Zei­ten­wan­del: Tie­break in Mel­bourne

In Aus­tra­li­en wird es im fünf­ten Satz frü­her als sonst ei­ne Ent­schei­dung ge­ben.

Alb Bote (Münsingen) - - SPORT -

Ein Ten­nis-Match mit solch ei­nem Er­geb­nis kann es bei den Aus­tra­li­an Open ab so­fort nicht mehr ge­ben: Nach­dem An­ge­li­que Ker­bers jet­zi­ger Trai­ner Rai­ner Schütt­ler 2003 ins Halb­fi­na­le ein­ge­zo­gen war, folg­te ihm sein nächs­ter Geg­ner An­dy Rod­dick aus den USA mit ei­nem 21:19 im fünf­ten Satz ge­gen den Ma­rok­ka­ner You­nes El Ay­naoui. Die Par­tie war über fünf St­un­den so hoch­klas­sig, dass sie Be­ob­ach­ter da­mals als Match für die Ewig­keit ein­stuf­ten. Ab die­sem Jahr gibt es im fünf­ten Satz der Her­ren und im drit­ten Satz der Da­men wie schon bei den US Open auch in Mel­bourne beim Stand von 6:6 ei­nen Tie­break.

Er wird al­ler­dings nicht wie sonst üb­lich bis sie­ben Punk­te ge­spielt, son­dern bis zehn. Zwei Punk­te Vor­sprung sind nö­tig. Die­ses For­mat wird als so­ge­nann­ter Match-Tie­break be­reits an­stel­le ei­nes kom­plet­ten Ent­schei­dungs­sat­zes seit län­ge­rem im Mi­xed an­ge­wen­det. „Wir möch­ten si­cher­stel­len, dass die Fans ein be­son­de­res En­de die­ser oft epi­schen Mat­ches er­le­ben“, sag­te Tur­nier­di­rek­tor Craig Ti­ley.

Auch in Wim­ble­don wird es in die­sem Jahr erst­mals im ent­schei­den­den Satz ei­nen Tie­break ge­ben, al­ler­dings erst beim Stand von 12:12. Dies ist die Kon­se­quenz aus dem ver­gan­ge­nen Halb­fi­na­le zwi­schen Ke­vin An­der­son und John Is­ner, in dem der Süd­afri­ka­ner An­der­son den Ame­ri­ka­ner in ei­nem drei St­un­den dau­ern­den fünf­ten Satz 26:24 nie­der­rang. Das war al­ler­dings noch weit ent­fernt von Is­ners Re­kord­sieg: 2010 schlug er den Fran­zo­sen Ni­co­las Ma­hut 70:68.

Nur die French Open hal­ten als letz­tes der vier Grand-Slam-Tur­nie­re dar­an fest, dass der Sie­ger oder die Sie­ge­rin im ent­schei­den­den Satz zwei Spie­le Vor­sprung ha­ben muss.

Ent­spannt will un­ter­des­sen Alex­an­der Zverev mor­gen in sein Auf­takt­match ge­gen den Slo­we­nen Al­jaz Be­de­ne star­ten. Sei­ne Knö­chel­ver­let­zung stö­re ihn nicht.

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