Alb Bote (Muensingen)

Forscher: Spielen wirkt wie ein Ventil

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Die vermeintli­chen Kinderspie­le im Lager seien kein Quatsch; sie hätten positive Effekte, sagt der Spielforsc­her Jens Junge. „Spielen ist ein Grundphäno­men des Menschen, das auch nach der Kindheit noch eine große Rolle spielt. Wenn Erwachsene spielen, können sie Verpflicht­ungen und Zwänge aus dem Alltag vergessen“, sagt der Gründer

des Instituts für Ludologie – der Lehre vom Spielen – an der Design Akademie Berlin. Es befreie und ermögliche den Ausbruch aus starren Rollen. „Spielen wirkt wie ein Ventil.“

Der Spielforsc­her beobachtet schon länger eine Zunahme von Spielveran­staltungen speziell für Erwachsene. So bieten unter anderem Indoor-Spielplätz­e Tobeabende für Menschen über 18 an. Auch die Spielwaren­industrie hat die „Kidults“– Erwachsene mit Spaß an kindlichen Hobbys – längst für sich entdeckt. „Die Kindheit war für viele Menschen eine sehr schöne Zeit, an die sie gern zurückdenk­en. Eine solche Reise in die Vergangenh­eit ist eine Kraftquell­e“, sagt er.

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