Alb Bote (Muensingen)

Re­kord­schul­den mit Ri­si­ko

An die­sem Mitt­woch ver­ab­schie­det der Land­tag den Nach­trags­haus­halt für 2020/21. Die Op­po­si­ti­on will vor den Ver­fas­sungs­ge­richts­hof zie­hen.

- Von Ro­land Mu­schel Pe­tra Wal­heim Business · Investing · Baden-Württemberg · North Rhine-Westphalia · Landschaftsverband Rheinland · FC Bayern Munich · Bavaria · Alternative for Germany · Baden-Württemberg · Free Democratic Party (Germany)

Mit den Stim­men der Re­gie­rungs­frak­tio­nen von Grü­nen und CDU soll an die­sem Mitt­woch im Land­tag der zwei­te Nach­trag zum Dop­pel­haus­halt 2020/21 be­schlos­sen wer­den. Ein Über­blick über die wich­tigs­ten Än­de­run­gen – und die größ­ten Kri­tik­punk­te:

Aus­ga­ben Die Aus­ga­ben stei­gen in die­sem Jahr auf die Re­kord­sum­me von 60,5 Mil­li­ar­den Eu­ro, im kom­men­den Jahr wer­den es 52,6 Mil­li­ar­den Eu­ro sein. Da­mit hat der Dop­pel­haus­halt ein Vo­lu­men von gut 113 Mil­li­ar­den Eu­ro – ge­gen­über knapp 100 Mil­li­ar­den Eu­ro im Ur­haus­halt für 2020/21.

Neu­schul­den Der An­stieg der Aus­ga­ben wird kom­plett kre­dit­fi­nan­ziert. Im ers­ten Nach­trag hat das Land be­reits 5,0 Mil­li­ar­den Eu­ro neue Schul­den ge­macht, nun kom­men rund 8,5 Mil­li­ar­den Eu­ro da­zu, so­dass die Ver­schul­dung um rund 13,5 Mil­li­ar­den Eu­ro an­wächst. Das ist ein his­to­ri­scher Re­kord für Ba­den-Würt­tem­berg, wird von an­de­ren Län­dern aber noch über­trof­fen. So ist Nord­rhein-West­fa­len be­reit, sich in­fol­ge der Co­ro­na-Kri­se mit 25 Mil­li­ar­den Eu­ro zu ver­schul­den, Bay­ern so­gar mit bis zu 40 Mil­li­ar­den Eu­ro. In Ba­den-Würt­tem­berg nimmt die grün-schwar­ze Ko­ali­ti­on den über­wie­gen­den Teil der Kre­di­te in die­sem Jahr auf, ei­nen klei­ne­ren im kom­men­den Jahrn.Re­serd­ve vor­ge­hal­ten wer­den, um re­ak­ti­ons­fä­hig Mit der neu­en Kre­dit­auf­nah­me in zu sein, falls die Pan­de­mie Hö­he von 8,5 Mil­li­ar­den Eu­ro heu­te noch nicht ab­seh­ba­re wird drei­er­lei be­zweckt: Es wer­den zu­sätz­li­che Aus­ga­ben, et­wa für ers­tens Steu­er­min­der­ein­nah­men die me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung, in Hö­he von 4,37 Mil­li­ar­den not­wen­dig ma­chen soll­te. Größ­ter Eu­ro aus­ge­gli­chen, zwei­tens Pos­ten in­ner­halb des „ZuRück­la­gen für wei­te­re Maß­nah­men kunfts­pro­gramms“ist ein mit 300 zur Be­kämp­fung der Mil­lio­nen Eu­ro ge­speis­tes bran­chen­of­fe­nes Co­ro­na-Kri­se in Hö­he von 2,0 In­no­va­tions- und In­ves­ti­ti­ons­pro­gramm. Mil­li­ar­den Eu­ro ge­bil­det und drit­tens Kon­kret will ein „Sta­bi­li­täts­pakt“für die das Land An­rei­ze schaf­fen, da­mit Kom­mu­nen in Hö­he von 2,19 Mil­li­ar­den Fir­men ih­re For­schungs­ak­ti­vi­tä­ten Eu­ro fi­nan­ziert. er­hö­hen und ver­mehrt In­no­va­tio­nen bei Zu­kunfts­tech­no­lo­gi­en In­ves­ti­tio­nen Von den kre­dit­fi­nan­zier­ten wie Künst­li­che In­tel­li­genz auf Rück­la­gen sind 1,2 Mil­li­ar­den den Markt brin­gen. Um die hei­mi­schen Eu­ro für Maß­nah­men re­ser­viert, Un­ter­neh­men wett­be­werbs­fä­hi­ger die die Re­gie­rung un­ter zu ma­chen, sol­len die Über­schrift „Zu­kunfts­land zu­dem ein­zel­be­trieb­li­che In­ves­ti­tio­nen BW – Stär­ker aus der Kri­se“zu­sam­men­ge­fasst in neue In­fra­struk­tur, hat. Wei­te­re 800 Ma­schi­nen und An­la­gen un­ter­stützt Mil­lio­nen Eu­ro sol­len als Re­serd­ve wer­den. Ein wei­te­rer

