DIE GÖTT­LI­CHEN SPEI­SEN BEI MAMMÀ IN CA­PRI

All About Italy (Germany) - - Editorial -

In der Via Sera­fi­na Mad­re 6, we­ni­ge Schrit­te von der be­rühm­ten Piaz­zet­ta von Ca­pri ent­fernt, liegt ein Re­stau­rant, das in je­der Hin­sicht die Ein­fach­heit und Köst­lich­keit der tra­di­tio­nel­len me­di­ter­ra­nen Kü­che wür­digt, in­dem es Ge­rich­te an­bie­tet, die mit der See­le zu­be­rei­tet wer­den und den Ge­schmack und die Qua­li­tät der Zu­ta­ten her­vor­he­ben, so wie es eben ei­ne Ma­ma ma­chen wür­de. Und ge­nau des­halb heißt die­ser klei­ne ku­li­na­ri­sche Tem­pel „Mammà“: ein Pro­jekt, das aus der gro­ßen Lei­den­schaft des mit 2 Mi­che­lin-ster­nen aus­ge­zeich­ne­ten Kü­chen­chefs Gen­na­ro Es­po­si­to, ei­nem wah­ren Gu­ru des Ge­schmacks und des gas­tro­no­mi­schen Wis­sens ent­stan­den ist, und heu­te von dem Kü­chen­chef Sal­va­to­re La Ra­gio­ne ge­lei­tet wird. Hier kön­nen die Lieb­ha­ber der nea­po­li­ta­ni­schen Kü­che die Aro­men und den au­then­ti­schen, ur­sprüng­li­chen Ge­schmack von frü­her fin­den… und na­tür­lich Lei­den­schaft, die Zu­tat, die den Un­ter­schied aus­macht.

Auf der Spei­se­kar­te wird ro­her Fisch, den der Chef­koch be­vor­zugt, so­wohl als Vor­spei­se als auch als Haupt­ge­richt an­ge­bo­ten: un­ver­gess­lich sind die Tin­ten­fisch-ta­glia­tel­le mit Spros­sen­sa­lat.

An­de­re gro­ße Klas­si­ker der Kü­che Kam­pa­ni­ens wer­den von Chef­koch La Ra­gio­ne in et­was mo­der­ne­ren Ver­sio­nen an­ge­bo­ten, wie der Risot­to mit Mies­mu­scheln, Knob­lauch und Öl oder sei­ne In­ter­pre­ta­ti­on von Fish & Chips. Auch die Des­serts sind köst­lich und ori­gi­nell, aber na­tür­lich fehlt auch nicht der le­cke­re Ba­bà na­po­le­ta­no. Be­glei­tet wer­den die­se ku­li­na­ri­schen De­li­ka­tes­sen von ei­ner gro­ßen Wein­kar­te mit ex­zel­len­ten Wei­nen aus Kam­pa­ni­en, Ita­li­en und Frank­reich, so­wie von ei­nem auf­merk­sa­men und ge­wis­sen­haf­ten Service. Das Mammà kann sich in der Re­stau­rant­sze­ne der In­sel gut be­haup­ten und hat die an­spruchs­volls­ten Gau­men der ein­hei­mi­schen und in­ter­na­tio­na­len Gäs­te er­obert, die je­den Som­mer nach Ca­pri kom­men. Zum Stil des Hau­ses ge­hört auch die Über­ein­stim­mung von Kü­che und Am­bi­en­te: die Ein­rich­tung spielt mit dem Kon­trast zwi­schen sanf­ten Far­ben bei Wän­den, Ti­schen, Ses­seln und Stüh­len und dem Meer­blau der Ke­ra­mi­ken und der Tel­ler, wäh­rend man an den Wän­den die Ge­schich­te Ca­pris mit schwarz-weiß Fotos der In­sel und sei­nes in­ter­na­tio­na­len Jet-sets ver­fol­gen kann.

Das un­be­ding­te Leit­mo­tiv al­ler Ge­rich­te sind die Gr­und­zu­ta­ten, ei­ne Aus­wahl ex­zel­len­ter und na­tür­li­cher Pro­duk­te aus der Ge­gend, und die Ab­schaf­fung von Kühl­tru­hen, um ei­ne un­ver­gleich­ba­re Fri­sche ga­ran­tie­ren zu kön­nen. Die bes­ten Fi­scher Ca­pris und Bau­ern aus Ana­ca­pri, die Es­po­si­to per­sön­lich aus­ge­wählt hat, be­lie­fern je­den Tag das Re­stau­rant, in dem es üb­ri­gens auch ein paar „fir­mier­te Ge­rich­te“gibt, die den Er­folg des Kü­chen­chefs und der nea­po­li­ta­ni­schen Kü­che be­sie­gelt ha­ben. Un­weit der le­gen­dä­ren Piaz­zet­ta von Ca­pri bie­tet das Re­stau­rant mit sei­ner wun­der­vol­len Ter­ras­se, von der man ei­nen ein­zig­ar­ti­gen Blick auf die Bucht und die Küs­te von Sor­rent hat, den Fein­schme­ckern ein Me­nü an, das mit so viel Lie­be und Sorg­falt ge­kocht ist, wie es nur ei­ne Ma­ma zu­stan­de bringt, um das Ge­schmacks­er­leb­nis zu ei­ner ma­gi­schen Rei­se in die Ver­gan­gen­heit zu ma­chen, die sich in ei­ner leuch­ten­den und wun­der­ba­ren Ge­gen­wart wie­der­fin­det.

Der 2-Ster­ne-koch Gen­na­ro Es­po­si­to hat es sich zur Auf­ga­be ge­macht, die me­di­ter­ra­ne Tra­di­ti­on und die Zu­ta­ten zu ze­le­brie­ren

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