Hy­gie­ne­kon­zept steht, Bo­den ist drin – es kann los­ge­hen

Die TuS Met­zin­gen emp­fängt am Mitt­woch (19.30 Uhr) in ei­nem Nach­hol­spiel den TSV Bay­er 04 Le­ver­ku­sen.

Alb Bote (Muensingen) - - SPORTRUNDS­CHAU - Von Wolf­gang Seitz

End­lich wie­der Ösch­hal­le. Das ers­te Heim­spiel der Sai­son be­strei­tet die TuS Met­zin­gen am Mitt­woch (19.30 Uhr) ge­gen den TSV Bay­er 04 Le­ver­ku­sen. Weil der Bo­den im „Tus­Sies-Wohn­zim­mer“neu ver­legt und ver­spä­tet an­ge­lie­fert wur­de, muss­ten zwei Heim­spie­le vor­ab auf die War­te­schlei­fe ge­schickt wer­den, mit Dort­mund wur­de dann noch das Heim­recht ge­tauscht. Jetzt ist al­les ge­rich­tet. Bay­er Le­ver­ku­sen kommt zum ver­spä­te­ten Heim­auf­takt. Es ist ei­nes der an­ste­hen­den Nach­hol­spie­le.

In der Ta­bel­le muss man, so­fern man sie von oben her in An­griff nimmt, lan­ge nach den bei­den Kon­tra­hen­ten su­chen. Le­ver­ku­sen ist Zwölf­ter mit 2:4 Punk­ten, Met­zin­gen folgt mit dem iden­ti­schen Zah­len­werk ei­nen Platz da­hin­ter. Klar, dass man auf bei­den Sei­ten be­strebt ist, die bis­her un­be­frie­di­gen­de Bi­lanz zu­nächst aus­zu­glei­chen.

„Wir müs­sen an den Ab­läu­fen im An­griff wei­ter­ar­bei­ten und uns auch im Ge­gen­stoß der ers­ten und zwei­ten Wel­le deut­lich stei­gern.“Das sag­te Bay­er-Trai­ne­rin Re­na­te Wolf nach der 16:17-Nie­der­la­ge ih­rer „Werks­el­fen“in Bux­te­hu­de. Ein Er­geb­nis wie aus ei­ner an­de­ren, frü­he­ren, Hand­ball­welt. Nicht ex­tra er­wäh­nen muss man, dass Wolf mit der Ab­wehr durch­aus zu­frie­den war.

Ähn­li­ches hör­te man auch von TuS-Ma­na­ger Fe­renc Rott nach der 20:25-Nie­der­la­ge beim Ti­tel­fa­vo­ri­ten in Dort­mund. „Es gibt we­ni­ge Mann­schaf­ten in der Li­ga, die in Dort­mund nur 25 Ge­gen­to­re kas­sie­ren, vor­ne müs­sen wir es aber ein­fach noch ge­nau­er ma­chen. 20 To­re sind ge­gen je­den Geg­ner zu we­nig“, sag­te Rott. Hät­te man bes­ser ge­trof­fen, wä­re ei­ne Über­ra­schung nach kla­rem Pau­sen­rück­stand im Be­reich des Mög­li­chen ge­le­gen. Mut ge­macht hat der Auf­tritt aber al­le­mal.

Ein­fa­che To­re er­zie­len

„Wir brau­chen, wie zu­letzt ge­gen Dort­mund, ei­ne kon­zen­trier­te Leis­tung, um er­folg­reich zu sein. Le­ver­ku­sen hat ei­ne jun­ge Mann­schaft, die mit ho­hem Tem­po und ei­ner gu­ten Ab­wehr spielt“, sagt TuS-Trai­ne­rin Edi­na Rott. „An die Ab­wehr- und Tor­hü­ter­leis­tung müs­sen wir an­knüp­fen. Im An­griff wol­len wir noch mehr in das Tem­po­spiel fin­den und aus ei­ner star­ken Ab­wehr die ein­fa­chen To­re er­zie­len“, gibt sie ih­rer Mann­schaft mit auf den Weg.

