IN DER KÜ­CHE WIE IM WAH­REN LE­BEN: MEIN ER­FOLGS­RE­ZEPT

All About Italy (Germany) - - Editorial -

Der 1967 ge­bo­re­ne Chef­koch aus der Lom­bar­dei ge­hört zu den Bot­schaf­tern des Ge­schmacks, ei­nem Ver­ein, dem 80 ita­lie­ni­sche Kö­che, Piz­za­bä­cker, Som­me­liers, Maî­tres, Re­stau­rant­ma­na­ger und Experten an­ge­hö­ren, die die ge­ho­be­ne ita­lie­ni­sche Kü­che in die Welt hin­aus­tra­gen. Chef­koch Old­a­ni ist ei­ner von ih­nen, ein „Hand­wer­ker“, wie er sich selbst ger­ne be­zeich­net, der stets nach der Voll­kom­men­heit am Herd strebt und die Har­mo­nie sei­ner Zu­ta­ten mit der Neu­gier ver­bin­det, die in der Kü­che (wie auch im wah­ren Le­ben) nie feh­len darf. In sei­nem Re­stau­rant D’O in Cor­n­are­do (Mai­land), das mit ei­nem Mi­che­lin-stern aus­ge­zeich­net wur­de, fin­det man tra­di­tio­nel­le Ge­rich­te aus der Re­gi­on, die mit der Er­fah­rung und der Fan­ta­sie des Chef­kochs an­ge­rei­chert sind. Ei­gent­lich soll­te Da­vi­de Old­a­ni Fuß­bal­ler wer­den.

Das war der ur­sprüng­li­che

Plan, aber nach­dem er auf­grund ei­ner Ver­let­zung die Fuß­ball­schu­he an den Na­gel hän­gen muss­te, be­gann er, mit Töp­fen und Pfan­nen zu han­tie­ren. Das Schick­sal hat ihm ein Le­ben auf ei­nem an­de­ren Spiel­feld vor­be­hal­ten, näm­lich in der Kü­che, wo er ge­nau­so or­ga­ni­sie­ren und krea­tiv sein muss, wie auf dem Ra­sen. Al­les in al­lem war das gar nicht so schlecht, denn auf die­sem neu­en Spiel­feld ist die „Pop-kü­che“von Chef­koch Old­a­ni ent­stan­den… Kön­nen Sie uns er­klä­ren, was „Pop-kü­che“be­deu­tet?

„Pop“ist nicht die Ab­kür­zung von po­pu­lär, son­dern be­schreibt den Um­gang mit Ge­schmack und die her­vor­ra­gen­de Qua­li­tät der Zu­ta­ten. Es drückt den Wunsch aus, das We­sent­li­che mit gu­ter Ar­beit zu ver­bin­den, das Gu­te mit dem Ver­füg­ba­ren, die Neue­rung mit der Tra­di­ti­on. Ich bin da­von über­zeugt, dass die gu­te ita­lie­ni­sche Kü­che auch des­we­gen gut ist, weil sie die Ge­le­gen­heit bie­tet, stets neu in­ter­pre­tiert zu wer­den: das ha­be ich ganz ein­fach ge­macht, in­dem ich je­der ein­zel­nen Zu­tat Wert ver­lei­he und die Pro­duk­te nach Jah­res­zeit und Qua­li­tät aus­wäh­le.

2003 ha­ben Sie Ihr Re­stau­rant D’O er­öff­net. Was hat das für Sie, au­ßer den Prei­sen und An­er­ken­nun­gen, be­deu­tet? Ich ha­be si­cher­lich viel da­zu­ge­lernt, und das ist so­wohl in der Kü­che als auch im wah­ren Le­ben sehr wich­tig.

Ita­li­en wird in­zwi­schen nicht nur mehr mit Pas­ta und Piz­za iden­ti­fi­ziert; mit wel­chen Ge­rich­ten bringt man un­ser Land heu­te im Aus­land in Ver­bin­dung?

Ita­li­en iden­ti­fi­ziert sich heut­zu­ta­ge mit sei­nen ty­pi­schen Pro­duk­ten, es iden­ti­fi­ziert sich vor al­lem

Aus­ge­wo­gen­heit, Har­mo­nie, Neu­gier und Qua­li­tät: das sind die Haupt­zu­ta­ten der Kü­che und der Men­ta­li­tät von Da­vi­de Old­a­ni In sei­nem Re­stau­rant D’O in Cor­n­are­do (Mai­land), das mit ei­nem Mi­che­lins­tern aus­ge­zeich­net wur­de, fin­det man tra­di­tio­nel­le Ge­rich­te aus der Re­gi­on, die mit der Er­fah­rung und der Fan­ta­sie des Chef­kochs an­ge­rei­chert sind.

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