Alb Bote (Muensingen)

Der Steg ist bald Ge­schich­te

Ab kom­men­den Mitt­woch wird der Fuß­gän­ger­über­weg über die Kon­ra­dA­de­nau­er-Stra­ße an der Stadt­hal­le ab­ge­ris­sennd.

- Von Ralph Bau­sin­ger Albert · Konrad Adenauer

Noch we­ni­ge Ta­ge, dann ist der 1984 zur Lan­des­gar­ten­schau er­rich­te­te Steg an der Stadt­hal­le über die Kon­rad-Ade­nau­er-Stra­ße Ge­schich­te. Ab Mitt­woch, 21. Ok­to­ber soll der Über­gang, der längst ma­ro­de und bau­fäl­lig ist, ab­ge­ris­sen wer­den. Tief­bau­amts­lei­ter Ar­no Va­lin und Al­bert Kepp­ler, Lei­ter des Am­tes für öf­fent­li­che Ord­nung, in­for­mier­ten ges­tern Nach­mit­tag über den Ablauf der Ab­riss­ar­bei­ten, die vor­aus­sicht­lich bis 6. No­vem­ber an­dau­ern wer­den. Die Kos­ten da­für be­zif­fert die Stadt auf rund 150 000 Eu­ro.

Die Ab­riss­ar­bei­ten star­ten am Mitt­woch und Don­ners­tag kom­men­der Wo­che mit dem Rück­bau des pro­vi­so­ri­schen Trep­pen­ge­rüsts, das als Auf­gang dien­te. Ab Frei­tag, 23. Ok­to­ber, wer­den zu­nächst die Tei­le des Stegs auf der Stadt­hal­len­sei­te ab­ge­nom­men, da­nach wird am Wo­che­n­en­de des 24./25. Ok­to­ber der ei­gent­li­che Über­gang Stück für Stück ab­ge­ris­sen.

Ab Mon­tag, 26. Ok­to­ber, wer­den dann die Ram­pe und die Vor­satz­mau­er auf Sei­ten des Nord­stern­hau­ses ent­fernt, um da­mit an der Ecke Kon­rad-Ade­nau­er-Stra­ße/Al­te­burg­stra­ße ei­ne grö­ße­re Auf­stell­flä­che für die Fuß­gän­ger zu ge­win­nen. Die­se Flä­che wä­re dann 4,50 Me­ter statt bis­lang zwei Me­ter breit.

Für die Fuß­gän­ger er­gibt sich ab Mitt­woch ei­ne neue Si­tua­ti­on, wenn sie die Ade­nau­er-Stra­ße über­que­ren wol­len. Ins­be­son­de­re die Schü­ler könn­ten, so Va­lin, ei­nen „klei­nen Um­weg“ma­chen und den Fuß­gän­ger­steg an der Ei­chen­dorff-Re­al­schu­le nut­zen.

Oder sie neh­men den eben­er­di­gen Über­gang vor dem GWG-Ge­bäu­de in Rich­tung Tü­bin­ger Tor. Mit ei­ner klei­nen Um­stel­lung der Am­pel­schal­tung sol­len die Fuß­gän­ger dort et­wa mehr Zeit be­kom­men, die Stra­ße zu über­que­ren: „Drei Se­kun­den – mehr geht nicht“, sag­te Va­lin.

Ab Sams­tag, 24. Ok­to­ber, 15 Uhr, bis vor­aus­sicht­lich Sonn­tag­nacht wird die Ade­nau­er-Stra­ße/ B 464 zwi­schen dem Kno­ten am Os­kar-Kalb­fell-Platz und dem AOK-Kno­ten kom­plett ge­sperrt. Wäh­rend der Voll­sper­rung kön­nen kei­ne Au­tos in die Tief­ga­ra­gen des Nord­stern­hau­ses und der Stadt­hal­le ein­fah­ren. Ei­ne Aus­fahrt ist je­doch je­der­zeit mög­lich. Spä­tes­tens am Mon­tag­mor­gen müs­sen die Zu­fahrt­mög­lich­kei­ten wie­der of­fen ste­hen. Wäh­rend der ge­sam­ten Ar­bei­ten ist die Rechts­ab­bie­ge­spur von der Ade­naue­rin die Al­te­burg­stra­ße ge­sperrt.

