied­li­che Fre­quen­zen bei­de Pro­ble­me bes­sern. Das Ge­rät muss Ih­nen Ihr Arzt ver­schrei­ben und Sie be­kom­men es mit nach Hau­se. Die The­ra­pie ist ne­ben­wir­kungs­frei.

Der Kün­zel­sau­er As­tro­naut Alex­an­der Gerst (42) ist nicht nur der ers­te deut­sche Kom­man­dant auf der In­ter­na­tio­na­len Welt­raum­sta­ti­on. Er ist jetzt auch der Deut­sche mit der längs­ten Welt­raum­pra­xis.

Zählt man sei­ne bei­den bis­he­ri­gen Welt­raum­mis­sio­nen zu­sam­men, so hat Gerst heu­te nach An­ga­ben des Deut­schen Zen­trums für Luft- und Raum­fahrt (DLR) 351 Tage im All ver­bracht. Da­mit hat er den bis­he­ri­gen Re­kord sei­nes Kol­le­gen Tho­mas Rei­ter ge­bro­chen, der in den Jah­ren 1995/1996 und 2006 an 350 Ta­gen im All ge­we­sen war.

So­mit ist Gerst auch in­ner­halb der Eu­ro­päi­schen Raum­fahrt­agen­tur Esa der As­tro­naut mit der längs­ten Zeit im All. Ge­gen man­che Kol­le­gen ist das aber noch im­mer we­nig, ei­ni­ge Rus­sen und Ame­ri­ka­ner wa­ren mehr als dop­pelt so lan­ge im Welt­raum.

Kol­le­ge Rei­ter gra­tu­liert

„Ich freue mich für Alex von gan­zem Her­zen, vor al­lem weil ich weiß, wie viel Ar­beit, Mü­hen und Aus­dau­er not­wen­dig sind, um so ei­ne lan­ge Zeit im Or­bit zu ver­brin­gen“, sag­te der 60-jäh­ri­ge Rei­ter der Deut­schen Pres­se-Agen­tur. „Sei­ne Ar­beit als Wis­sen­schaft­ler, als Bor­din­ge­nieur und als Kom­man­dant ist nun un­trenn­bar mit der Ge­schich­te der ISS ver­bun­den. Nicht nur wir als eu­ro­päi­sche As­tro­nau­ten und Kos­mo­nau­ten kön­nen stolz dar­auf sein.“

Nicht be­kannt war ges­tern, ob Gerst zu sei­nem Re­kord et­was twit­tern wird. Wie bei sei­ner ers­ten Mis­si­on 2014 lässt er sei­ne Fol­lo­wer auf Twit­ter an sei­ner Zeit im Welt­raum teil­ha­ben – mit Bil­dern von der Er­de und der Ar­beit auf der ISS.

Am 6. Ju­ni war Gerst zur ISS auf­ge­bro­chen. Sei­ne Rück­kehr zur Er­de an Bord der So­jus-MS09-Raum­kap­sel ist für den 20. De­zem­ber ge­plant.

All gibt es un­ter

Ei­nen Rück­blick

swp.de/as­tro­alex

Fo­to: Alex­an­der Gerst/ESA/dpa

Alex­an­der Gerst ist ein Dau­er­gast in der Welt­raum-WG.

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