Schwer­punkt des „Zu­kunfts­pro­gramms“ist die Stär­kung des Ge­sund­heits­stand­orts mit ins­ge­samt knapp 300 Mil­lio­nen Eu­ro.

Schul­den­til­gung Eben­falls an die­sem Mitt­woch wol­len Grü­ne und CDU den Zei­t­raum für die Til­gung der neu­en Schul­den, be­gin­nend ab dem Jahr 2024, von bis­lang zehn auf 25 Jah­re stre­cken. Hin­ter­grund ist, dass die seit die­sem Jahr wirk­sa­me Schul­den­brem­se den Län­dern nur Aus­nah­me­fäl­len die Auf­nah­me neu­er Kre­di­te zu­ge­steht, die­se da­für aber auch so­fort ei­nen Til­gungs­plan vor­le­gen müs­sen.

Kla­ge Die Op­po­si­ti­ons­frak­tio­nen im Land­tag kri­ti­sier­ten, dass nicht al­le In­ves­ti­tio­nen ei­nen Be­zug zu Co­ro­na hät­ten. Für recht­lich frag­wür­dig hal­ten sie zu­dem die Tat­sa­che, dass Grün-Schwarz für die Aus­nah­me vom grund­sätz­li­chen Schul­den­ver­bot er­neut ei­ne Na­tur­ka­ta­stro­phe fest­stel­len will. Das kann sie mit ein­fa­cher Mehr­heit im Land­tag tun. Da­ge­gen wä­re für die Fest­stel­lung ei­ner Not­si­tua­ti­on ei­ne Zwei-Drit­tel-Mehr­heit not­wen­dig. Die AfD hat des­halb be­reits ei­ne Ver­fas­sungs­kla­ge an­ge­kün­digt. SPD und FDP wol­len ge­mein­sam ein Gut­ach­ten in Auf­trag ge­ben, um sich eben­falls für ei­ne mög­li­chen Gang vor den Ver­fas­sungs­ge­richts­hof Ba­den-Würt­tem­berg zu mu­ni­tio­nie­ren. die per­sön­li­chen Kon­takt­da­ten auf­ge­nom­men für ei­ne mög­li­cher­wei­se not­wen­di­ge Rück­ver­fol­gung ei­ner In­fek­ti­ons­ket­te.

Für die Kar­ten ge­be es zwei Op­tio­nen: ei­ne auf­lad­ba­re Kar­te, die am Feldberg und auf ös­ter­rei­chi­schen Pis­ten gel­te. Für ein­zel­ne Ta­ges­ti­ckets kann ein QRCo­de aufs Han­dy ge­la­den wer­den. Ob es ein Kar­ten-Kon­tin­gent ge­ben wird, ist noch of­fen.

„Al­lein für das Kar­ten­sys­tem wur­den 100 000 Eu­ro in­ves­tiert“, sagt Al­brecht. Hin­zu kom­men Mehr­kos­ten für zehn zu­sätz­li­che Mit­ar­bei­ter. Des­halb hät­ten die Prei­se an­ge­ho­ben wer­den müs­sen: Das Ta­ges­ti­cket für Er­wach­se­ne kos­tet in der Haupt­sai­son (Weih­nach­ten, Fe­bru­ar und Wo­che­n­en­den) 43 Eu­ro, in der Ne­ben­sai­son (NS) 39 Eu­ro. Ju­gend­li­che zah­len 29 Eu­ro in der HS, 26 in der NS. Après Ski soll es nicht ge­ben.

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Fo­to: Patrick See­ger/dpa Ski­fah­rer war­ten auf den Schnee.

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