ZEITLOSER STIL VON NEA­PEL BIS NEW YORK

All About Italy (Germany) - - Editorial -

In der ers­ten Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts wird die Da­men­mo­de dank der In­tui­ti­on ei­ner Iko­ne wie Co­co Cha­nel voll­stän­dig re­vo­lu­tio­niert: sie wuss­te, dass die Be­quem­lich­keit die Ba­sis für Ele­ganz sein soll­te, des­halb kre­ierte sie ele­gan­te Klei­dung, die je­doch gleich­zei­tig freie Be­we­gung er­mög­lich­ten. Auch die Män­ner brauch­ten je­man­den, der ih­nen die glei­che Mög­lich­keit gab. 1930 ent­warf Vin­cen­zo At­to­li­ni als ers­ter ei­nen Stil mit schma­len Li­ni­en und ge­schmei­di­gen Ja­cken, bei de­nen die Schul­tern in­nen und au­ßen ver­rin­gert wur­den, so dass sie nicht mehr so kan­tig, son­dern viel na­tür­li­cher aus­sa­hen. So wur­de ein Klei­dungs­stück ge­bo­ren, das ei­ne Kehrt­wen­de in der Män­ner­mo­de und auch in der Ar­beit ei­nes in­spi­rier­ten Hand­werks­künst­lers ein­lei­te­te: näm­lich das, was heu­te in al­ler Welt das Sak­ko in nea­po­li­ta­ni­schem Stil ge­nannt wird. Cesa­re, der Sohn Vin­cen­zos, über­nahm eif­rig die­ses Er­be und be­gann, ganz im künst­le­ri­schen Sin­ne des Va­ters, Sak­kos in ech­tem nea­po­li­ta­ni­schen Stil her­zu­stel­len. Die Söh­ne Mas­si­mi­lia­no und Gi­u­sep­pe, die ge­mein­sam mit Cesa­re den vä­ter­li­chen Traum wei­ter­füh­ren, füh­ren seit mehr als 30 Jah­ren die­se gro­ße Fa­mi­li­en­tra­di­ti­on fort, wo­bei sie die ur­sprüng­li­chen Ei­gen­schaf­ten der Krea­tio­nen At­to­li­nis un­an­ge­tas­tet las­sen: die Prä­zi­si­on und Sorg­falt bei je­dem De­tail und die Raf­fi­nes­se der Stück für Stück hand­ge­schnei­der­ten Ja­cken. Ei­ne un­ver­gleich­li­che Ele­ganz, die die Kund­schaft aus ganz Ita­li­en, aber auch aus dem Aus­land fas­zi­niert und an­zieht. Denn Cesa­re At­to­li­ni ist im Her­zen ein ita­lie­ni­sches Un­ter­neh­men, im Geis­te je­doch in­ter­na­tio­nal: aus die­sem Grund gibt es die At­to­li­ni­mar­kensto­res auch in Miami, New York und Ba­ku, und na­tür­lich das Ge­schäft in Nea­pel, in der Via Fi­lan­gie­ri.

MAI­LAND: EI­NE NEUE BOU­TIQUE DER MAR­KE AT­TO­LI­NI

Aber der Stil At­to­li­nis hat nun auch Mai­land er­obert: in der Via Ba­gut­ta 14 hat die Fir­ma ih­re Bou­tique ein­ge­weiht, die ers­te des nea­po­li­ta­ni­schen Mar­ken­zei­chens nach dem Show­room in der Via Vis­con­ti di Mo­dro­ne. Es ist das zwei­te Ge­schäft in Ita­li­en und spie­gelt die Ein­fach­heit und Ele­ganz der Mar­ke wi­der: hel­le Wän­de und luf­ti­ge Räu­me mit an die An­ti­ke er­in­nern­den Säu­len emp­fan­gen die Kun­den an ei­nem Ort, der durch sei­ne Ar­chi­tek­tur das glück­li­che Zu­sam­men­spiel zwi­schen Tra­di­ti­on und In­no­va­ti­on aus­drückt. Die Wahl der his­to­ri­schen Via Ba­gut­ta war gut über­legt und hat ei­nen un­be­zahl­ba­ren sym­bo­li­schen Wert: die Bou­tique be­fin­det sich näm­lich in ei­nem klei­nen Pa­laz­zo aus dem 19. Jahr­hun­dert in den wun­der­vol­len Räu­men, in de­nen 1926 der äl­tes­te ita­lie­ni­sche Li­te­ra­tur­preis ge­bo­ren wur­de: der „Pre­mio Ba­gut­ta“; so hieß auch das Re­stau­rant, das sich ur­sprüng­lich in die­sem Ge­bäu­de be­fand. Ei­ne bis ins kleins­te De­tail per­fek­te und an­mu­ti­ge Re­stau­rie­rung und Aus­stat­tung der Räu­me, die an das Schnei­der­hand­werk er­in­nert, hat den Räu­men ein per­fek­tes „Kleid“ver­passt, um die Krea­tio­nen At­to­li­nis auf op­ti­ma­le Wei­se zu prä­sen­tie­ren und zu be­to­nen, wo­bei der Kun­de stets im Mit­tel­punkt

Seit den 30er Jah­ren ver­brei­tet das Schnei­de­rate­lier Cesa­re At­to­li­ni in der gan­zen Welt das Kon­zept männ­li­cher Ele­ganz ge­paart mit Be­quem­lich­keit. Ei­ne er­folg­rei­che und ein­zig­ar­ti­ge Kom­bi­na­ti­on, ei­ne ita­lie­ni­sche Er­folgs­ge­schich­te, de­ren Qua­li­tät in der neu­en Bou­tique in Mai­land vor­ge­führt wird.

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