Ein be­son­de­res Spiel ist es für die jun­ge An­na Al­bek. Der Neu­zu­gang freut sich auf das ers­te Heim­spiel. Im Na­men der gan­zen Mann­schaft sprach sie bei der Pres­se­kon­fe­renz: „Es freut uns sehr, dass auch Fans in die Hal­le dür­fen. Wir sind sehr mo­ti­viert.“Die 1,88 Me­ter gro­ße Rück­raum­spie­le­rin mit ser­bi­schen und un­ga­ri­schen Wur­zeln, die zu­letzt in Ös­ter­reich spiel­te und des­halb ast­rein Deutsch spricht, fühlt sich von der Mann­schaft sehr gut auf­ge­nom­men und ar­bei­tet flei­ßig dar­an, ih­re Schwä­chen zu mi­ni­mie­ren, die der selbst­kri­ti­sche Te­enager vor al­lem (noch) in der Ab­wehr­ar­beit sieht.

230 Fans dür­fen rein

Die sport­li­chen An­for­de­run­gen sind klar, weit grö­ße­re Fra­ge­zei­chen gab es vor der Par­tie be­züg­lich der Zu­schau­er. Da kam erst am Di­ens­tag­mor­gen der ab­schlie­ßen­de Be­scheid von der Stadt Met­zin­gen. 230 Zu­schau­er dür­fen rein in die Ösch­hal­le. „Das ent­spricht et­wa der Hälf­te un­se­rer Dau­er­kar­ten, des­halb ha­ben wir die in zwei Grup­pen auf­ge­teilt. Wo­bei man be­rück­sich­ti­gen muss, dass man­che Spon­so­ren auf ih­re Kar­ten ver­zich­ten und so an­de­ren Dau­er­kar­ten­in­ha­bern den

Vor­tritt las­sen. Da muss ich ei­nen gro­ßen Dank aus­spre­chen. So et­was ist nicht selbst­ver­ständ­lich“, sag­te Ma­na­ger Fe­renc Rott ges­tern. Je­der Zu­schau­er muss sich

und re­gis­trie­ren. Bis man den Platz er­reicht hat, herrscht Mas­ken­pflicht. Die Be­wir­tung wur­de ver­schlankt. Es gibt nur al­ko­hol­freie Ge­trän­ke – und kei­ne Abend­kas­se.

An­ge­ord­net sind die Plät­ze im Schach­brett­mus­ter, die ers­te Rei­he ist aus­ge­nom­men, weil man dort zu nah am Spiel­feld sit­zen wür­de. Haus­hal­te und di­rek­te Ver­wand­te dür­fen zu­sam­men­sit­zen, was wie­der­um für die Or­ga­ni­sa­to­ren ei­ne gro­ße Her­aus­for­de­rung wird, die sie aber si­cher schaf­fen wer­den. Und ein­mal drin, geht es dann für die Zu­schau­er in die Vol­len. „Wir ha­ben die Hal­le et­wa zu sei­nem Vier­tel ge­füllt. Dann müs­sen je­ne die da sind eben vier Mal so viel Lärm ma­chen“, rech­net Ma­the-Ass Fe­renc Rott vor.

Es ist ein spe­zi­el­les Spiel. Nicht nur, weil die Tus­Sies zum ers­ten Mal in die­ser Sai­son zu Hau­se spie­len. Handball un­ter Pan­de­mie-Be­din­gun­gen gab es in Met­zin­gen noch nie. Man konn­te sich bei an­de­ren Klubs schon ein biss­chen um­gu­cken. Ge­klappt hat es über­all und es gibt kei­nen Grund, war­um dies am Mitt­woch­abend in der Sie­ben-Kel­tern-Stadt an­ders sein soll­te. Es ist al­les ein biss­chen an­ders, aber es ist trotz­dem noch Handball. Für bei­de Mann­schaf­ten ist die Par­tie an­ge­sichts der leicht pre­kä­ren Bi­lanz rich­tungs­wei­send. Für die TuS Met­zin­gen als Ver­an­stal­ter auch.

Fo­to: Eib­ner

Ein Bild aus ei­ner an­de­ren Zeit. Die Tus­Sies spiel­ten En­de Fe­bru­ar vor vol­len Rän­gen ge­gen Dort­mund. Es wer­den nun deut­lich we­ni­ger Zu­schau­er sein – „Air Nie­der­wie­ser“wird aber wie­der ab­he­ben.

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