ITA­LIE­NI­SCHE PRO­JEK­TE

All About Italy (Germany) - - Editorial - Ilo­na Ca­ta­ni Scar­lett

Zu Be­ginn des 20. Jahr­hun­derts heg­te man im Bo­ta­ni­schen Gar­ten von Pa­ler­mo den Traum ei­nes me­di­ter­ra­nen Kaf­fees, als ein stren­ger Win­ter al­le An­pflan­zun­gen zer­stör­te und die­sen Plan zu­nich­te­mach­te.

Heu­te wird der­sel­be Traum auf den Fel­dern bei Ter­ra­si­ni (Pa­ler­mo) von Ro­so­li­no Pa­laz­zo­lo vom „Or­to di Non­no Ninò“(ei­nem Land­wirt­schafts­be­trieb, der sich auf den bio­lo­gi­schen An­bau von exo­ti­schem Obst spe­zia­li­siert hat) und Isi­do­ro Stel­li­no (ei­nem Kaf­fee­rös­ter in 5. Ge­ne­ra­ti­on aus Al­ca­mo, Tra­pa­ni) ver­folgt, die die ers­ten Schrit­te in ei­nem kom­mer­zi­el­len Pro­jekt wa­gen, das bis­her ein­zig­ar­tig ist.

Die bis­her er­ziel­ten Re­sul­ta­te stam­men nur aus ei­ner viel­ver­spre­chen­den Ver­suchs­pha­se mit zwei Ern­ten, trotz­dem könn­te die­ser Kaf­fee, vor al­lem we­gen sei­nes me­di­ter­ra­nen Ur­sprungs, ei­nen Platz in der Ni­sche der sel­tens­ten Kaf­fee­ar­ten er­obern, wie Ko­pi Lu­wak, Ja­mai­ka Blue Moun­tain, Kaf­fee Mount Eve­r­est und Black Ivory, die für mehr als 80 Dol­lar pro Tas­se ver­kauft wer­den. Stel­li­no nimmt vor­weg: „Wir möch­ten ei­ne 250 Hekt­ar gro­ße Ara­bi­ca-plan­ta­ge er­rich­ten, um ei­nen Kaf­fee von höchs­ter Qua­li­tät an­bie­ten zu kön­nen.

Wir sind da­bei, den gan­zen Pro­duk­ti­ons­zy­klus zu per­fek­tio­nie­ren. Wir be­gin­nen mit dem Hand­pflü­cken des Kaf­fees nach der Me­tho­de des Ern­te­kaf­fees, das heißt, das es meh­re­re Pflück­zy­klen gibt, um je­des Mal die per­fekt ge­reif­ten Boh­nen aus­zu­wäh­len. Dann geht es wei­ter mit der Fer­men­tie­rung nach der Ho­nig­me­tho­de, die zu­künf­tig in klei­nen Fäs­sern statt­fin­det, in de­nen Wein aus­ge­baut wur­de, um ei­ne per­fek­te Aus­ge­wo­gen­heit zwi­schen Sü­ße, Säu­re und vol­lem Aro­ma zu er­hal­ten. Dann wer­den die Boh­nen an der Son­ne ge­trock­net, ob­wohl wir ge­ra­de für die­se Pha­se Trock­ner mit ei­ner kon­stan­ten Tem­pe­ra­tur von 45 Grad tes­ten. Die­se Pha­sen ge­hö­ren zu ei­ner sorg­fäl­ti­gen Pro­ze­dur, die die Ei­gen­schaf­ten des Roh­kaf­fees be­wahrt. Und schließ­lich wird der Kaf­fee ge­rös­tet, um ei­ne vor­züg­li­che Qua­li­tät ge­wäh­ren zu kön­nen“. Al­ler­dings muss man noch ei­ne Wei­le war­ten, bis die­ser ein­zig­ar­ti­ge und sel­te­ne si­zi­lia­ni­sche Kaf­fee auf den Markt kommt.

Ro­so­li­no Pa­laz­zo­lo und Isi­do­ro Stel­li­no

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