LEU­TE

WENN DER AME­RI­KA­NI­SCHE TRAUM WAHR WIRD

All About Italy (Germany) - - Editorial - Ilo­na Ca­ta­ni Scar­lett

Von Si­zi­li­en nach Los Angeles, um als Fan der Se­rie Grey’s Ana­to­my in der 14. Staf­fel mit­zu­spie­len. Wer weiß, wie lan­ge Ste­fa­nia Spam­pi­na­to, 31, mit ei­ner Ver­gan­gen­heit als Tän­ze­rin, ge­braucht hat, um zu mer­ken, was los ist. Ja, denn der Schau­spie­le­rin aus Ca­ta­nia, die noch bis vor ein paar Jah­ren da­von träum­te, Bal­lett­schu­he an­zu­zie­hen und in der gan­zen Welt zu tan­zen, hat­te das Schick­sal et­was ganz an­de­res vor­be­hal­ten. Mit 19 Jah­ren be­gann Ste­fa­nia, die von Si­zi­li­en nach Lon­don ge­zo­gen war, um ih­ren Traum als Bal­le­ri­na zu ver­wirk­li­chen, mehr aus Spaß als für die Ar­beit, Schau­spiel­un­ter­richt zu neh­men: sie wuss­te nicht, dass sich ih­re be­ruf­li­che Zu­kunft nicht auf der Büh­ne, son­dern auf dem Film­set ab­spie­len wür­de. Mit 29 Jah­ren zog sie nach Los Angeles, hei­ra­te­te und nahm wei­ter Schau­spiel­un­ter­richt. Ne­ben dem Job als Kell­ne­rin und ei­ner Sta­tis­ten­rol­le mach­te sie ein paar Pro­be­auf­nah­men, bis sie ei­nes Ta­ges für ei­ne Rol­le in Grey’s Ana­to­my an­ge­hört wur­de. „Ich bin zu den Pro­be­auf­nah­men ge­gan­gen oh­ne zu wis­sen, wie groß die Rol­le war“, be­rich­tet Ste­fa­nia. „Sie such­ten ei­ne Schau­spie­le­rin, die Ita­lie­nisch spricht, und ich dach­te an ei­ne Ne­ben­rol­le, vi­el­leicht ei­ne Pa­ti­en­tin…“. Man such­te je­doch je­man­den für ei­ne grö­ße­re Rol­le, näm­lich die Frau­en­ärz­tin Ca­ri­na De Lu­ca, die Schwes­ter von Dok­tor And­rew De Lu­ca, der von dem Rö­mer Gi­a­co­mo Gi­an­niot­ti ver­kör­pert wird. Der Weg von den Hän­gen des Ät­na bis zum Grey Slo­an Me­mo­ri­al Ho­s­pi­tal war nicht kurz und auch nicht schnell. Jah­re­lan­ge Ar­beit, Stu­di­um und Lei­den­schaft ha­ben da­zu ge­führt, dass die Schau­spie­le­rin Teil ei­ner Fern­seh­se­rie wur­de, von der sie ein gro­ßer Fan ist. All das dank der „Nai­vi­tät der Ju­gend“, wie sie das selbst be­zeich­net, ei­ne Nai­vi­tät, die da­zu ge­führt hat, dass sie nun mit Schau­spie­lern ar­bei­tet, die sie zu­vor nur im Fern­se­hen be­wun­dert hat­te. „Ich ha­be ei­ne Sze­ne mit fünf der wich­tigs­ten Schau­spie­ler der Se­rie ge­dreht, und zwan­zig Se­kun­den lang sag­te ich kein ein­zi­ges Wort, mir hat­te es die Spra­che ver­schla­gen“, sagt die Schau­spie­le­rin. „Aber nach dem An­fangs­schock dach­te ich, dass ich Spaß dar­an ha­ben und ein gu­te Ar­beit ma­chen soll­te“. Und wir kön­nen ihr nur wün­schen, dass sie gu­te Ar­beit leis­tet, die­ses Mäd­chen, das mit Fleiß und Ehr­geiz sei­nen ame­ri­ka­ni­schen Traum ver­wirk­licht hat.

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