Alb Bote (Muensingen)

IWF macht Hoff­nung

- Do­ro­thee To­reb­ko zum Streit um die Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung International Monetary Fund · Washington · Andreas Scheuer · Christian Social Union · Auch

Wa­shing­ton. Die Welt­wirt- schafts­kri­se in Fol­ge der Pan­de­mie dürf­te nach Ein­schät­zung des In­ter­na­tio­na­len Wäh­rungs­fonds (IWF) we­ni­ger gra­vie­rend aus­fal­len als be­fürch­tet. Der Fonds rech­net mit ei­nem Schrump­fen der Welt­wirt­schaft um 4,4 Pro­zent in die­sem Jahr. Im Ju­ni hat­te der IWF ei­nen Rück­gang um 4,9 Pro­zent vor­her­ge­sagt. Al­ler­dings senk­te er sei­ne Wachs­tums­pro­gno­sen für die kom­men­den Jah­re.

Die Idee war gut: Mit ei­ner neu­en Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung soll­te mehr Si­cher­heit für schwä­che­re Ver­kehrs­teil­neh­mer wie Rad­fah­rer und Fuß­gän­ger ge­schaf­fen und Ra­ser här­ter be­straft wer­den. Doch das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um bau­te ei­nen Form­feh­ler in die No­vel­le ein und fuhr die StVO an die Wand. Nun herrscht Cha­os, bei dem al­le Be­tei­lig­ten ei­ne schlech­te Fi­gur ab­ge­ben.

Nicht nur Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Andre­as Scheu­er (CSU) ist Schuld an dem De­ba­kel. Auf der Län­der­ebe­ne be­kämp­fen sich die Grü­nen und die Uni­on. Kei­ne der Streit­par­tei­en scheint nach­ge­ben zu wol­len. Wäh­rend die Grü­nen auf die har­ten Stra­fen für Ra­ser be­har­ren, scheint die Uni­on sich kei­nen Deut in Rich­tung Sch­lich­tung zu be­we­gen. Seit Mo­na­ten wird nun ge­strit­ten. Ei­ne Lö­sung ist nicht in Sicht. Auch die heu­te star­ten­de Ver­kehrs­mi­nis­ter­kon­fe­renz könn­te kei­nen Kom­pro­miss brin­gen. Die­ser müss­te die­ses Mal ju­ris­tisch was­ser­dicht sein. An­dern­falls wür­den sich die Be­tei­lig­ten der Lä­cher­lich­keit preis­ge­ben.

Da­bei ist es­sen­ti­ell, ei­ne schnel­le Ei­ni­gung zu fin­den. Rechts­si­cher­heit ist nicht nur für die Au­to­fah­rer wich­tig, son­dern auch die Rad­fah­rer. Von de­nen gibt es laut ei­nes am Di­ens­tag von der Deut­schen Aka­de­mie der Tech­nik­wis­sen­schaf­ten ver­öf­fent­lich­ten Mo­bi­li­täts­mo­ni­tors im­mer mehr. Auf­grund der Pan­de­mie stieg der An­teil von Ver­kehrs­teil­neh­mern, die täg­lich das Rad nut­zen, von 17 Pro­zent im Jahr 2019 auf 22 Pro­zent in die­sem Jahr. Vie­le da­von wol­len auch künf­tig nicht mehr aufs Rad ver­zich­ten. Ih­re Si­cher­heit soll­te in der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung ge­währ­leis­tet wer­den. Da­zu müs­sen sich die Streit­häh­ne aber ei­ni­gen.

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