Wäh­rend der Voll­sper­rung am 24./25. Ok­to­ber wird der aus Pful­lin­gen kom­men­de Ver­kehr über die Al­te­burg­stra­ße und Gus­tav-Schwab-Stra­ße wie­der zu­rück auf die Ade­nau­er-Stra­ße ge­lei­tet. Kepp­ler emp­fiehlt je­doch, auf die groß­räu­mi­ge Um­fah­rung durch den Schei­ben­gip­fel­tun­nel und über die Ost-West-Tras­se aus­zu­wei­chen. „Wer im­mer kann, soll­te den Tun­nel be­nut­zen“, be­ton­te der Ord­nungs­amts­lei­ter.

Seit min­des­tens acht Jah­ren war in der Stadt über den Neu­bau für den ma­ro­den Steg dis­ku­tiert wor­den. Ein Wett­be­werb wur­de aus­ge­schrie­ben, meh­re­re Ent­wür­fe wur­den prä­miert. Doch im Mai die­ses Jah­res hob der Ge­mein­de­rat das Wett­be­werbs­ver­fah­ren auf und ent­schied mehr­heit­lich, auf ei­nen Neu­bau zu ver­zich­ten und statt­des­sen dort ei­nen eben­er­di­gen Über­gang ein­zu­rich­ten. Mit aus­schlag­ge­bend für die­sen Be­schluss wa­ren die ge­schätz­ten ho­hen Kos­ten für ei­nen neu­en Über­gang, die je nach Be­rech­nung zwi­schen drei und sechs Mil­lio­nen Eu­ro la­gen.

In der Ge­mein­de­rats­sit­zung am Di­ens­tag geht es um die kon­kre­te Pla­nung der neu­en, eben­er­di­gen Que­rung. Das Amt für Tief­bau, Grün­flä­chen und Um­welt hat vier Va­ri­an­ten un­ter­sucht, das Gre­mi­um wird ent­schei­den müs­sen, ob es der von der Ver­wal­tung prä­fe­rier­ten Va­ri­an­te zwei zu­stimmt. Wenn al­les gut läuft, könn­te der Über­gang laut Va­lin im Ok­to­ber 2021 fer­tig sein.

Sein Kol­le­ge Kepp­ler er­in­nert an den Weg­fall der Un­ter­füh­rung in der Karl­stra­ße vor rund zwei Jahr­zehn­ten, was da­mals für Un­ru­he ge­sorgt hat­te. Er hofft, dass sich die Reut­lin­ger ähn­lich schnell an den Weg­fall der Über­füh­rung ge­wöh­nen: „Eben­er­dig ist be­que­mer.“

Wer im­mer kann, soll­te den Tun­nel be­nut­zen.

Al­bert Kepp­ler Ord­nungs­amts­lei­ter

 ?? Fo­to: Ralph Bau­sin­ger ?? Ra­pha­el Wa­gner vom Amt für Tief­bau, Grün­flä­chen und Um­welt), sein Chef Ar­no Va­lin und Ord­nungs­amts­lei­ter Al­bert Kepp­ler (von links) in­for­mie­ren über den Ab­riss des Stegs (im Hin­ter­grund), der in den kom­men­den Wo­che be­ginnt.
Fo­to: Ralph Bau­sin­ger Ra­pha­el Wa­gner vom Amt für Tief­bau, Grün­flä­chen und Um­welt), sein Chef Ar­no Va­lin und Ord­nungs­amts­lei­ter Al­bert Kepp­ler (von links) in­for­mie­ren über den Ab­riss des Stegs (im Hin­ter­grund), der in den kom­men­den Wo­che be­ginnt.

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