PHOTOREPORTAGE

All About Italy (Germany) - - Editorial - Sa­scha Mal­linck­rodt

Can­del­a­ra, wie der Na­me schon sagt, ver­knüpft sei­nen Ur­sprung, sei­ne Ge­schich­te und sei­ne Ge­gen­wart mit den Ker­zen (can­de­la = Ker­ze).

Der aus der Rö­mer­zeit stam­men­de Ort in der Pro­vinz Pesa­ro, der auf­grund sei­ner Hö­hen­la­ge wie ei­ne na­tür­li­che Ter­ras­se über der Um­ge­bung liegt, blickt im Wes­ten auf ei­ne Hü­gel­land­schaft, im Os­ten auf die Adria. Dort fin­det an den vier Wo­che­n­en­den vor Weih­nach­ten ei­nes der cha­rak­te­ris­tischs­ten und ein­drucks­volls­ten Er­eig­nis­se der Ge­gend statt: „Can­de­le a Can­del­a­ra“.

Zu die­ser Ge­le­gen­heit schal­tet der Ort zwei­mal am Tag nach Son­nen­un­ter­gang die künst­li­che Be­leuch­tung für kur­ze Zeit ab, so dass das Dorf und sein Weih­nachts­markt nur von den Ker­zen er­leuch­tet wird, die längs der Stra­ßen auf­ge­stellt wur­den. Ein paar Mi­nu­ten der Dun­kel­heit, in de­nen man ei­ne ma­gi­sche At­mo­sphä­re ver­spürt, ein Ort, der nur vom ge­dämpf­ten Licht der Ker­zen er­hellt wird; die­sen Mo­ment soll­te man wirk­lich ein­mal er­le­ben. Die Idee ent­stand vor 15 Jah­ren, und mit die­sem Er­eig­nis will man an die la­tei­ni­schen Wur­zeln des Na­mens Can­del­a­ra er­in­nern, der auf ein Fest heid­ni­schen Ur­sprungs zu­rück­geht. Heu­te ist „Can­de­le a Can­del­a­ra“ei­ne der fas­zi­nie­rends­ten und au­ßer­ge­wöhn­lichs­ten Ver­an­stal­tun­gen der Vor­weih­nachts­zeit in ganz Ita­li­en.

24-25 No­vem­ber 2018 www.can­del­a­ra.com

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.